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Clydesdale

von Frederieke Wenning
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Clydesdale Pferde sind stattliche Kaltblüter mit schottischem Ursprung – Die eigentlich aus Schottland stammende Pferderasse ähnelt hinsichtlich ihres Typs dem Shire Horse, ist aber etwas leichter, und eignet sich mit ihrer immensen Kraft und Ausdauer ideal als Kutsch- und Zugpferd. Seit dem 18. Jahrhundert in Schottland gezüchtet wurden die schweren Kaltblüter in großer Zahl weltweit exportiert, ehe ihr Bestand seit Mitte des 20. Jahrhunderts allmählich zurückging. Inzwischen ist das Clydesdale vor allem als Showpferd gefragt und besonders in den USA, dem heutigen Hauptzuchtgebiet, bekannt. Dort wird es als Werbeträger für die Biermarke Budweiser der Brauerei Anheuser präsentiert.

Wichtige Daten zum Clydesdale im Überblick

  • Ursprung: Schottland
  • Hauptzuchtgebiet: USA
  • Verbreitung: USA, Schottland, Neuseeland, Europa
  • Stockmaß: 163 bis 193 cm
  • Gewicht: bis zu 1000 kg
  • Erscheinungsbild: kräftig und muskulös, feiner Kopf, ausgeprägter Behang
  • Farben: meistens Braune oder Rotschimmel, Rappen möglich, Abzeichen häufig
  • Hautpteinsatzgebiet: Zug-, Show- und Reitpferd

Zuchtgeschichte des Clydesdales Pferdes

Clydesdale Pferde haben ihren Ursprung im Clyde Valley, einem Tiefland im Süden Schottlands nahe Lanarkshire, durch das der namensgebende Fluss Clyde fließt. Dort wurden sie seit dem 18. Jahrhundert als kräftige, schwere Arbeits- und Zugpferde gezüchtet. Anzunehmen ist, dass die Zucht auf der Kreuzung von einheimischen, robusten Stuten mit großen belgischen und englischen Hengsten basiert. Der Zuchterfolg ließ nicht lange auf sich warten, sodass die Kaltblüter auch in die nördlichen Regionen Englands sowie später in weitere Länder des englischen Commonwealths exportiert wurden. Aber auch in die USA sowie nach Deutschland und Russland, Japan und Südafrika wurden Clydesdales verkauft. Über ein Jahrhundert lang erfreuten sich die Kaltblüter größter Beliebtheit und fanden weltweite Verbreitung. Wie der im Jahr 1877 gegründete Zuchtverband, die Clydesdale Horse Society angibt, wurden allein von 1884 bis 1945 mehr als 20.000 Pferde ins Ausland exportiert. Damit erwies sich das Clydesdale neben dem Percheron als eine der einflussreichsten Kaltblut-Pferderassen überhaupt.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts sollte sich dies jedoch ändern, da Arbeits- und Zugpferde immer weniger zum Einsatz kamen und durch Maschinen ersetzt wurden. Von dieser Entwicklung blieb auch das Clydesdale nicht verschont, mit der Folge, dass der Bestand deutlich zurückging und die Rasse heute nur noch gering verbreitet ist. Dennoch werden die Kaltblüter vielfach als Show- und Brauereipferde geschätzt, vor allem in ihrem heutigen Hauptzuchtgebiet, den USA. Dort wurden sie vor allem als Maskottchen für die Biermarke Budweiser des Herstellers Anheuser-Busch bekannt. Die amerikanische Brauerei zeigte sie in Werbespots als Zugpferde für Brauereiwagen und unterhält bis heute Clydesdale-Stallungen, die besichtig werden können.

Was ist der Unterschied zwischen ein Shire Horse und ein Clydesdale?

Das Clydesdale und das Shire Horse unterscheiden sich in ihrer Herkunft und ihrem Exterieur. Das Shire Horse ist höher und schwerer, und auch das Gesicht ist schmaler gebaut. Das Clydesdale ist im Gegensatz zum Shire in mehr Farben zu finden und schmaler gebaut.

Clydesdale Verkaufspferde bei ehorses

Exterieur

Das Clydesdale ähnelt im Typ dem Shire Horse, ist mit einem Körpergewicht von bis zu 1.000 Kilogramm aber leichter und erreicht ein Stockmaß von etwa 163 bis 193 Zentimetern. Als kraftvolles Kaltblut präsentiert es sich mit einem ausdrucksvollen, im Vergleich zu anderen Kaltblütern etwas feineren Kopf, der leicht konvex bis gerade geformt ist. Auffällig sind die breite, flache Stirn und die wachen Augen sowie die weiten Nüstern und die breite Maulpartie. Der Hals ist lang gebogen und stark bemuskelt, während sich der hohe Widerrist eher wenig ausgeprägt zeigt und in eine starke, kurze Rückenpartie übergeht.

Clydesdale Pferd von der Seite

Das Clydesdale ähnelt im Typ dem Shire Horse, ist mit einem Körpergewicht von bis zu 1.000 Kilogramm aber leichter und erreicht ein Stockmaß von etwa 163 bis 193 Zentimetern.

Ebenso kräftig sind auch die runde bis abfallende Kruppe, die lange und schräge Schulter sowie die gut bemuskelte Hinterhand. Bemerkenswert ist nicht zuletzt das Fundament mit typisch kuhhessiger, säbelartiger Stellung, stämmigen Beinen und sehr großen, widerstandsfähigen und flachen Hufen. Hinsichtlich der Fellfarbe kommen beim Clydesdale meist Braune und Rotschimmel, seltener auch Rappen vor, die oftmals über große weiße Abzeichen an den Beinen und eine breite Blesse an der Stirn verfügen. Typisch ist darüber hinaus der üppige und seidige Behang an den Fesseln.

Wie schwer wird ein Clydesdale?

Ein Clydesdale kann bis zu einer Tonne schwer werden.

Clydesdale im Video

Interieur vom Clydesdale

Das Clydesdale ist ein leistungsbereites Kaltblut, das ebenso mit Kraft und Ausdauer wie mit einem hohen Arbeitswillen und einem freundlichen, umgänglichen Wesen besticht. Es gilt als sehr temperamentvoll, energisch und eifrig. Durch die aktive Beinaktion und den geraden Bewegungsablauf mit reichlich Raumgriff präsentiert es sich als elegant schreitendes Zugpferd, das ideal vor Kutschen oder Brauereiwagen gespannt werden kann.

Besondere Merkmale & Einsatzgebiete der Rasse

Das Clydesdale stammt ursprünglich aus Schottland. Es wurde gezüchtet, um den Menschen schwere Arbeiten abzunehmen, die sie nicht selbst verrichten konnten. Dazu zählten beispielsweise das Ziehen von Pflügen, was die Landwirtschaft damals sehr erleichterte. Auch zum Ziehen von Bäumen im Zuge der Holzarbeit fanden die Clydesdales Verwendung. 1877 wurde die „Clydesdale Horse Society“ gegeründet, ein Zuchtverband speziell für Pferde dieser Rasse.

Interessant zu wissen ist, dass Clydesdales ihren Namen dem Fluss Clyde zu verdanken haben, der in Schottland liegt.

Auch heute noch werden die sanften Riesen als Zugpferde eingesetzt. Zusätzlich finden sie Verwendung als Show- und Freizeitpferde. Unter dem Sattel sind die großen Pferde sanft und dynamisch. Sie reagieren meist gut auf die Hilfen des Reiters.

clydesdale-kutsche

Auch heute noch werden die sanften Riesen als Zugpferde eingesetzt.

Wofür sind Clydesdales geeignet?

Ein Clydesdale eignet sich als Zug-, Freizeit- und Showpferd. Aufgrund ihrer Kraft werden sie vor allem in der Landwirtschaft und als Zugpferde eingesetzt.

Erbkrankheiten der Clydesdales

Clydesdales gelten als sehr robuste Pferde. Sie leiden jedoch, wie viele Rassepferde, an erblich bedingten Krankheiten. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts erfahren Pferde dieser Rasse häufig Probleme rund um ihren Bewegungsapparat. Betroffen sind meist Gelenke, Hufe oder die Wirbelsäule.

Bekannte Pferde der Rasse

Spannend zu wissen ist, dass im Film „Die zwei Türme“ aus der Herr der Ringe-Reihe, Clydesdales für Teile der Dreharbeiten im Einsatz waren. Die im Film gezeigten Schlachtszenen wurden in Neuseeland gedreht. Die Bürger Neuseelands wurden dazu aufgerufen sich zu melden, um an den Szenen teilzunehmen. Solche Schlachtszenen benötigten aufgrund ihrer Größe eine Vielzahl von Schaustellern, und auch eine große Zahl an Pferden. Viele Einwohner Neuseelands nahmen, gemeinsam mit ihren Pferden, an den Dreharbeiten teil. Unter den Pferden befanden sich unter anderem auch einige Clydesdales und Clydesdales-Mixes.

Was kostet ein Clydesdale?

Ein Clydesdale kostet zwischen 4.000 und 7.000€.

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