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Millionen-Sportpferd stirbt an Husten-Behandlung: Rechtsstreit mit Tierarzt geht weiter

von Lea Hahnemann
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Im Jahr 2010 verstarb ein Sportpferd nach einer tierärztlichen Behandlung. Es folgte ein Rechtsstreit, der nun erneut aufgerollt wird.

Hoffnungsträger litt an Husten

Eine österreichische Halterin kaufte 2009 die Stute Donna Asana für 1,75 Millionen Euro. Man plante zu dem Zeitpunkt mit dem Pferd an den Olympischen Spielen 2012 in London teilzunehmen, doch soweit sollte es nicht kommen. Das Pferd erlitt 2010 eine leichte Erkältung. Es wurde ein Veterinärmediziner hinzugezogen, welcher bei der Stute eine homöopathische Eigenblutbehandlung durchführte. Kurze Zeit später lag Donna Asana am Boden und krampfte. Sie verstarb an einem anaphylaktischen Schock.

Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht

Nach diesem äußerst tragischen Vorfall folgte ein jahrelanger Rechtsstreit. Da der besagte Tierarzt nicht genug über die Behandlung aufgeklärt habe, wurde er schlussendlich zu einer Zahlung von 250.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Dies sei laut Gutachter der Wert des Pferdes zum Todeszeitpunkt gewesen. Der Beklagte legte laut Bundesgerichtshof erfolgreich Revision ein, da das Oberlandesgericht München wesentliche Faktoren bei der Entscheidung nicht berücksichtigt habe. Im November diesen Jahres verkündete der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung (Az. VI ZR 87/20), dass bisher noch nicht ausgeschlossen werden konnte, ob das Pferd besonders anfällig für einen anaphylaktischen Schock gewesen sei. Dies würde den Wert des Pferdes mindern.

Quelle: tag24, BGH

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