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EM in Riesenbeck: Hoffnungen auf Medaille steigen

von Marie Arensmann
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Für die Europameisterschaft 2021 im Springreiten in Riesenbeck hatte sich Bundestrainer Otto Becker viel vorgenommen. Dieses Jahr soll die deutsche Mannschaft eine Medaille holen und momentan stehen die Aussichten, nach dem Spitzenritt des 33-jährigen David Will, sehr gut. 

Die erste EM-Wertung, das Zeitspringen, sorgte am Mittwoch für viel Hoffnung im deutschen Team. Mit nur 4,77 Strafpunkten liegen die Deutschen auf dem zweiten Platz, knapp hinter den Schweden (3,59). Platz drei belegt die Schweiz (5,47) und auf Platz vier folgen die Niederlande (8,97).

Perfekter Championats-Einstand von David Will

Der Championatsdebütant David Will startete mit dem 13-jährigen Holsteiner C Vier als vorletzter Reiter und wurde mit einer erstklassigen Runde ohne Abwurf und im Einzel mit null Strafpunkten Erster, dicht gefolgt von dem Schweden Peder Fredricson mit Catch Me Not (0,46). Über seinen Erfolg sagt er: „Der Kurs war sehr gut planbar, ich konnte mir viele andere Reiter angucken und habe dann meinen Plan exakt durchgeführt.

Bundestrainer Otto Becker begründet seine Entscheidung, Will als letzten Starter des deutschen Teams einzusetzen, damit, dass das Pferd C-Vier Ruhe haben muss. Außerdem helfe es Will, wenn er später startet, da er sich so angucken kann, wie die Reiter:innen vor ihm den Parcours reiten

Deutsches Team macht souveränen Auftritt

Christian Kukuk ist nach seinem Ritt mit dem 9-jährigen Schimmelhengst Mumbai auf Platz 10 (1,93) und somit zweitbester Deutscher. Kukuk ist mit seiner fehlerfreien Runde im Zeitspringen sehr zufrieden: „Es hätte tatsächlich nicht besser laufen können.[…] Mumbai war genau passend motiviert, er hat auf meine Hilfen gewartet, hat mich reiten lassen und mir die Entscheidungen überlassen.“ 

Der dritte Deutsche Reiter im Team ist André Thieme. Er belegt nach einem Abwurf den 17. Platz (2,84). Trotz des Fehlers ist Thieme dennoch positiv gestimmt: „Die Strategie war, schnell zu reiten, und das ist mir gelungen. Dann ist auch der Fehler nicht so wahnsinnig gravierend. Damit werde ich noch nicht zu weit durchgereicht. Das ist also noch ein brauchbares Ergebnis“.

Marcus Ehning lieferte das Streichergebnis. Zwei Abwürfe gingen nach seinem Ritt auf das Konto von ihm und dem 8-jährigen Oldenburger Hengst Stargold (4,33). Ehning ist ein Nachrücker für Maurice Tebbel, dessen Hengst Don Diarado aufgrund eines Hufgeschwürs nicht starten kann. Laut Ehning habe er Tebbel „nicht würdig vertreten”.

Hohe Chancen auf Medaille

Am Freitag wird der Mannschafts- und am Sonntag der Einzeltitel entschieden. Insgesamt vier Parcours stehen einer Medaille noch im Wege. Ein einziger Abwurf könnte David Will den Europameister Titel kosten, die ersten 24 Reiter trennt schließlich weniger als ein Springfehler.

Quelle: Südwest Presse

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