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Moderner Fünfkampf ohne Reiten: Athlet*innen sorgen für heftigen Widerstand

von Lea Hahnemann
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Bereits im November entschied der Fünfkampf-Weltverband (UIPM) das Reiten als Disziplin künftig zu streichen. Diese Entscheidung trifft aber nicht nur auf Zuspruch, sondern auch auf Missverständnis. Nun gehen mehrere nationale Verbände gegen diesen Beschluss an. 

Das Reiten als Teildisziplin gestrichen

Die Szenen, die sich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio abgespielt haben, sorgten für einen Denkumschwung im Reitsport. Auf die Kritik seitens zahlreicher Reiter*innen und Pferdemenschen antwortete der Fünfkampf-Weltverband mit einer klaren Antwort: Das Reiten wird nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris kein Bestandteil des Modernen Fünfkampfes mehr sein. Diese Teildisziplin wird in Zukunft durch eine andere Sportart ersetzt. Doch wo viele Menschen Erleichterung verspürten, fühlten sich Fünfkämpfer und ehemalige Athlet*innen vor den Kopf gestoßen. Es folgte ein offener Brief an den Verband.

War die Entscheidung illegal?

Nicht nur der Beschluss, dass das Reiten gestrichen wird, sondern auch die Art und Weise, wie diese Entscheidung von dem Weltverband getroffen worden ist, verärgert die Fünfkämpfer*innen. Man habe sich zu keiner Zeit mit den nationalen Verbänden oder den Sportler*innen beschäftigt. Zudem lassen einige Punkte vermuten, dass diese Entscheidung erst gar nicht rechtskräftig ist. So sei man der Meinung, dass alleine der Vorstand nicht dazu berechtigt sei, solch eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Laut dem Weltverband sei dieser Beschluss aber keineswegs verfassungswidrig, denn die sogenannte Force Majeure-Klausel würde die Vorgehensweise bekräftigen.

Das sahen die verärgerten Athlet*innen und Verbände jedoch anders, weshalb der dänische Fünfkampf-Verband nun Berufung beim Schiedsgericht für Sport (CAS) eingelegt hat.

Das Handeln folgte viel zu spät

Moderne Fempkamp Danmark ist der Meinung,  dass der Fünfkampf-Weltverband viel zu spät eingegriffen hat. Seit Jahren würde man es bemängeln, dass die Fünfkämpfer*innen nicht gut genug reiten können. Nachdem die Situation bei den diesjährigen Olympischen Spielen derart eskaliert ist, sei der Weltverband dafür zuständig, die Dinge in Ordnung zu bringen. Es bedürfe Regelungen, die es nicht erlauben, dass sich solch ein Spektakel wiederholt. Benny Elmann Larsen ist Verbandspräsident in Dänemark und hofft, dass die Berufung beim CAS die Entscheidung des Weltverbandes rückgängig machen kann. Er ist optimistisch.

Olympia-Sieger hofft auf die Rückkehr des Reitens

Der britische Pentathlet Joe Choong holte noch in diesem Jahr das Gold in dieser Disziplin. Auch er ist der Meinung, dass die Regelungen und Bedingungen des Modernen Fünfkamps überarbeitet werden müssen, zum Wohl der Pferde. Dem Briten ist es bewusst, dass vieles nicht richtig laufen würde. Die Missstände seien dem Weltverband seit mehreren Jahren bekannt, nur kam keine Reaktion seitens des UIPM. Nach jahrelangem Wegschauen wäre das Streichen des Reiten die viel zu späte Antwort. Choong betont, was der Fünfkampf für eine großartige Sportart sei und dass alle Pentathlet*innen die Pferde lieben und wertschätzen würden. Laut ihm sei die Aufgabe, Veränderungen im Modernen Fünfkampf umzusetzen, nicht unmöglich.

Quelle: insidethegames.biz, femkamp.dk

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