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Heucobs füttern – die ideale Alternative zu Heu?

von ehorses Team
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Heu bildet die Basis jeder Fütterung; es liefert Nährstoffe wie Rohfaser, Zucker, Proteine und Energie. Aber es ist nicht für jeden Typ Pferd das Richtige. Bei Pferden mit Atemwegs- und Zahnprobleme werden Heucobs hinzugezogen und als Ersatz für Heu genommen. Ob man als Alternative zu Heu Heucobs füttern sollte und welche Vor- und Nachteile es hat, erfährst Du hier.

Was sind Heucobs?

Heucobs dienen als Heuersatz und können das Grundfuttermittel aufwerten. Die Heucobs Cobs werden aus Gras hergestellt, dass zum optimalen Zeitpunkt gemäht wurde. Das gemähte Gras wird durch ein Warmluftverfahren getrocknet, anschließend zerkleinert und zu Pellets gepresst.

Warum Heucobs?

Durch dieses Herstellungsverfahren sind die Heucobs frei von Schimmel und Reizstaub und bilden somit eine gute Grundlage für Pferde mit Atemwegsproblemen. Für Pferde mit Zahnproblemen wird es zum Problem das Heu nicht klein genug zermahlen zu können, sodass man insbesondere Pferde höheren Alters mit Heucobs füttern sollte, um das Pferd weiterhin mit wichtigsten Nährstoffen zu versorgen.

Was sind Heucobs?

Heucobs dienen als Heuersatz und können das Grundfuttermittel aufwerten. Die Cobs werden aus Gras hergestellt, dass zum optimalen Zeitpunkt gemäht wurde. Das gemähte Gras wird durch ein Warmluftverfahren getrocknet, anschließend zerkleinert und zu Pellets gepresst.

Heucobs füttern – So geht’s richtig

Zwei Pferde fressen HeuEs gibt drei verschiedene Sorten von Heucobs. Zum einen gibt es die Grünmehlpellets. Diese bestehen aus jungem, weichem Gras, welches getrocknet und gehäckselt wird. Zudem gibt es die Grascobs, dessen Gras schon etwas älter ist als das der Grünmehlpellets. Die dritte Variante sind die Heucobs, welche aus fertigem Heu hergestellt werden.  Die Cobs sollten einen hohen Raufaseranteil haben und einen niedrigen Rohproteingehalt aufweisen.

Heucobs sind eine gute Alternative für Pferde die Atemwegsprobleme haben oder jene die das Heu aufgrund der Zahnbeschaffenheit nicht zermahlen können. Grundsätzlich aber gilt, dass Heucobs nicht als Grundfutterersatz anzusehen sind, vor allem bei Pferden mit gesunden Zähnen, da durch den Trocknungsprozess gehen einige Vitamine und ungesättigte Fettsäuren und die Fresszeit deutlich kürzer ausfällt.

Trocken füttern oder einweichen?

Heucobs sollten immer eingeweicht verfüttert werden, auch wenn viele sagen, man könne sie auch trocken verfüttern. Dadurch, dass Heucobs oft schneller gefressen werden als normales Heu, nehmen Pferde in der Regel schnell viel davon auf. Wegen des hohen Quelleffekts von Heucobs blähen diese sich auf, was schnell zu einer Schlundverstopfung führen kann. Diese müssen in den meisten Fällen durch einen Tierarzt gelöst werden. Dementsprechend wird es empfohlen, die Heucobs immer eingeweicht zu verfüttern.

Wie füttere ich Heucobs?

Heucobs solltest Du immer eingeweicht füttern, da sie sehr stark aufquellen. Verwende hierzu 2-3 Liter warmes oder kaltes Wasser pro Kilogramm Heucobs. Lasse das Gemisch ca. eine Stunde aufquellen.

Wie viele Heucobs solltest Du füttern?

Das empfohlene Verhältnis von Heucobs zu Wasser ist wie folgt: 1 kg Heucobs mit 2-3 Liter Wasser aufgießen. Das Gemisch sollte dann je nach Temperatur ca. eine Stunde aufquellen. Wenn es etwas kälter ist, dauert dieser Prozess länger als bei warmen Temperaturen. Hierbei ist es unerheblich, ob warmes oder kaltes Wasser aufgegossen wird. Ist das Wasser wärmer, dauert das Aufquellen weniger lange. Damit eine Gärung im Sommer und ein Einfrieren im Winter vermieden wird, sollten die Heucobs immer frisch zubereitet werden.

Die grundsätzliche Regel lautet: 1 kg Heucobs entspricht 1 kg normales Heu. Pro 100 kg Körpergewicht Deines Pferdes kannst du also ca. 1,5 kg Heucobs füttern. Du kannst auch gerne Heu und Heucobs mischen. Ein Beispiel: Bei einer Fütterung von 10 kg Heu pro Tag können ruhigen Gewissens ca. 3 kg davon durch Heucobs ersetzt werden.

Zudem sollten die Cobs nicht alle auf einmal verfüttert werden, sondern in mehreren Rationen über den Tag verteilt.

Wie füttere ich Heucobs warm im Winter?

Heucobs werden eingeweicht verfüttert. Du kannst die Heucobs mit warmem Wasser aufgießen, damit sie nicht einfrieren. Das Gemisch muss dann ca. eine Stunde aufquellen. Je nach Vorliebe des Pferdes reichen hier manchmal auch 30 Minuten. Danach kannst Du es Deinem Pferd füttern.

Merkmale von guten Heucobs

Ein wichtiger Faktor für gute Qualität bei Heucobs ist die Herstellung. Wenn auf dem Futtersack steht, dass die Heucobs von naturbelassenen Wiesen stammen und der Schnittzeitpunkt sorgfältig gewählt wurde, sollten hochwertige Gräser und Kräuter enthalten sein. Außerdem sollten diese Cobs einen geringen Fruktangehalt aufweisen.

Zusatzstoffe haben in Heucobs nichts zu suchen. Deshalb achte auch darauf, dass die Heucobs frei von Zusätzen wie Zucker oder Melasse sind. Zudem sollten sie schonend getrocknet und staubfrei sein.

Welche Vorteile haben Heucobs?

Heucobs enthalten keinen Reizstaub, weshalb sie besonders gut für Pferde mit Atemwegserkrankungen geeignet sind. Außerdem sind aufgeweichte Heucobs für Pferde mit Zahnproblemen leichter zu kauen und zu verarbeiten. Sie haben einen hohen Rohfaseranteil, der für die Verdauung der Pferde notwendig ist.

Heucobs füttern: Die Vor- und Nachteile

Vorteile

Zwei Pferde nah beieinander

Heucobs werden mit dem Warmluftverfahren hergestellt. Deshalb kann sich kein Schimmel oder Reizstaub bilden. Aus diesem Grund sind Heucobs besonders gut für Pferde mit chronischen Husten– oder Asthmaerkrankungen geeignet. Zudem sind Heucobs besonders gut für Pferde mit Zahnproblemen geeignet. Die aufgeweichten Heucobs sind leichter zu kauen und aufzunehmen. Ältere Pferde leiden öfter an Zahnproblemen. Pferde mit Zahnproblemen können Heu nicht mehr zerkleinern und der Körper nimmt das Futter nicht mehr richtig auf, wodurch die Pferde abmagern.

Das Problem kann nicht mit Kraftfutter behoben werden. Kraftfutter enthält keine Rohfaser. Dieser ist essenziell für die Verdauung und eine stabile und gesunde Darmflora. Die Rohfaser wird im Dickdarm verarbeitet. Dadurch entstehen Fettsäuren, die dem Pferd als Energiequelle dienen. Heucobs haben einen hohen Rohfaseranteil. Eine heubetonte Fütterung entlastet dementsprechend den Stoffwechsel und trägt der Gesundheit der Pferde bei.

Nachteile

Der Nachteil von Heucobs ist, dass durch das Trocknungsverfahren teilweise Vitamine und ungesättigte Fettsäuren verloren gehen. Diese sind wichtig für die Pferde. Aus diesem Grund können Heucobs die Gabe von Heu nicht vollständig ersetzen.

Fazit: Worauf muss geachtet werden?

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass die Heucobs sowohl trocken als auch eingeweicht verfüttert werden können. Wobei, die Pellets ziemlich stark aufquellen und somit Schlundverstopfungen verursachen können. Dies gilt vor allem für jene Pferde die aufgrund von Zahnproblemen oder Atemwegsproblemen normales Heu nicht verarbeiten können. Trockene Pellets zu verfüttern wird nur für Pferde empfohlen, deren Kauaktivität nicht eingeschränkt ist. Zudem sollten die Cobs nicht alle auf einmal verfüttert werden, sondern in mehreren Rationen über den Tag verteilt.

Die Cobs müssen allerdings jederzeit stets trocken aufbewahrt werden, damit sich kein Schimmel oder Staub bilden kann. Zudem sollten die Cobs einen hohen Raufaseranteil haben und einen niedrigen Rohproteingehalt aufweisen. Diese sind abhängig von dem Zeitpunkt der Ernte.

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