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Teuerster Deckhengst Deutschlands ist tot: “Adlerflug” stirbt unmittelbar nach Deckakt

von Marlen Fischer
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Ein trauriger Vorfall ereignete sich am Osterwochenende. Der Vollblüter „Adlerflug“ starb nur eine Stunde nach einem Deckakt.

Wie der Besitzer Lars-Wilhelm Baumgarten mitteilte, ist der Hengst am 05.04.2021 um 17:50 Uhr gestorben. Der 17-jährige In-the-Wings-Sohn lebte bis dahin auf dem Gestüt Schlenderhan. Nachdem er von seinem Pfleger von der Koppel, auf der er mit der zu deckenden Stute stand, geholt wurde, fiel auf, dass er sich ungewöhnlich unruhig verhält. Der Hengst lag kurz darauf regungslos in seiner Box, und obwohl der Tierarzt sofort zu Hilfe kam, war es für den beliebten Hengst schon zu spät. Der Tierarzt konnte nur noch den Tod des Tieres feststellen. Nach der Todesursache wurde durch eine Obduktion an der tierärztlichen Hochschule Krefeld geforscht. Der 17 Jahre alte Hengst starb demnach an einem Herzinfarkt. Der medizinische Befund lautet „Ruptur des rechten Herzvorhofs“.

Der Hengst wird nun neben dem Jahrhundert-Deckhengst „Monsun“ einen Grabstein auf dem Gestüt bekommen. 

Teuerster Deckhengst Deutschlands – Eine Besamung kostet 16.000 Euro

Der Hengst reißt damit ein großes Loch in die traditionsreiche Rennpferdezucht. Es ist nicht allein der Verlust des Tieres im Wert von 5 Millionen Euro, sondern auch die fast 500 Jahre alte Tradition der Zuchtstätte Harzburg GmbH, die einen schweren Schlag erleidet. Der Hengst lebt in den Herzen der Menschen und in seinen erfolgreichen Nachkommen weiter, doch das Einkommen von 16.000 € pro Besamung bricht dem Besitzer und dem Gestüt nun weg. 

Adlerflug – Ein Star im Rennsport

„Adlerflug“ war einer der erfolgreichsten Vererber des Rennsports. Seine Nachkommen sind genauso schnell, stark und ausdauernd wie der erfolgreiche Hengst selbst. So gewann sein Sohn „In Swoop“ den zweiten Platz beim wichtigsten und schwersten Pferderennen der Welt, dem „Prix de l`arc de Triomphe“. Der Hengst hat vergleichsweise wenige Nachkommen, doch diese sind äußerst erfolgreich, wie auch „Iquitos“, „Torquator Tasso“, „Ito“ und „Lacazar“ bewiesen. Der Hengst selbst erkämpfte sich in seiner Rennkarriere unter anderem Siege im Deutschen Derby und im Deutschland-Preis über 2400 m, sodass eine beachtliche Gewinnsumme von 651.290 € in nur vier Jahren zusammen kam.

Das Gestüt Schlenderhan zeigt in diesem Video, dass Adlerflug durch seine Nachkommen niemals in Vergessenheit gerät:

Quelle: GaloppOnline

Bildquelle: Wikimedia

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