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Hispano-Araber

von Frederieke Wenning
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Hispano-Araber sind eine Kreuzung aus spanischen Pferden mit orientalischem Blut. Dazu gehören vor allem Araber, Vollblutaraber und Anglo-Araber. Ein Beispiel für einen Hispano-Araber wäre eine Kreuzung aus einem Andalusier mit einem Araber. Die Pferderasse Hispano Araber besticht besonders durch ihren edlen Look und ihren meist temperamentvollen Charakter. Doch wofür ist der Hispano Araber noch bekannt?

Wichtige Daten zum Hispano Araber im Überblick

  • Ursprung: Spanien
  • Hauptzuchtgebiet: Spanien
  • Verbreitung: vor allem auf den iberischen Inseln
  • Stockmaß: etwa 155-165 cm
  • Gewicht: ca. 600-800 kg
  • Erscheinungsbild: fein, aber stabil gebauter Körper mit meist üppigem Langhaar
  • Farben: Schimmel, selten auch Rappen und Braune
  • Haupteinsatzgebiet: Dressur

Herkunft/Ursprung der Pferderasse

Schon am Ende des 18. Jahrhunderts entstand die Idee, den PRE wendiger und in feinerer Form zu züchten. Man kreuzte so also den PRE mit arabischen Vollblütern und der heutige Hispano-Araber wurde zum Leben erweckt. Seit 1986 wird die Rasse in einem eigenen Stutbuch geführt, welches allerdings noch nicht geschlossen werden konnte. Der Anteil an Vollblutaraberblut wird in den Papieren der Pferde in Prozent mit dem Namen der Rasse angegeben, wobei der Anteil mindestens 25% beträgt. Verbreitet ist die Rasse bis heute überwiegend in Spanien und auf den iberischen Inseln

Woher kommt der Hispano-Araber?

Der Hispano-Araber kommt ursprünglich aus Spanien und wird hier auch hauptsächlich gezüchtet. In anderen Gegenden ist er nur wenig verbreitet.

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Exterieur der Hispano Araber

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass der Hispano-Araber einen meist edlen Körperbau besitzt, jedoch lassen sich Unterschiede feststellen, je nachdem, welche Rasse bei der Züchtung dominierte und somit die meisten Merkmale des Körperbaus weitergegeben hat. So kann es also vorkommen, dass ein Hispano-Araber mit viel Araberblut einen sehr arabertypischen und feinen Kopf besitzt, wohingegen ein anderer mit P.R.E.-dominierenden Genen einen größeren und eher schweren Kopf besitzt. Der Hals ist meist proportional zum Kopf gebaut und zaubert einen weichen Übergang zum Rücken, welcher oftmals leicht geschwungen ist und in eine runde Kruppe übergeht. Die Beine sind stabil, jedoch nicht zu schwer gebaut. Durch das üppig vorhandene Langhaar wirkt die Rasse sehr elegant und edel.

Hispano Araber auf einer Wiese

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass der Hispano-Araber einen meist edlen Körperbau besitzt

Mit einer Größe von etwa 160 cm eignet sich der Hispano-Araber gut als Reitpferd für große, als auch kleine ReiterInnen.

Der Hispano-Araber im Video

Interieur

Neben dem typischen temperamentvollen Charakter des Arabers und der hohen Leistungsbereitschaft zeichnet sich der Hispano-Araber vor allem auch durch seine gutmütige und fokussierte Art aus, die ihn zum perfekten Reitpferd macht. Bei der Zucht wurden und werden diese Charaktereigenschaften bewusst gekreuzt, um einen ehrgeizigen und doch gelassenen Partner für den Reitsport zu kreieren.

Wie ist der Charakter des Hispano-Araber?

Der Hispano-Araber ist meist motiviert und leistungsbereit, jedoch auch dem Menschen zugewandt, was ihn zum perfekten Sport- und Freizeitpartner macht. Es kommt natürlich auch innerhalb der Rasse zu Abweichungen, da jedes Pferd anders ist.

Wo wird der Hispano Araber hauptsächlich eingesetzt?

Durch die arbeitswillige Haltung der Rasse lässt diese sich grundsätzlich in jeder Disziplin einsetzen. Doch ganz besonders oft wird der Hispano-Araber in der Dressur eingesetzt, da er durch das P.R.E.-Blut oftmals leichtfüßige Gänge mitbringt, die leicht und weich zu sitzen sind. Und auch der elegante Körperbau und die meist lange Mähne machen die Rasse zu einem Hingucker in der Dressur. Des Weiteren werden die Pferde jedoch auch im Springen gerne gesehen und zeichnen sich hier besonders durch ihre Wendigkeit aus. Generell lässt sich sagen, dass jeder Hispano-Araber andere Qualitäten mitbringt und so jedes Pferd speziell ist. Vor alle eine gute Bindung zwischen Pferd und ReiterIn sorgt so für ein gutes Zusammenspiel im Reitsport

Wo wird der Hispano-Araber eingesetzt?

Generell ist die Rasse in vielen Disziplinen vertreten, jedoch ist sie besonders in der Dressur oft gesehen und beliebt, da die Pferde oft leicht zu sitzende und elegante Gänge besitzen.

Besonderheiten und Einschränkungen der Rasse

Wie bei vielen Rassen gibt es auch beim Hispano-Araber einige Krankheiten, für welche die Pferde besonders anfällig sind oder welche oftmals weitervererbt werden. Hierzu zählen vor allem folgende Erbkrankheiten:

  • Cerebelläre Abiotrophie (CA): Bei diesem Gendefekt beginnen Neuronen im Kleinhirn abzusterben, wodurch es zu beispielsweise Headshaking, Ataxie und Gleichgewichtsstörungen kommt. Die Krankheit zeigt sich teilweise bereits im Fohlenalter und führt oft zu einer sehr eingeschränkten Lebensqualität.
  • Degenerative Suspensory Ligament Desmitis (DSLD): Dies ist eine systemische Erkrankung des Bindegewebes, die zu chronischer Lahmheit, überstreckten Hinterbeinen und durchtrittigen Fesseln führt. Meist müssen die Pferde aufgrund von Schmerzen schlussendlich eingeschläfert werden.
  • Lavender Foal Syndrome (LFS): Der Begriff der Krankheit leitet sich daraus ab, dass das verantwortliche Gen für die Krankheit in Verbindung mit einem anderen Gen vorliegt, welches für den Farbverdünnungsfaktor „Lavendel“ verantwortlich ist. Die betroffenen Fohlen zeigen meist die charakteristische Lavendelfärbung auf und leiden unter Krampfanfällen, die es dem Tier unmöglich machen, bei der Mutter zu trinken. Die meisten Fohlen sterben direkt oder werden eingeschläfert.
  • Schwere kombinierte Immundefizienz (SCID): Durch das Fehlen von B- und T-Zellen verfügen die Pferde über ein nicht komplett ausgebildetes Immunsystem, wodurch oftmals auch der Organismus nicht vollständig entwickelt ist. Die Krankheit führt meist durch immer wieder auftretende Infektionen zum Tod.

Wissenswertes zu Hispano Arabern

Da die Rasse vor allem in Spanien verbreitet ist, ist die Zahl der Pferde, die in Deutschland und anderen Ländern bekannt ist, sehr gering.

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