Startseite » Sommerekzem beim Pferd – Ursachen, Symptome & Behandlung

Sommerekzem beim Pferd – Ursachen, Symptome & Behandlung

von Felix Ortmann
0 Kommentar

Viele Pferdebesitzer kennen dieses Bild – das Pferd läuft unruhig umher, reibt sich vor quälendem Juckreiz oder scheuert sich gar das Langhaar ab. Ursache ist das Sommerekzem, das als allergisch bedingte Dermatitis eine der am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen bei Pferden darstellt. Auffällig sind stets die ungewöhnliche Unruhe des Pferdes sowie das starke Scheuern – Folgen des Sommerekzems, die Besitzer oftmals ratlos machen. Welche Behandlung ist möglich, wie lässt sich der Juckreiz lindern und wie entsteht das Sommerekzem beim Pferd überhaupt?

Inhalt – Alles im Überblick

  1. Ursachen und Auslöser eines Sommerekzems
  2. Symptome – So erkennst Du ein Sommerekzem beim Pferd
  3. Behandlung von Sommerekzemen beim Pferd
  4. Fütterung & Haltung – So kannst Du einem Sommerekzem vorbeugen

Ursachen und Auslöser eines Sommerekzems

Das Sommerekzem beim Pferd ist die Folge einer allergischen Reaktion, die durch den Speichel von Insekten im Zuge des Stechens hervorgerufen wird, insbesondere von der Kriebelmücke sowie von Gnitzen oder Culex-Stechmücken. Nicht der durchaus schmerzhafte Stich selbst, sondern das Speichelsekret der Mücken löst die Entstehung von Pusteln und Juckreiz aus. Der Speichel gelangt durch das Stechen in den Organismus der Pferde und ruft eine allergische Dermatitis, das Sommerekzem beim Pferd, hervor. Einige Rassen sind häufiger von dem Sommerekzem beim Pferd betroffen als andere, darunter insbesondere das Islandpferd, aber auch Haflinger oder Norweger.

Symptome – So erkennst Du ein Sommerekzem beim Pferd

Je nach Ausprägung der allergischen Reaktion treten die Symptome in unterschiedlicher Stärke auf. Die ersten Anzeichen eines Sommerekzems bleiben oftmals unbemerkt. Auftretende Pusteln, schuppige Hautirritationen oder kleine Knötchen sind zunächst noch gering ausgeprägt und daher kaum erkennbar. Meist wird das Problem für Besitzer und Reiter erst akut, wenn sich das Pferd zunehmend unruhig verhält und dazu neigt, sich stark zu scheuern. Das Sommerekzem beim Pferd tritt vor allem an Stellen auf, an denen eine senkrecht aufgerichtete Behaarung vorliegt. Dies ist zum Beispiel am Mähnenkamm, an der Schweifrübe oder an der Bauchnaht und Kruppe der Fall. Aufgrund des permanenten Reibens entstehen offene, mitunter auch eitrige Ekzeme, einhergehend mit einem Ausfall der Haare.

Behandlung von Sommerekzemen beim Pferd

Die Therapie des Sommerekzems ist mit Schwierigkeiten verbunden und stellt die Linderung der Beschwerden in den Vordergrund. Inzwischen sind diverse Lotionen, Salben, Cremes und Öle erhältlich, die täglich auf die Haut aufgetragen werden sollen und eine Heilung des Ekzems versprechen. Es ist jedoch stets die Absprache mit einem Tierarzt erforderlich, zumal es bisher kein allgemeinwirksames Patentrezept gegen das Sommerekzem beim Pferd gibt. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt unter Umständen eine Behandlung mit Cortison infrage.

Unsere Produktempfehlung für dich:

* Disclaimer: In diesem Beitrag befinden sich so genannte Affiliate Links. Kaufst Du über diese Links ein, bekommen wir von dem jeweiligen Shop einen kleinen Prozentsatz an Provision. Für Dich entstehen selbstverständlich keine Mehrkosten und Du hilfst uns dabei, dass wir weiterhin Content für Dich produzieren. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Fütterung & Haltung – So kannst Du einem Sommerekzem vorbeugen

Pferd auf einer Wiese mit Ekzemerdecke

Ekzemerdecken bieten Schutz gegen die lästigen Insektenstiche

Entscheidender ist jedoch die richtige Vorbeugung, um das Sommerekzem beim Pferd gar nicht erst auftreten zu lassen. Zum einen sollte auf den nötigen Schutz gegen Stiche geachtet werden, indem Insektenschutzmittel und sogenannte Ekzemerdecken verwendet werden. Kriebelmücke und Co mögen es gerne feucht und windstill und sind vermehrt in der Dämmerung aktiv. Daher sollten Pferde nach Möglichkeit nur tagsüber bei trockenen und eher windigen Wetterbedingungen auf die Weide gelassen werden. Von besonderer Bedeutung ist aber auch die Fütterung als Voraussetzung für einen funktionierenden Stoffwechsel. Mangelerscheinungen aufgrund fehlender Vitamine oder Spurenelemente erhöhen das Risiko von Hauterkrankungen, da sich Ernährungsfehler negativ auf die Sensibilität für allergische Reaktionen auswirken.

Ähnliche Beiträge