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Altmärkisches Kaltblut

von Frederieke Wenning
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Das Altmärkische Kaltblut hat es dem Einsatz von wenigen, engagierten Menschen zu verdanken, dass es heute noch existiert. Das Altmärkische Kaltblut galt zwischendurch als stark gefährdet, sodass die Erhaltung dieser wertvollen Rasse noch heute oberste Priorität hat. Das gutmütige und als zuverlässig geltende Kaltblut überzeugt dabei als besonders angenehmes Arbeitspferd. Sowohl in der Land- und Forstwirtschaft als auch vor der Kutsche oder unter dem Sattel zeigt es sich zuverlässig. 

Wichtige Daten zum Altmärkischen Kaltblut im Überblick

  • Ursprung: Deutschland
  • Hauptzuchtgebiet: Deutschland
  • Verbreitung: Deutschland
  • Stockmaß: 158- 165 cm
  • Gewicht: 650 bis 750 kg
  • Erscheinungsbild: Mittlere Größe, ausdrucksvoller Kopf, muskelbepackter Körperbau.
  • Farben: Braune, Rappen, Füchse, Braun-, Rapp- und Fuchsschimmel
  • Haupteinsatzgebiet: Kutsch- und Arbeitspferd

Wie alt wird ein Altmärkisches Kaltblut?

Ein Kaltblut erreicht in der Regel ein Lebensalter von 20 bis 25 Jahre.

Herkunft/Ursprung der Pferderasse (Zuchtgeschichte)

Seinen Ursprung findet das Altmärkische Kaltblut im 19. Jahrhundert. Entstanden ist es aus einer Kreuzung zwischen den Pferderassen Percheron, Shire Horse und dem Belgier. Im Jahr 1888 entstand das Königliche Landgestüt Kreuz, welche nicht unmaßgeblich an der Zucht der beliebten Kaltblutrasse beteiligt war. Leider wurde das Landgestüt im Jahr 1960 wieder aufgelöst. Auch der Züchter Werner Thiele (Ringfurth a. Elbe) war ein großer Liebhaber vom Altmärkischen Kaltblut. Er setzte auf die belgische Grundlage bei seiner Zucht und gründetet die Hengsthaltergenossenschaft Mahlwinkel. In der DDR galt die Rasse als besonders verbreitet und beliebt, da sie hervorragend für Arbeiten eingesetzt werden konnte. Bedauerlicherweise reduzierte sich mit der Wende auch die Zucht, da die Motorisierung immer mehr an Bedeutung gewann und kaum noch Verwendung für das Kaltblut bestand.

2000 wurde dann das Projekt „Genreserve Altmärker Kaltblut“ gegründet, da die Rasse als gefährdet galt. Tatsächlich waren u. a. zwei Arbeits-Stuten der Ausgangspunkt für die heutige Zucht. Diese waren so krank, dass die Gemeinde die Tierarztkosten nicht länger bezahlen wollte (damals wurden die Stuten für Kutschfahrten mit Touristen eingesetzt). Terra Mater (Umwelt- und Tierhilfe) kaufte diese beiden Stuten der Gemeinde ab, rettete somit ihr Leben und legte mit diesen Stuten sowie einem der letzten Deutsch-Belgischen Blutlinien-Hengste „Markgraf“ die Grundlage für die heutige Zucht.

Um auch weiterhin den Fortbestand der Pferde zu erhalten, werden die Hengst-Fohlen ausschließlich an Liebhaber bzw. an Züchter abgegeben, die dafür sorgen, dass diese Rasse weiterhin Bestand hat.

Altmärkisches Kaltblut Verkaufspferde bei ehorses

Wie groß wird ein Altmärkisches Kaltblut?

Das Altmärkische Kaltblut erreicht ein Stockmaß von 158 bis 165 cm.

Beschreibung des Exterieurs

Das Altmärkische Kaltblut ist ein Pferd von mittlerer Größe. Der Kopf der Pferde ist ausdrucksvoll, das Profil gerade. Der Hals der Kaltblüter ist gut angesetzt, besonders kräftig und sitzt auf schrägen Schultern. Die Brust ist tief, die Flanke lang. Trockene Beine mit harten Hufen runden das Erscheinungsbild ab. Der dichte und leicht gewellte Schweif ist hoch angesetzt.

Selbst mit nur geringem Training scheint dieses Pferd optisch nur aus Muskeln zu bestehen.

Wie schwer wird ein Altmärkisches Kaltblut?

Das Pferd wiegt ca. 650 bis 750 kg.

Beschreibung des Interieurs

Kaltblut-Pferderassen wie das Altmärkische Kaltblut überzeugen durch einen ruhigen Charakter sowie ein gutmütiges Wesen. Die Kaltblüter gelten in der Regel als sehr zuverlässig. Zusätzlich verfügt diese Rasse über einen besonders robusten Kern. Sie gelten als vielseitig, hart im Nehmen und sind typische Arbeitspferde, die auch schwere Arbeiten nicht scheuen.

Besondere Merkmale und Einsatzgebiete der Altmärkischen Kaltblüter

Kaltblüter aus Sachsen-Anhalt, wo sich u. a. der Ursprung vom Altmärkischen Kaltblut befindet, sind an ihrem Brandzeichen zu erkennen. Dieses besteht aus einem Wagenrad mit einer Krone darüber.

Ein besonderes Merkmal dieser Rasse ist leider der kleine Bestand. Die Rasse gilt zwar aktuell nicht mehr als stark gefährdet, verfügt aber weiterhin über einen überschaubaren Bestand und ist dankbar für jede Art der Förderung.

Altmaerkisches Kaltblut: Zwei Pferde auf der Wiese

Kaltblut-Pferderassen wie das Altmärkische Kaltblut überzeugen durch einen ruhigen Charakter sowie ein gutmütiges Wesen.

Darauf ist zu achten, wenn man ein Altmärkisches Kaltblut kaufen möchte

Eine artgerechte Haltung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Kauf dieses Pferdes. Die Züchter, welche diese wertvolle Rasse erhalten möchten, legen darauf besonderen Wert. Auch über den Einsatz sollte man sich vorab Gedanken machen. Diese Rasse ist fürs Reiten geeignet und überzeugt durch einen guten Schritt sowie einen passablen Trab. Sportliche Erfolge sollten dabei aber nicht im Vordergrund stehen und auch für Kinder sind diese sanften Riesen aufgrund ihrer Masse weniger geeignet. Passionierte Kutschfahrer werden hingegen viel Freude mit dem Altmärkischen Kaltblut haben. Wer ein Altmärkisches Kaltblut kaufen möchte, sollte sich an das Schutz-Projekt „Altmärker Kaltblut“ von TERRA MATER e.V. und RZF Heideland e.V. wenden. Alternativ lohnt sich ein Blick im Pferdemarkt ehorses, wo es Verkaufspferde gibt,

Wofür eignet sich ein Altmärkisches Kaltblut?

Wohl fühlt sich dieses Pferd besonders vor der Kutsche, als Helfer für die Land- und Forstwirtschaft. Zudem wird beispielsweise auch als Voltigier- oder Freizeitpferd genutzt. Abwechslung ist, wie bei allen Rassen, besonders wichtig.

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