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Tödlicher Unfall bei Reitturnier

von Regina Schweizek
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Turnierabbruch in Hamm beim Reitverein Rhynern. Am vergangenen Sonntag musste bei dem Vielseitigkeitsturnier die CCI3* Prüfung um 17:35 abgebrochen werden. Ein Sturz eines der letzten Pferd-Reiter-Paare endete fatal. An eine Fortsetzung war nicht mehr zu denken.

Turnier in Hamm – Große Tragödie

Bei dem internationalen Vielseitigkeitsturnier stand eigentlich die Austragung der westfälischen Meisterschaften im Vordergrund. Jedoch wurden die zuvor gezeigten und durchaus überragenden Leistungen von dem Unfall am Sonntagabend überschattet. 160 Starterpaare durchliefen bis dahin verschiedene Geländeprüfungen. 54 von ihnen hatten auch schon die anspruchsvolle drei Sterne Prüfung gemeistert. Umso erschreckender war es mit anzusehen, wie eine der letzten Starter:innen die ersten Sprünge noch souverän meisterte, ehe ihr Pferd zwischen dem vierten und fünften Sprung zusammenbrach.

Keine Chance für das Pferd

Der elfjährige Holsteiner Wallach brach bei einem solch hohen Tempo zusammen, dass seine Reiterin keine Chance hatte etwas in zu unternehmen. Der Schimmel verstarb binnen weniger Sekunden an Ort und Stelle. Die junge Reiterin wurde unverzüglich ärztlich versorgt. Der angeforderte Rettungshubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus. Nach neusten Informationen sei die junge Frau stabil, befinde sich allerdings im künstlichen Koma.

Wie konnte es zu diesem Unfall kommen?

Vermutet wird ein Aorta-Abriss bei dem elfjährigen Wallach. Die Aorta ist eine der Hauptschlagadern bei Pferde. Bei einem sogenannten Abriss platzt oder reißt die Aorta, meist in unmittelbarer Nähe des Herzen. Viele Pferde sterben in Folge eines Aorta-Abrissen. Denn in der Regel ist es wie in diesem Fall auch sehr dramatisch. Vor allem weil ein Aorta-Abriss meist unter Belastung auftritt. Aorta-Abrisse geschehen meist plötzlich und sind nicht absehbar. Daher war auch der Schimmel bei den vorsorglichen Kontrollen und Vet-Checks unauffällig gewesen.

Für eine stichhaltige Diagnose wurde das Pferd in die tierärztliche Hochschule in Hannover zur Obduktion gebracht.

Quelle: WA

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