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Schweike

von Frederieke Wenning
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Der Schweike gilt als naher Verwandter des Tarpans, einer ausgestorbenen und aus Osteuropa stammenden Pferderasse. Die alte Pferderasse begründet unter anderem die Zucht für den modernen Trakehner. Der Name „Schweike“ bedeutet so viel wie „robust und widerstandsfähig“, was sich im Exterieur, wie auch im Charakter des Pferdes widerspiegelt. Schon auf den Kreuzzügen wurde der Schweike als Lasten- und Kriegspferd geschätzt.

Wichtige Daten zum Schweike im Überblick

  • Ursprung: Osteuropa
  • Hauptzuchtgebiet: heute kaum noch verbreitet
  • Verbreitung: Osteuropa
  • Stockmaß: ca. 135 bis 150cm
  • Gewicht: ca. 400kg
  • Erscheinungsbild: robust, widerstandsfähig
  • Farbe: grau mit Alstrich, dunkle Beine
  • Haupteinsatzgebiet: Arbeitspferd, Lastenpferd, Zuchtbegründung

Geschichte des Schweiken bis hin zum Trakehner

Der Schweike ist heute als solches nicht mehr verbreitet, er begründete jedoch die Zucht vieler Klepperrassen. Die Schweiken waren Kleinpferde, die durch ihr harmonisches und fleißig Gemüt gerne als Arbeits- und Lastenpferde verwendet wurden. Die alte Rasse ist mit dem heute ausgestorbenen Tarpan verwandt, sowie mit Huzulen und den Koniks. Im Mittelalter wurden Pferde dieser Rasse als Kriegspferde auf Kreuzzügen verwendet und transportierten Lasten über große Strecken. Im 14. Jahrhundert wurden Schweiken gezielt gezüchtet.

Heute werden die osteuropäischen Pferde nicht mehr gezüchtet, sie gelten jedoch als Ursprung diverser heute bekannter Rassen. Durch die Veredlung mit Arabern, Berbern und Achal-Tekkinern entwickelten sich aus dem Schweiken Sportpferdelinien, darunter auch der heute allseits bekannte Trakehner. Als domestizierte Nachkommen des Schweiken gelten außerdem die litauischen Klepper.

Wofür waren Schweiken geeignet?

Schweiken wurden als Kriegspferde und Arbeitstiere verwendet. Später legten sie auch den Grundstein für die Zucht verschiedenster Rassen.

Beschreibung des Exterieurs

Das Exterieur des Schweiken ist geprägt von seinen Vorfahren und nahen Verwandten, den Tarpanen. Typisch für den Schweiken ist graues Fell mit dem charakteristischen Aalstrich medial vom Widerrist bis zur Schweifwurzel verlaufend. Auch typisch ist das Schulterkreuz, sowie die dunklen Beinen. Das Aussehen des Schweiken errinnert an das des „Ursprungspferdes“. Die osteuropäische Pferderasse wurde meist zwischen 140 und 150 cm hoch. Typisch war ein kräftiger, jedoch dynamischer Körperbau.

Wie groß waren Schweiken?

Schweiken erreichten ein Stockmaß zwischen 135 und 150 cm.

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Interieur vom Schweike

Das Gemüt des Schweiken war geprägt von Robustheit und Widerstandsfähigkeit, wie es auch sein Name verrät. Über den Schweiken ist heute sehr wenig bekannt, da die Rasse heutzutage kaum vertreten ist. Da der Schweike vor allem als Arbeits- und Kriegspferd verwendet wurde, dürfte er ein ruhiges und verlässliches Pferd gewesen sein. Kriegspferde mussten in jedem Fall sportliche und belastbare Verlasspferde sein, die nicht nur unwegsames Gelände meisterten, sondern auch lange Distanzen überwinden konnten. Außerdem mussten sie oft schwere Lasten tragen und einen kühlen Kopf bewahren.

Wie alt wurden Schweiken?

Schweiken dürften ca. 15-20 Jahre alt geworden sein.

Besondere Merkmale

Als besonderes Merkmal der Rasse gilt in jedem Fall, dass der Schweike Mitbegründer vieler heute bekannter Pferderassen war. Leider ist der Schweike heutzutage kaum noch vertreten und wird als solches auch nicht mehr gezüchtet. Nur einzelne Schläge und Exemplare dürften noch vorhanden sein.

Wie schwer waren Schweiken?

Ein Schweike wog ca. 400-500 kg.

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