Startseite » Europameisterinnen 2021: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera BB

Europameisterinnen 2021: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera BB

von Regina Schweizek
0 Kommentar

Erneut Doppelgold für Jessica von Bredow-Werndl und ihre Dalera. Souverän siegten sie auch im Grand Prix Special und setzten sich mit über 2,5 Prozent vom restlichen Starterfeld ab.

Trotz eines Fehlers in den Einerwechseln schaffte sie es die Einzel-Goldmedaille zu gewinnen. Dass die ,,Golden Girls“ von Tokio gut drauf sind, haben sie bereits in der Mannschaftsentscheidung bewiesen. Nun gelang es ihnen, wenn auch mit kleinen Fehlern, erneut die Richter:innen von ihrem Können zu überzeugen. Am Ende hieß es 84.271 Prozent und damit Europameisterin 2021!

Schon beim Einreiten und Halten wurde klar, Jessica und Dalera haben ein ganz klares Ziel vor Augen. Auch die Traversalen gelangen sicher und gleichmäßig. Generell war der Ritt der Bayerin von Geschmeidigkeit und Leichtigkeit gekennzeichnet. Der erste kleine Fehler dann vor der ersten Piaffe: leichter Taktverlust im Schritt. Die Piaffe selbst war dann wieder in einer eigenen Klasse geritten und wurde mit 9,1 bewertet. Durch die Geschmeidigkeit des Paares waren auch die Übergange hervorragend und wurden mit bis zu 9,4 Punkten bewertet.

Dann die Galopptour. Die Zweierwechsel gelangen sicher. Dann der Fehler in den Einerwechseln. Ein teures Unterfangen, welches von Bredow-Werndl jedoch mit sehr guten Pirouetten und einer quasi perfekten Schlusslinie wieder etwas ausgleichen konnte. Denn insgesamt 15 mal zückte das Richtergremium die Höchstnote zehn für die letzten Passagen, Piaffen, das Halten und Grüßen. Eine wahnsinns Vorstellung!

Die Reiterin selbst sagte nach ihrem Ritt: „Ich glaube, dass das Publikum Dalera noch einen weiteren Kick verschafft hat. Sie kam hier rein mit gespitzten Ohren und hat sich erstmal umgeguckt. Ehrlich gesagt, ich auch. Es ist doch anders, ungewohnt, aber verdammt schön, endlich wieder mit Publikum zu reiten. Man fühlt sich auch irgendwie noch mehr getragen von der Atmosphäre. Also tausend Dank an das super Publikum.“

Silber für Isabell Werth

Mit dem gestrigen Ritt zeigte Isabell Werth erneut, dass sie ein Profi auf ganzer Linie ist. Obwohl ihr Herzenspferd Bella Rose gerade erst notoperiert werden musste, lieferte sie einfach ab. Souverän und sicher, sodass man ihr die Betrübtheit über Bella Rose‘ Zustand gar nicht anmerken konnte. Highlights ihrer Vorstellung waren definitiv wieder die Piaffe-Passage Einheiten, gerade auf der Schlusslinie. Diese zelebrierte das Paar in altbekannter Werth-Marnier und dafür gab es dann auch ordentlich Punkte. Nicht ganz so gut hingegen war der versammelte Schritt. Hier kam etwas Spannung auf.

Insgesamt hieß es am Ende 81,702 Prozent und damit führte Isabell Werth bis ihre Teamkollegin Jessica von Bredow-Werndl kam. Werth selbst fasste ihre Prüfung wie folgt zusammen: ,,Ich muss sagen, es war heute nicht der einfachste Tag, motiviert aufs Viereck zu gehen und wirklich alles zu geben. Aber wenn man losreitet, dann fängt man an, alles um einen herum zu vergessen. Das war heute wirklich ein top Ritt, ohne Fehler. Wir haben viel riskiert und Weihe hat super mitgekämpft.“

Bronze für Catherine Dufour

Auch die Dänin trat mit ihrem Olympiapferd Bohemian an und verbesserte sich noch einmal im Vergleich zur Mannschaftsentscheidung (79,721 Prozent). Die Lektionen an sich waren sauber geritten. Hervorzuheben sind hier die Piaffen und die Pirouetten. Leider ging der Westfale vermehrt hinter der Senkrechten und verkroch sich ein wenig. Das kostete im Gesamtergebnis nochmal einige Punkte.  Trotzdem reichte es am Ende mit ganzen 81,079 Prozent für die Bronzemedaille.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von DUFOUR DRESSAGE (@cathrinedufour)

Die Plätze vier bis sechs nahmen dann die drei Briten Charlotte Durjadin, Charlotte Fry und Carl Hester ein. Gefolgt von den Schwedinnen Juliette Ramel und Therese Nilshagen. Die beiden Deutschen Helen Langehanenberg (75.228 Prozent) und Dorothee Schneider (74.802 Prozent) setzten sich auf die Plätze elf und vierzehn.

Quelle: FN

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.