Startseite » Corona-Pandemie: Arbeitspferde in Gefahr

Corona-Pandemie: Arbeitspferde in Gefahr

von Maren Kleymann
0 Kommentar

In vielen Ländern sind Pferde, Maultiere und Esel stark verbreitete Nutztiere. Eine aktuelle Studie der World Horse Welfare zeigt nun die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wohlergehen der Nutztiere.

Arbeitspferde und -esel im Einsatz

Viele Länder, wie beispielsweise Pakistan oder Äthiopien, arbeiten nach wie vor mit den Pferden und Eseln zusammen. Die Tiere sind ihr bestes Hab und Gut, auf das sie nicht verzichten wollen. Eingesetzt werden sie in den verschiedensten Arbeitsumfeldern. Sei es auf dem Feld oder um Güter für die Menschen zu transportieren. Weltweit ist das Einkommen von ungefähr 600 Millionen Menschen, direkt oder indirekt, von ihnen abhängig. Insbesondere die Länder, in denen die wirtschaftliche Lage deutlich schwieriger ist und die Arbeitstiere eingesetzt werden, sind von der Corona-Pandemie stark betroffen. Ende letzten Jahres wurden mehr als 1.500 Personen zum Zustand ihrer Arbeitstiere befragt.

Corona-Pandemie Auswirkungen

Das Ergebnis dieser Umfrage ist leider wenig überraschend. Die Menschen leiden stark unter den wirtschaftlichen Auswirkungen. Es ist weniger Arbeit da und somit werden die Tiere weniger benötigt. Trotz der geringeren Arbeitslast bleiben die Kosten für die Verpflegung bestehen. Das sinkende Einkommen führt dazu, dass die Menschen ihre Tiere nicht mehr mit Futter versorgen können. In manchen Regionen machen die Arbeitstiere wohlverdienten Urlaub, da dort ausreichend Futter für sie wächst. In Regionen mit starken Dürrezeiten, wo kein Futter für sie wächst, fehlt die Ernährung der Tiere. Die Besitzer können sich kaum selbst ernähren, weswegen die Tiere nicht mehr mit versorgt werden können. In diesen Regionen leiden die Tiere dementsprechend sehr stark an den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Krise weltweit

Die Krise betrifft diese Länder besonders. Aber auch in deutlich reicheren Ländern fehlt es oft an wirtschaftlichen Mitteln, um die geliebten Tiere halten zu können. Nicht ohne Grund wurde die Aktion #KEINSchulpferdWeniger von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ins Leben gerufen. Die World Horse Welfare plädiert aus diesem Grund darauf, einen ganzheitlichen Ansatz zu entwickeln, der das Wohlergehen von Menschen und Tieren gleichermaßen behandelt und fokussiert. Somit könnte die Krise als Chance eingesetzt werden, um solche Situationen in Zukunft besser überwinden zu können.

Quelle: Pferderevue

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.