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Zweistündiger Rettungseinsatz: Rentnerpferd steckt fest

von Laura Wienecke
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Ein Pferd sorgte vergangenes Wochenende für einen zweistündigen Feuerwehreinsatz in Hochneukirch. Der Wallach blieb in einer 1,5 Meter tiefen Mistgrube stecken. 

Sandra-Christina Muno war gerade mit einer Schubkarre auf dem Hof unterwegs, als ihr freilaufendes Pferd plötzlich zum Misthaufen galoppierte und dort in der etwa 1,5 Meter tiefen Grube steckenblieb. „Er hat versucht, sich herauszustrampeln“ – jedoch ohne Erfolg. „Dann wurde mir schnell klar, dass wir Hilfe brauchen. Ich habe den Tierarzt, die Feuerwehr und die Großtierrettung aus Jülich gerufen“, erzählt die Pferdeliebhaberin. Die Hochneukircherin hat ihren 25- jährigen Trakehner Wallach Maranello auf dem Hof eingestellt, er ist bereits in Rente. Ein liebes und treues Tier“, sagt Sandra-Christina Muno.

Damit keine Einsatzkräfte gefährdet werden, wurde Maranello vom Tierarzt mit einer Spritze betäubt. Dann startete die Rettungsaktion. „Wir hatten von der Feuerwehr Kaarst ein Pferdegeschirr angefordert“, erläutert Feuerwehrchef Hans-Dieter Abels.

Der Rettungseinsatz

Zunächst wurden zwei breite Gurte unter den Wallach gelegt. An einer am Geschirr angebrachten Quertraverse hob die Drehleiter der Feuerwehr das Pferd aus der Grube heraus. „Unsere Drehleiter ist in der Lage, Lasten mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen zu heben“, berichtet der Feuerwehrchef, das Pferd wiege rund 750 Kilogramm.

Während des Einsatzes wurde Maranello vom Tierarzt und seiner Besitzerin beruhigt. „Außerdem haben zwei unserer Feuerwehrleute, die vor Ort waren, Erfahrung im Umgang mit Pferden“, erläutert Abels. Anschließend untersuchte der Tierarzt das Pferd: keine Verletzungen. Dann ging es für den Ausreißer zurück in die Box.

Für die Feuerwehr Jüchen war es eine außergewöhnliche Aktion: „Einen solchen Einsatz hatten wir in den vergangenen Jahren in Jüchen nicht. Allerdings waren wir im vergangenen Jahr zur Unterstützung in Rommerskirchen angefordert worden, als dort ein Pferd aus einem Pool befreit werden musste“, berichtet Heinz-Dieter Abels. Ein eigenes Pferdehebegeschirr hat die Feuerwehr Jüchen nicht. „Bei Bedarf können wir Hebegeschirre der Feuerwehr Grevenbroich oder etwa auch der Feuerwehr Kaarst nutzen“, sagt Heinz-Dieter Abels.

Quelle: rp-online.de

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