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Klimawandel: So leiden Pferde unter der zunehmenden Hitze

von Marie Arensmann
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Auch diesen Sommer werden die Folgen des Klimawandels wieder deutlich. Ob immer häufiger werdende Brände, Überflutungen oder Dürre – weltweit leiden Menschen und Tiere unter den verheerenden Naturkatastrophen. 

Besonders in der Landwirtschaft sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Starkregen aber auch langanhaltende Dürrezeiten schmälern die Erträge der Landwirte und sorgen dafür, dass die Heupreise langfristig steigen. Besonders betroffen ist dieses Jahr vor allem der Norden Deutschlands, insbesondere Niedersachsen und Brandenburg. Experten raten, langfristige Lieferverträge abzuschließen, um schlagartig ansteigende Preise zu verhindern.

Auch Stallbetreiber und Pferdebesitzer müssen zukünftig ihre Weiden Bepflanzung an das Klima anpassen. Tiefwurzelnde Gräser, deren Stängel nur wenig Fruktan enthalten, eignen sich besonders für Pferdeweiden, da sie als besonders trockenheitsresistent gelten. Vorreiter für flexibles Grünflächen-Management ist die Forstwirtschaft, in der bereits seit längerer Zeit auf trockenheitsresistente Bäume und Sträucher gesetzt wird, um Dürreperioden zu überstehen.

Pferde sind empfindlich für Hitze

Nicht nur Menschen und die Natur, sondern auch Pferde leiden unter dem Klimawandel. Durch die zunehmende Hitze kann es im Pferd zu einem Hitzestau kommen, wenn eine zu hohe Luftfeuchtigkeit das Kühlen der Pferdemuskeln über den Schweiß verhindert. Beträgt die Luftfeuchtigkeit beispielsweise 75%, können die Tiere ihren Körper lediglich bis zu einer Außentemperatur von 20 Grad vor einer Überhitzung schützen. Das sagt eine Forschung der Universität von Guelph in Kanada. 

Pferde sind nämlich hitzeempfindlicher als der Mensch, da sie einen anderen thermoneutralen Bereich haben. Das bedeutet, dass sie sich bei etwa 13 Grad Celsius am wohlsten fühlen, während für den Menschen eine Temperatur von etwa 20 Grad Celsius ideal ist. Somit steigt die Körpertemperatur bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit etwa drei- bis zehnmal schneller auf ein gefährliches Level, als bei dem Menschen.

Hitze löst Dauerstress für Pferde aus

Als Dauerstress bezeichnet man, wenn die Atemfrequenz des Pferdes über der Herzfrequenz liegt. Dies geschieht, wenn das Tier bei Hitze versucht, Wärme über die Atmung abzugeben. Weitere gesundheitliche Schäden bei Überhitzung können außerdem Koliken, Muskelbeschädigungen oder langfristige Erschöpfungszustände sein. 

Gegen Überhitzung helfen schattige Weiden und eine ausreichende Versorgung mit Wasser. Des weiteren sollten nur gesunde Pferde, mit stabilem Kreislauf an heißen Tagen geritten werden. Dies jedoch wenn möglich verkürzt und zu kühleren Tageszeiten. 

Quelle: University of Guelph

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