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Welsh-PB

von Frederieke Wenning
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Das Welsh-Partbred (PB) stammt wie alle Welsh-Ponys aus Wales in Großbritannien. Partbred bedeutet, dass die Rasse nur über einen Teil Welsh-Blutes verfügen muss. Es entsteht durch die Kreuzung von Welsh-Ponys und anderen Pferde- oder Ponyrassen. Dabei spielt die Sektion des Welsh-Ponys keine Rolle, allerdings muss der Welsh-Blutanteil noch mindestens 12.5% betragen. Alles über das Welsh PB erfährst Du in diesem Artikel.

Wichtige Daten zum Welsh-PB im Überblick

  • Ursprung: Großbritannien, Welsh
  • Hauptzuchtgebiet: Europa
  • Verbreitung: Weltweit
  • Stockmaß: mindestens 137 cm
  • Gewicht: unterschiedlich je nach Sektion
  • Erscheinungsbild: kräftige und doch elegante Reitponys
  • Typ: Reitpony
  • Farben: Alle Farben sind erlaubt
  • Haupteinsatzgebiet: Kinderreiten, Therapiearbeit, Freizeitpferd

Wie alt wird ein Welsh-PB?

Die Lebenserwartung des Welsh-PB hängt natürlich immer von der Haltung und der Gesundheit des jeweiligen Tieres ab, doch im Durchschnitt werden die Ponys zwischen 25 und 30 Jahre alt.

Herkunft des Welsh-PB

Da das Welsh-PB aus einer Kreuzung von mindestens zwei Rassen besteht, wobei es immer einen Welsh-Blutanteil von 12,5 Prozent geben muss, begann die Zucht dieser klugen Reitponys, wie bei vielen Rassen als Pony-Kreuzung. Die Welsh-Ponys konnten mit ihren guten Eigenschaften und den ähnlichen Erscheinungen, trotz der unterschiedlich eingekreuzten Rassen, überzeugen und es bildete sich eine eigene Zucht rund um die Welsh-Ponys.

Der Ursprung der Ponys lässt sich sogar bis zu den Kelten zurückverfolgen, wobei dies für die eingekreuzten Welsh-Rassen gilt. Die meisten anderen Ponyrassen, die mit eingekreuzt wurden, sind jüngere Rassen. Es zeichneten sich bei den Welsh-Ponys vier verschiedene Sektionen heraus, die separat gezüchtet werden. Die Welsh-PB können innerhalb jeder Sektion auftreten und finden sich auch bei anderen Ponyrassen wie dem Deutschen Reitpony. Die unkontrollierte Verpaarung mit anderen Ponyrassen wurde bald eingestellt und am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Welsh-PB- und die Cob-Zucht mit Präzision und nachweisbaren Dokumenten betrieben.

Bei den Welsh-Ponys und den Cobs wurde im Jahr 1901 das National Pony Stud Book angelegt und die WPCS (Welsh-Pony and Cob Society) gegründet. Die Einkreuzung von fremden Ponyrassen wurde endgültig im Jahr 1960 beendet. Ab diesem Zeitpunkt wurden in die Stutbücher nur noch Welsh-Ponys und Cobs der unterschiedlichen Sektionen aufgenommen. Für die Welsh-PB wurde gleichzeitig auch ein eigenes Stutbuch eröffnet. In diesem wurden nur Tiere aufgenommen, die einen Welsh-Blutanteil von 25 Prozentanteil. Dies wurde im Jahr 2003 geändert auf 12,5 Prozent. Die Bezeichnung Welsh-PB wird nicht bei allen Zuchtverbänden mit eingetragen, wobei es auch Züchter gibt, die die Welsh Partbreds als Reinzucht betreiben, um die Rasse nicht aussterben zu lassen. Ob es sich bei einem Pony einer anderen Rasse um ein Welsh-PB handelt, kann jedoch oft nur mit einem Blutbild festgestellt werden.

Die Zucht der Ponys konnte bereits einige Erfolge feiern. So sind beispielsweise viele Deutsche Reitponys registrierte Welsh-PB oder haben zumindest schätzungsweise genügend Welsh-Blutanteil in sich, um als Welsh-PB klassifiziert zu werden. Die Zucht ist in der heutigen Zeit jedoch erschwert, da der Nachweis des Welsh-Blutanteils nicht immer korrekt erbracht werden kann und die Pferde auch oft unter der Sektionsbezeichnung oder als Cobs Ponys laufen. Experten gehen davon aus, dass es in Zukunft eher wenige Tiere mit dem passenden Blutanteil geben wird, außer die Liebhaber der Rasse werden weiterhin die Welsh-PB in Reinzucht züchten, wobei dies nicht die Größenanzahl der Zuchtvereine erreichen wird. Sicher ist jedoch, dass die Welsh-PB die Zucht der Reitponys und Sportponys in ganz Europa maßgeblich geprägt hat und dies auch in der Zukunft noch tun wird.

Beschreibung des Exterieurs

Das Welsh-PB hat ein wirklich einheitliches Exterieur, dennoch beeinflusst der Welsh-Blutanteil das Erscheinungsbild. Bei den Fellfarben hat der Standard keine Einschränkungen, es gibt die Welsh-PB in allen typischen Ponyfarben, besonders oft werden jedoch Braune, Fuchse und Rappen geboren. Schimmel sind selten, es gibt sie allerdings immer mal wieder

Das Stockmaß liegt im Durchschnitt bei mindestens 137 cm, eine feste Grenze nach oben gibt es nicht. Die gesamte Erscheinung wirkt sportlich und trocken. Sehr viele dieser Ponys kommen als Reitponys bzw. als Sportponys zum Einsatz. Sie wirken harmonisch proportioniert mit einem mehr oder weniger Ponykopf. Die Hufe sind sehr rund und bieten den Tieren eine hohe Trittsicherheit. Die Hinterhand der Welsh-PB sollte kräftig sein und dem Tier ermöglichen auch bei Springturnieren für Kinder und Jugendliche teilzunehmen und auch sehr leichte Erwachsene tragen zu können.

Wie groß wird ein Welsh-PB?

Bei den Welsh-PB ist kein genaues Stockmaß verzeichnet, doch allgemein gilt, dass die Pferde mindestens ein Stockmaß von 137 cm haben sollten. Ein Höchstmaß ist jedoch nicht verzeichnet.

Welsh Partbred im Video

Beschreibung des Interieurs

Der Charakter der Welsh-PB lässt sich deutlich leichter beschreiben als das Exterieur, denn dieser ist auch bei den verschiedenen Sektionen und Linie einheitlich. Die Welsh-PB sind freundliche Reitponys, die einen arbeitswilligen und sportlichen Charakter haben. Besonders gegenüber Kindern sind die Reitponys geduldig und nervenstark. Sie agieren freundlich und haben keinen typischen Pony-Dickkopf. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften finden sich die Welsh-PB auch oft als Schulpferde und gelten als anfängerfreundlich. Einige Tiere werden auch in der Kinder- und Jugendarbeit bei Entwicklungsstörungen und Traumabewältigung eingesetzt.

Trotz aller guten Eigenschaften sollte der junge Reiter die Ponys nicht unterschätzen. Die Tiere brauchen viel Beschäftigung und Bewegung, da sie Sportler sind. Ebenfalls prägend für den Charakter der Tiere sind Artgenossen. Die Welsh-PB mögen es nicht alleine zu stehen und brauchen den Anschluss zu einer Gruppe. In einer Einzelhaltung oder sogar einer reinen Stallhaltung werden die Ponys schnell auffälliges Verhalten zeigen und können sogar eine gewisse Aggressivität entwickeln. Durch das vielseitige Einsatzgebiet der Welsh-PB sind die Pferde mittlerweile weit verbreitet und besonders im Jugendsport können die Ponys ihre Arbeitsleistung und ihr Temperament zeigen. In der Ausbildung sind die Ponys lernwillig und zeigen ihre Intelligenz ohne eigensinnig zu sein.

Wie schwer wird ein Welsh-PB?

Das Gewicht des Welsh-PB hängt sehr stark von dem eingekreuzten Pony ab. Allgemein gilt, dass die Tiere eine harmonische und sportliche Erscheinung haben sollen. Genauer ist dies leider im Standard nicht vermerkt.

Besondere Merkmale des Welsh-PB

Das Welsh-PB ist eine sehr besondere Pferderasse, da sie in erster Linie bei den Welsh-Ponys und den Cobs mithilfe des Welsh-Blutanteiles bestimmt wird und eher selten in reiner Form gezüchtet wird. Besonders bei den Deutschen Reitponys und unter den vier Welsh-Pony Sektionen finden sich sehr viele Welsh-PB. Da die Bestimmung der Rasse immer auf dem Blutanteil beruht, der bei mindestens 12,5 Prozent liegen muss, ist es sehr schwer einzelne Merkmale der Pferde zu bestimmen.

Das Welsh-PB ist eine sehr besondere Pferderasse, da sie in erster Linie bei den Welsh-Ponys und den Cobs mithilfe des Welsh-Blutanteiles bestimmt wird und eher selten in reiner Form gezüchtet wird.

Bisher sind keine Erbkrankheiten bekannt. Doch wie bei den meisten Ponyrassen neigen auch die Welsh-PB zu Übergewicht bei falscher Ernährung und mangelnder Bewegung. Ansonsten gelten die Welsh-PB als robuste und trittsichere Ponys. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Welsh-PB trotz ihrer geringen Größe durchaus auch viel Gewicht tragen können. Sie können sogar leichte Erwachsene tragen, wobei sie in erster Linie für Kinder und Jugendliche sind.

Welsh PB – Namensgebung

Der Name Welsh-PB steht für Welsh Partbred und bedeutet, dass in dem Tier mindestens ein Welsh-Blutanteil von 12,5 Prozent bestehen muss. Der restliche Teil kann von einer anderen Ponyrasse stammen, dennoch wird bei der Zucht sehr genau darauf geachtet, welche Tiere verpaart werden. Wie der Name bereits vermuten lässt, stammen die Tiere aus Großbritannien aus der Region Welsh. Die kleinen Pferde finden sich in ganz Europa und gehören zu den beliebtesten Reitponys der Welt. Dabei werden sie oft auch unter anderen Namen geritten. Denn ein Welsh-PB kann zudem zu einer anderen Rasse zählen. So gibt es viele Deutsche Reitponys, die nach Vererbung zu den Welsh-PB zu zählen.

Wofür sind Welsh-PB geeignet?

Ein Welsh-PB hat ein breites Verwendungsgebiet, je nachdem welche weiteren Rassen in dem Pony stecken. Besonders gut sind die Tiere für Kinderreiten und Kinder- und Jugendsport geeignet. Hier können die trittsicheren und anmutigen Ponys ihre Kraft und Ausdauer zeigen. Sie sind aber auch gute Freizeitpferde.

Bekannte Pferde der Rasse

Da es sich bei vielen Ponyrassen im Sportbereich um Welsh-PBs handelt, gibt es einige Tiere, die sich im Sport einen Namen machen konnten. Dafür sind besonders die Deutschen Reitponys, die nach Bluttest ebenfalls zu den Welsh-PB gehören, erfolgreich im Sport.

Zwei Reitponys, die besonders bei den Turnieren aufgefallen sind, sind die beiden Bundeschampions aus dem Jahr 2001 Arts Deilahro und Arts Dulcia. Die beiden Tieren stammen aus der Zucht von Hermann Arts, daher auch der Namensteil Arts bei den Tieren. Die beiden Tiere haben mehrere Turniere gewonnen und sind für die Zucht sehr wichtige Genträger. Hermann Arts ist ein engagiertes Mitglied der IG-Welsh Gemeinschaft. In seiner Zucht werden überwiegend Tiere mit einem hohen Welsh-Blutanteil eingesetzt. Dies gilt nicht nur bei der Wahl der Hengste, sondern auch bei Stuten-Wahl. Das Wesen der Tiere wird dabei genauso miteinbezogen wie die sportliche Eignung und das Erscheinungsbild der Pferde im Allgemeinen. Es handelt sich dabei um eine sehr erfolgreiche Liebhaber- und Sportzucht.

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