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5 Dinge, die Du bei gebisslosem Reiten beachten solltest

von Alexandra Cafuta
1 Kommentar
  1. Das Reiten ohne Gebiss oder gar ganz ohne Zäumung hat seinen Reiz. Mein Interesse wurde von einem Norweger geweckt, auf dem ich mit Longiergurt und Halsring zwei mal durch die ganze Bahn geritten bin. Mein Ziel war dann klar; das will ich auch mal mit meinem eigenen Pferd machen!

Hier seht ihr die unglaubliche Aussicht, die ich vor kurzem zum ersten Mal genießen konnte!

Darüber hinaus bietet es viele Vor- und Nachteile.
Doch so leid es mir tut: bevor Du mit Deinem Pferd wild und frei durch den Wald galoppieren kannst, solltest Du Dich, vor allem aber Dein Pferd vorbereiten und Dich mal etwas mit diesem Thema auseinander setzen. Ich spreche hier nämlich aus Erfahrung, denn ich musste erstmal im wörtlichen Sinne auf die Nase falle, um anschließend etwas langsamer zu machen. Das möchte ich Dir ersparen!

 

 

 

 

 

 

(Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/Knotenhalfter.jpg)

1. Die passende Zäumung finden

Sidepull, Bosal, Hackamore, Kappzaum, Stallhalfter, Halsring, LG-Zaum…
Es gibt unzählige Möglichkeiten dein Pferd auch ohne ein Gebiss zu reiten. Welche Zäumung für euch die richtige ist, musst Du selbst herausfinden. Du kennst Dein Pferd und weißt vermutlich besser als jeder andere wie sensibel ihr schon miteinander kommunizieren könnt. Ich habe mit Saga schon verschiedenste Techniken und Zäume ausprobiert. Manchmal klappt das eine gut, manchmal schaltet sie bei der gleichen Methode auf stur. Aber ich muss ihr zugestehen, dass es mit den Jahren schon viel besser geworden ist. Anfangs war das Reiten ohne Gebiss nämlich eine Wunschvorstellung in unerreichbarer Ferne. Also mein Tipp an euch: Gebt eurem Pferd Zeit, je mehr Zeit desto mehr Fortschritt (finde ich zumindest immer). Noch vor fünf Jahren ist sie mit einem Stallhalfter durchgegangen. Jetzt trägt sie mich damit immer brav zum Stall, auch wenn die anderen Pferde auf der Koppel bleiben. Testet einfach immer mal wieder was möglich ist.

Ich glaube, das war eines der ersten Male, dass ich ohne Sattel auf Sagas Rücken zu sitzen.

2. Am Boden anfangen

Wenn das richtige Zaumzeug gekauft und angepasst ist, musst Du Dich trotzdem noch gedulden. Dein vierbeiniger Freund hat vorher vielleicht noch nie so etwas gesehen. Gewöhne ihn langsam daran, dann kann er dich später besser verstehen, wenn Du reitest. Alles andere wäre auch irgendwie unfair Deinem Pferd gegenüber, es wäre überfordert und hätte weniger Spaß daran. Und es sollte doch für alle Beteiligten schön sein!
Du kannst Dein Pferd zum Beispiel durch „Druckpunktverstärkung“ erklären, wie es auf die Trense reagieren soll. Auch die „laterale Flexion“, also die seitliche Biegung des Halses, kannst du in voraus trainieren. Später dient Dir diese Übung als „Notbremse“; wenn Dein Pferd durchgehen will, biegst du den Hals halbmondförmig zu Dir und bekommst so Deine Kontrolle zurück. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die laterale Flexion zwar mit Saga übe, sie in entsprechenden Situation bisher noch nicht einsetzen konnte. Ich habe nämlich Sorge, durch die starke Biegung und Bremsung aus vollem Tempo selbst lateral vom Pferd zu fallen.

3. Ein Zaun kann nicht schaden

Du solltest Experimente mit besonderen Trensen besser nur auf eingezäunten Plätzen machen. Auch davon kann ich Dir nämlich ein Lied singen. Gehe erst ins Gelände, wenn Du wirklich sicher bist. Du solltest auch auf Gefahren von Außen eingestellt sein, denn im Wald kommt Dir eher ein Fahrradfahrer entgegen als in der Reithalle. Wenn Du ein sensibles Pferd reiten möchtest, dann mache vielleicht vorher noch ein bisschen Desensibilisierung oder „Anti-Schreck-Training“.

Lange Galoppstrecken im ruhigen Tempo stärken die Muskulatur der Vor- und Hinterhand.

4. Galoppstrecken meiden

Wenn Du einen entspannten Ausritt „ohne Alles“ planst, dann mach einen weiten Bogen um die Lieblingsgaloppwege Deines Vierbeiners. Glaub mir, es ist eine echt harte Strafe genau diesen Weg in einer langsameren Gangart gehen zu wollen. Saga kann sich bei solchen Gelegenheiten so gut wie nie zusammenreißen…

5. Versicherung überprüfen

Auch wenn Dein Pferd super lieb ist, Dich noch nie runtergeworfen hat oder Du olympiareif Reiten kannst; es kann immer etwas passieren, weil Pferde Flucht- und Herdentiere bleiben. Also lies Dir Deinen Versicherungsvertrag, oder gegebenenfalls den des entsprechenden Tieres nochmal gründlich durch. Viele Versicherungen zahlen nämlich nur bei Schäden, wenn das Pferd Sattel und Zaumzeug mit Gebiss trägt.

Seid ihr schon einmal gebisslos geritten? Oder macht ihr das vielleicht sogar regelmäßig?
Schreibt mir in den Kommentaren von eueren Erlebnissen und teilt euere Tipps mit uns!

Ansonsten viel Spaß beim Reiten!

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1 Kommentar

Eisele 20. Mai 2018 - 19:45

Ich kenne mein pony schon lange (10jahre) habe ihn ausgebildet und viel mit ihm durch
Auf dem Platz gehe ich 1mal wöchentlich ohne sattel und nur mit Halfter um feine Hilfen abzustimmen und. Mein Gleichgewicht zu überprüfen
Ansonsten gehen wir immer Gebisslos raus mit einem sehr weichen sidepull. Wir vertrauen uns solang ich ne Schabracke drauf habe ist alles gut. Wenn ich ganz blank geh hat er nur Unsinn im. Kopf?
Trotz das er schöne l Dressur läuft u gut springen kann reicht es ihm am Hals anzutippen und ihm damit zu sagen in welche Richtung ich möchte.
Ich. Finde es wichtig mit weicher Hand zu reiten egal ob mit oder ohne Gebiss

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