Probereiten – Wer haftet?

Anzeige: Bist Du auf der Suche nach einem neuen Pferd, führt in der Regel kein Weg an einem Probereiten vorbei. Schließlich willst Du genau wissen, ob Du wirklich zum Vierbeiner passt und ob das Reiten harmonisch verläuft. Doch was ist, wenn beim Probereiten etwas passiert? Wer haftet im Falle eines Schadens?

Inhalt – Alles im Überblick

  1. Darum ist ein Probereiten so wichtig
  2. Haftung beim Probereiten eines Pferdes
  3. Versicherungsmöglichkeiten für ein Probereiten

Darum ist ein Probereiten so wichtig

Ein jeder Reiter testet vor einem Pferdekauf, ob die Chemie zwischen Pferd und Reiter auch wirklich stimmt. Wir von ehorses empfehlen ebenfalls, nur ein Pferd zu kaufen, das Du Dir vorher angeschaut und im Rahmen der Möglichkeiten und Nutzungszwecke getestet hast. Beobachte zunächst das Verhalten des Vierbeiners beim Fertigmachen auf der Stallgasse und achte darauf, ob das Pferd ordentlich behandelt wird. Am besten lässt Du das Pferd erst einmal von einer anderen Person in der gewünschten Disziplin vorreiten, damit Du Dir “von unten” einen ersten Eindruck verschaffst. Danach solltest Du auf das Pferd steigen und testen, ob es auch rittig ist und ihr gut zusammenpasst. Hast Du ein gutes Gefühl, empfehlen wir Dir das Pferd noch ein zweites Mal Probe zu reiten, nach Möglichkeit in einer fremden Umgebung.

Alle Infos zu diesem Thema findest Du in unserem Artikel Probereiten – Das ist wichtig.

Haftung beim Probereiten eines Pferdes

Reitest Du ein fremdes Pferd Probe, solltest Du Dir darüber bewusst sein, dass dabei auch etwas passieren kann. Beispielsweise kann das Pferd sich erschrecken und Du fällst herunter. Die Frage, die sich hierbei stellt, ist, wer in diesem Fall für mögliche Verletzungen und Schäden haftet. 

Generell gilt, dass der Tierhalter verschuldensunabhängig für Schäden, die andere durch sein Pferd erleiden, haftet. Dient das Pferd jedoch dem Erwerb des Pferdehalters, kann sich dieser dadurch entlasten. Der Geschädigte erhält nichts, wenn der Tierhalter beweisen kann, dass ihn kein Verschulden am Schadenseintritt trifft. 

Im Falle eines Probereitens muss der Tierhüter beweisen, dass es trotz der ordnungsgemäßen Aufsicht über das Pferd zu einem Schaden gekommen ist.  Denn nach Wortlaut des Gesetzes ist der Tierhüter alleine derjenige, der vertraglich die Aufsichtsführung über das Pferd übernommen hat. Mit der Aufsichtsführung ist in diesem Fall die Übertragen der selbstständigen allgemeinen Gewalt und Aufsicht über das Tier gemeint. Bei einem Proberitt jedoch liegt keine vertragliche Vereinbarung der Aufsichtsübertragung vor, denn die alleinige Überlassung des Pferdes reicht nicht aus, um die Tierhüterstellung zu begründen. Es gilt erst als rechtens, wenn der Tierhalter beim Probereiten anwesend ist, was meist der Fall ist, denn dann bleibt dieser der Aufsichtsführende und muss für Schäden, die beim Proberitt eintreten, vollumfänglich haften. Macht der Probereitende jedoch grobe Reiterfehler und provoziert damit den Schadenseintritt, wird er oftmals als mitschuldig angesehen.

Versicherungsmöglichkeiten für ein Probereiten

Wir empfehlen Tierhaltern eine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung für Pferde abzuschließen. Diese schützt vor finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, befriedigt die berechtigten Ansprüche eines Geschädigten und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Mit einer solchen Versicherung sind Tierhalter optimal abgesichert, auch wenn beispielsweise beim Probereiten mal etwas passiert. Auf diese Weise ist der Tierhüter auf einen „worst case“ vorbereitet, denn schließlich haftet er im Regelfall für Schäden, die sein Tier anderen zufügt – und das in unbegrenzter Höhe. 

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Ulrike Seim

Ulrike Seim

Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.

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