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Pferdeweide & Pferd anweiden – Tipps für den Weidegang

von Michelle Holtmeyer
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Warmes Wetter, grüne Pferdeweide. Im Sommer siehst Du immer wieder Pferde auf Wiesen stehen, die zufrieden grasen. Die Frage, ob Weidegang für ein Pferd sinnvoll ist, erübrigt sich. Schließlich legen Pferde während des Grasens mehrere Kilometer zurück. In einer reinen Boxenhaltung kann Dein Pferd dem nicht nachkommen. Wir erklären Dir, wie die ideale Pferdeweide aussehen sollte, was es beim Weidegang zu beachten gilt und wie Du Dein Pferd richtig anweiden kannst.

Pferdeweide – ja oder nein?

Viele Pferdebesitzer haben Angst, dass sich ihr Pferd verletzen könnte und verzichten deshalb darauf, dieses auf die Pferdeweide zu bringen. Hierbei sollte nicht vergessen werden, woher unsere Pferde ursprünglich kommen, wie der natürliche Tagesablauf und ihre physischen und psychischen Bedürfnisse aussehen. Verletzungen entstehen auch bei reiner Boxenhaltung.

Besonders übermütige Pferde können sich auf der Pferdeweide besser austoben und überschüssige Energie loswerden. Versuchen sie dies in der Box, kann das Toben zu deutlich schlimmeren Verletzungen führen. Bei der Koppelhaltung kann aus Angst vor Verletzungen auf eine Herdenhaltung verzichtet werden. Hier besteht die Möglichkeit, die Pferde auf getrennten Weiden unterzubringen.

Pferdeweide: Drei Pferde laufen auf einer Weide

Mit dem Weidengang werden die physischen und psychischen Bedürfnisse vieler Pferde befriedigt.

Darauf solltest Du bei einer Pferdeweide achten

Wir empfehlen, dass jedes Pferd täglich mehrere Stunden auf der Pferdeweide verbringt. Das kann nach Bedarf mit anderen Artgenossen in einer Herde sein oder separat. Um das Risiko von Verletzungen und Unfällen zu minimieren, solltest Du einige Punkte beachten.

Pferdeweide täglich überprüfen

Der Aufwand, der mit dem Weidegang bzw. der Weidehaltung einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. Mindestens einmal täglich muss nach den Pferden gesehen werden, um ihren Gesundheitszustand und die Gegebenheiten vor Ort zu überprüfen.
Die Tiere benötigen immer genügend sauberes Wasser und ausreichend Futter. Idealerweise trennt man hier die Pferdeweide in Teilstücke ab. Dadurch kann nicht nur ein Überfressen vermindert werden – die einzelnen Weidestücke bekommen so immer wieder Zeit, sich zu erholen und neues Gras kann heranwachsen. Besonders wichtig ist es außerdem, die Weiden nach giftigen Pflanzen zu untersuchen.

Darauf ist beim Weidezaun zu achten

Gut sichtbar, verletzungs- und ausbruchssicher muss die Umzäunung der Pferdeweide sein. Bei der Zaunhöhe kannst Du Dich an folgenden Maßen orientieren:

1. Draht/Litze 2. Draht/Litze 3. Draht/Litze
Kleinpferde 45 cm 75 cm 120 cm Großpferde 50 cm 95 cm 140 cm Springpferde 60 cm 100 cm 160 cm

Als Schutz vor Pferdediebstahl sollte das Weidetor in jedem Fall abschließbar sein. Um Unfälle beim Holen und Bringen der Pferde weitgehend zu vermeiden, sollte es außerdem bequem mit einer Hand zu bedienen sein.

Welcher Kalk eignet sich für eine Pferdeweide?

Für das Kalken der Weide wird Mergelkalk, kohlensauren Kalk oder Konvertkalk empfohlen. Sollte die Weide nicht abgeäppelt worden sein, kann man sie schleppen und mit Branntkalk oder Perlkalkstickstoff kalken.

Merkmale der idealen Pferdeweide

Auf einer idealen Pferdeweide ist die Grasnarbe intakt und es wachsen sowohl Gräser als auch Kräuter darauf. So erhalten die Pferde genügend Nährstoffe und fressen zudem Futter, welches ihnen schmeckt. Wichtig ist jedoch, dass die Kräuter nicht mehr als 30 % der Weidefläche ausmachen.

Wie bekommt man nun aber die optimale Weide? Das kann man pauschal nicht sagen. Es kommt darauf an, wie die Weide genutzt wird, also wie viele Stunden die Pferde pro Tag darauf verbringen, ob von der Fläche auch Heu gewonnen werden soll, wie viele Pferde es sind und wie gut der Boden und die Weide an sich im Moment sind. Je stärker die Weide belastet wird, desto mehr Platz muss pro Pferd eingeplant werden. Dies kann von 0,1 bis 1 Hektar pro Pferd sein. Grundsätzlich ist das richtige Weidemanagement der wichtigste Faktor. Zum Weidemanagement gehört die Rotation der Weiden, also die Weiden dürfen nur so lange belastet werden, dass sie nicht verletzt werden und sich wieder erholen können. Auch der Abstand, bis die Pferde zurück auf diese Weide kommen, darf nicht zu lang sein.

Sobald die Weide ausgelaugt ist, muss man etwas nachhelfen. Dünger ist ein wichtiger Faktor im Hinblick auf eine gesunde Pferdeweide. Um den richtigen Dünger für die eigenen Weiden zu finden, sollte man eine Bodenprobe ins Labor bringen und analysieren lassen. Nur so kann man umwelt- und bedarfsdeckend düngen. Sollte man bei einer verletzten Weide komplett auf Dünger verzichten wollen, damit man eine natürliche Wiese beibehält, wird das leider nicht funktionieren. Die Pferdehaltung auf begrenzten Flächen ist nicht naturgemäß und so können sich auch die meisten Weiden nicht einfach so selbstständig regenerieren. Das Unkraut und auch Giftpflanzen wie Jakobskreuzkraut vermehren sich unaufhaltsam und die Pferde werden nichts mehr zu fressen finden.

Bei strapazierten Weiden ist es außerdem ratsam, wenn sie nicht gerade in der Erholungsphase sind, die Pferde nicht bei sehr nassem Boden darauf zu lassen. Die harten Hufe der Pferde zerstören die feinen Wurzeln der Gräser so noch weiter und das Nachwachsen wird erschwert.

Pferde auf einer Pferdeweide am Grasen

Auf einer idealen Pferdeweide ist die Grasnarbe intakt und es wachsen sowohl Gräser als auch Kräuter darauf. So erhalten die Pferde genügend Nährstoffe und fressen zudem Futter, welches ihnen schmeckt.

Wie oft sollte man die Pferde beim Weidegang kontrollieren?

Mindestens einmal täglich muss nach den Pferden gesehen werden, um ihren Gesundheitszustand und die Gegebenheiten vor Ort zu überprüfen. Genügend frisches Wasser und ausreichend Futter sollten immer vorhanden sein.

Wasserversorgung auf der Pferdeweide

Die Wasserversorgung spielt genauso wie das Futter eine wichtige Rolle auf der Weide. Pro Pferd ist eine Wassermenge von 50 Litern einzuplanen. Unabhängig von der Art und Weise der Tränke muss das Wasser regelmäßig gewechselt werden und die Behältnisse gesäubert. Andernfalls können sich giftige Algen im Wasser bilden.

Man kann Wasserbottiche hinstellen aber auch automatische Tränken können auf Weiden installiert werden. Ein bekanntes Bild sind außerdem Wasserwagen mit Tränkebecken, doch auch hier muss man aufpassen, dass das Wasser im Wagen nicht zu lange steht und regelmäßig gewechselt wird.

Eine weitere Möglichkeit zur Wasserversorgung sind Gewässer auf der Koppel. Hierbei dürfen aber nicht einfach so alle Gewässer als Wasserquelle angesehen werden. In Teichen können sich sehr giftige Blaualgen bilden und viele Gewässer sind auch geschützt, sodass sie eingezäunt sein müssen. Fließende Gewässer sind allerdings eine mögliche Wasserquelle, insofern sie nicht zu starke Strömung haben und leicht zu erreichen sind. Es ist nicht selten, dass Pferde in solchen Bächen und Graben stecken bleiben und dann so weit versacken, dass sie nicht mehr rauskommen. Sollte man sich nicht sicher sein, ob die Wasserstelle für die Pferde wirklich sicher ist, so sind ein paar Wassertöpfe wohl die beste Alternative.

Wie viel Strom sollte auf eine Pferdeweide?

Die Impulse in einem Elektrozaun betragen bis zu 15.000 Volt und dauern 0,1 bis 0,3 Millisekunden. Sie sind ungefährlich für Mensch und Tier.

Die ideale Weidedauer & das Angrasen

Wie lange sollte ein Pferd auf die Weide?

Da jedes Pferd individuell ist, solltest Du bei den ersten Weidegängen beobachten, wie sich der Vierbeiner auf der Wiese verhält und daran angepasst die Weidedauer festlegen. Bei Pferden, die besonders leichtfuttrig sind und das saftige Gras sie Staubsauger inhalieren, sollten nach Möglichkeit nicht zu lange auf die Wiese, damit sie nicht zu dick werden oder eine Kolikgefahr besteht. Pferde, die sich auf der Weide viel bewegen und dementsprechend auch viele Fresspausen machen, können ruhig ein wenig länger auf der Wiese bleiben.

Stall- oder Weidehaltung: Was ist für mein Pferd am besten?

Stallpferde, die den Großteil des Tages in ihrer Box verbringen, leiden viel häufiger unter Verdauungsproblemen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und sind gegen Schimmelpilze im Stroh oder Heu allergisch. Hinzu kommen schwerwiegende Verhaltensanomalien.
Bei der reinen Stallhaltung ist die Langeweile ein verständlicherweise großes Problem. Koppen, Weben und Holznagen sind die einhergehenden Folgen. Daher ist mindestens eine Kombination aus Weide- und Boxenhaltung zu empfehlen. Die Pferde sind ausgeglichener und weit zufriedener, wenn sie sich ausreichend an der frischen Luft mit Artgenossen bewegen können.

Letztendlich bleibt es aber jedem Pferdebesitzer selbst überlassen, die richtige Haltungsform für seinen Vierbeiner zu finden. Pferde haben oftmals unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben, sodass es kein allgemeines „Rezept“ gibt, was die richtige Haltungsform für Pferde ist.

Pferdeweide mit Zaun

Die Pferde sind ausgeglichener und weit zufriedener, wenn sie sich ausreichend an der frischen Luft mit Artgenossen bewegen können.

Warum soll man Pferde anweiden?

Durch das Anweiden bereitet man das Pferd – vor allem nach einem langen Winter ohne Gras – optimal auf das frische Grün vor. Insbesondere bei dicken oder kolikanfälligen Pferden ist diese Maßnahme von großer Bedeutung.

Pferd anweiden – So geht es richtig

Nicht vergessen: Pferd anweiden!

Wichtig ist außerdem, dass Du Dein Pferd anweidest, bevor die Weidesaison richtig losgeht, denn so bereitest Du Dein Pferd, vor allem nach dem langen Winter ohne Gras, optimal auf das frische Grün vor. Diese Maßnahme ist insbesondere bei dicken oder kolikanfälligen Pferden von großer Bedeutung. Du solltest dabei mit circa 10 Minuten starten und kannst es dann täglich um 5-10 Minuten steigern.

Risiko beim Pferd anweiden

Dass Du Dein Pferd anweiden sollst, hat bestimmte Gründe: Ohne eine längere Gewöhnung an das Gras, lauern einige Gefahren. Denn die Verdauung unserer Vierbeiner kommt nicht immer mit abrupten Veränderungen – wie in diesem Fall mit dem frischen Gras – klar. Eine Umstellung von 0 auf 100 kann nicht nur Durchfall, Kotwasser, Kolik oder Muskelerkrankungen mit sich bringen, sondern im schlimmsten Fall sogar zu Hufrehe führen. Schließlich hat sich der Pferdedarm den Winter über an das Raufutter angepasst und die Darmflora ist nun auf die Verwertung des Winterfutters spezialisiert. Würde das Pferd nach der Winterzeit von jetzt auf gleich unbegrenzten Zugang zu Gras haben, besteht die Gefahr, dass die dieses nicht richtig verarbeitet werden kann. Vor allem wenn es sich um besonders kräuterarme Wiesen handelt, kann eine solche Umstellung viele Vierbeiner krank machen.

Gefahren auf der Pferdeweide

Wieso Gras zur Gefahr werden kann

Grund dafür ist die hohe Konzentration von Kohlenhydraten in Form von langkettigen Zuckermolekülen, die Gras besitzt. Kohlenhydrate verdaut das Pferd im Dünndarm. Wird die Ernährung – wie es mit Gras der Fall ist – radikal umgestellt und das Pferd nimmt nur noch Kohlenhydrate auf, gelangen diese wegen der unangepassten Darmflora unverdaut in den Dickdarm. Dort wiederum ist die Verdauungsstrategie eine komplett andere.

Die Bakterien, die Cellulose aufschließen, werden von Milchsäurebakterien verdrängt, die sich durch die nicht korrekt verdauten Kohlenhydrate optimal und sprunghaft vermehren können. Die celluloseverdauenden Bakterien gehen zeitgleich zugrunde. Die Zerfallsprodukte davon nennen sich Endotoxine, gelangen in den Blutkreislauf des Pferdes und können Entzündungen oder andere Reaktion im Körper des Vierbeiner verursachen. Die Folge sind oftmals Darmentzündungen und bei bei gefährdeten Tieren auch Hufreheschübe – besonders wenn die Pferde an Stoffwechsel-Krankheiten leiden.

Pferd anweiden: Pferd frisst Gräser

Gras besitzt eine hohe Konzentration von Kohlenhydraten in Form von langkettigen Zuckermolekülen.

Giftige Pflanzen und Fallobst

Bei Koppeln an Hecken, Waldrändern und Gräben muss man mit Giftpflanzen rechnen. Diese könnten zum Beispiel Eiben oder Goldregen sein. Willst Du mehr über Giftpflanzen und Vergiftung beim Pferd erfahren? Schau in unseren Artikel zu „Giftpflanzen und Vergiftung beim Pferd“. Fallobst ist ebenfalls nicht gesund für Pferde. Man sollte also bei Obstbäumen darauf achten, dass die Pferde nicht zu viel von den Früchten auf einmal essen. Aufsammeln und nach und nach verfüttern ist in diesem Fall gesünder. Dazu zählen auch Eicheln und Kastanien, wobei diese nicht noch verfüttert werden sollten.

Richtiges Anweiden – ein Zeitplan

Die Darmflora eines Pferde braucht im Normalfall zwischen zwei und vier Wochen, um sich auf einen Futterwechsel einzustellen. Füttere Deinen Vierbeiner im Ideal vorher, damit es nicht mit einem komplett leeren Magen auf die Weide kommt und stelle ihm anfangs während es Weidegangs Raufutter zur Verfügung.

Wir empfehlen Dir mit zehn Minuten zu starten und den Weideaufenthalt jeden Tag um fünf bis zehn Minuten zu steigern. Die Intervalle sollten über vier Wochen gleichmäßig gesteigert werden. Lass Dir lieber zu viel als zu wenig Zeit, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen.

Achte zudem darauf, dass Du Dein Pferd nach Möglichkeit nicht früh morgens auf die Weide stellst, denn zu diesem Zeitpunkt ist der Zuckergehalt am höchsten.

Wie groß muss eine Pferdeweide sein?

Das kommt auf die Belegung der Weide an. Pro Pferd sollte man als Faustregel 500 m² einrechnen. Korrekte Berechnungen können aber ein Ergebnis zwischen 0,1 und 1 Hektar pro Pferd ergeben. Es kommt ganz auf die Nutzung der Weide an.

Vorbereitung: Vor dem ersten Weidegang

Vor dem ersten Weidegang nach dem Winter muss die Weide gut vorbereitet werden. Zunächst macht es Sinn, die Koppel auf Trittfallen wie Löcher oder Maulwurfshügel überprüfen. Dazu kann man die Weide schleppen, sofern keine Pferdeäpfel mehr darauf sind. Ansonsten verteilt man den Kot und die darin befindlichen Parasiten über die gesamte Fläche. Um die Wuzeln der Gräser wieder mit dem Boden zu verbinden und den Bodenschluss wieder herzustellen, kann man dann die Weide walzen.

Sollten sich kahle Stellen auf der Weide befinden, macht es Sinn neue Gräser anzusähen und die Weide zu düngen. Es gibt spezielles Saatgut für Pferdeweiden, die man dafür kaufen kann. Grundsätzlich sollten verschiedene Gräser und Kräuter auf einer Weide wachsen, um den Pferden alle nötigen Nährwerte im täglichen Futter mitzugeben. Allerdings sehen die meisten Pferdehalter und Stallbesitzer die Weide nicht als lebendigen Organismus an, sodass man häufig Koppeln sieht, die voller Unkraut sind oder eher einem Acker als einer Weide gleichen.

Wer sehr viel Unkraut auf der Koppel hat, sollte dieses jäten. Unkrautvernichter sollte auf den Pferdeweiden natürlich nicht angewendet werden, aber das Entfernen des Unkrauts ist wichtig, damit wieder frisches Gras wachsen kann. Zur Bestimmung der Gräser und Gewächse auf einer Weide gib es sogar eine App, die an einer Universität entwickelt wurde. Sie heißt iGräser und kann über die Kamera gut bestimmen, um welches Gewächs es sich handelt. Die Arbeiten mit dem Traktor, also das Schleppen und Walzen, sollte vor Ende April durchgeführt werden, damit die Brutzeit der Wildtiere nicht gestört wird.

Natürlich kann man auch Experten zur richtigen Weidebewirtschaftung befragen oder einstellen. Es gibt echte Grünlandexperten mit Pferdekenntnissen, die sich solch einer Aufgabe annehmen und beratend zur Seite stehen.

Wann muss eine Pferdeweide nachgesäht werden?

Die Weiden werden grundsätzlich im Frühjahr aufgefrischt. Dazu zählt auch das Nachsähen.

Wieso es wichtig ist, Überweidung zu vermeiden

Überweidung bedeutet, dass zu viele Pferde auf einer zu kleinen Weide stehen. Dadurch wird die Grasnarbe zerstört. Die Grasnarbe ist sozusagen das geschlossene Wurzelwerk der Gräser, wodurch die Weide komplett geschlossen mit Gras bewachsen ist. Sobald diese durch Pferdehufe oder fleißiges Grasfressen zerstört wird, wird diese Stelle zu einem Hotspot für Unkraut. So vermehrt sich das Unkraut über die Zeit und die Pferde werden nichts Nahrhaftes mehr zu fressen finden. Ein Nährstoffmangel kann die Leistungsfähigkeit von Pferden einschränken und bei einer nicht mehr leistungsfähigen Weide muss zugefüttert werden, damit die Tiere genug Futter finden. Um die Weide zu schützen, ist ein regelmäßiger Wechsel der Weide sehr wichtig und auch die Bewirtschaftung vor der Weidezeit, ist ausschlaggebend für die Qualität der Weide. Für besseres Wachstum kann die Weide auch gedüngt werden. Danach sollte man aber drei Wochen warten, bis man die Pferde auf die Weide lassen kann.

Wann muss man eine Pferdeweide düngen?

Die Düngung der Pferdeweide erfolgt für die meisten Stallbesitzer im Frühjahr. Grundsätzlich sollte man, nachdem man die Weide gedüngt hat, 3 Wochen abwarten eh man die Pferde wieder auf die Fläche stellt.

Unterweidung vermeiden

Allerdings ist auch eine Unterweidung nicht gut. So ist also die goldene Mitte wie immer der beste Weg. Eine Unterweidung kann ebenso Unkrautwuchs verursachen wie Überweidung. Hierbei gibt es zu starken Grasbewuchs. An solchen Stellen kann die Grasnarbe faulen und ebenfalls absterben, sodass sich Unkraut ansiedelt. Solche Stellen werden dann zu sogenannten Geilstellen, wo die Pferde nicht mehr fressen, sondern nur noch äppeln. Auch der Boden selbst wird zu locker, wodurch die Narbe ebenso leidet.

Außerdem bewegen sich die Pferde bei zu viel Futter sehr wenig und nehmen dadurch sehr schnell zu. Sobald die Weide dann aber etwas abgefressen ist, fressen die Pferde nur an Stellen mit sehr kurzem Gras, wodurch die kurzen Gräser das Fructan nicht mehr abbauen können und Hufrehe Gefahr besteht.

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