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Equines Herpesvirus – Update zur aktuellen Lage

von Maren Kleymann
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Die Ausbreitung und die Lage rund um den Equinen Herpesvirus scheinen sich in den vergangenen Wochen gebessert zu haben. Doch die Frage der Impfpflicht steht nach wie vor im Raum. Hinsichtlich dieser Thematik scheiden sich noch immer die Geister.

Eindämmung des Herpesvirus

Peter Hofmann, der Vereins-Vorsitzende des Reitervereins Mannheim, ist nicht überrascht über die derzeitige Entwicklung. Durch den strikten Abbruch und der Untersagung der Turniere/Veranstaltungen im Reitsport konnten sich fremde Pferde und Reiter kaum noch begegnen. Jeder wurde in Bezug auf das Herpesvirus durch die Maßnahmen der FEI hochsensibilisiert.

„Es sieht so aus, als hätten wir die schlimme Geschichte überstanden. Gleichwohl bleiben wir wachsam die nächsten Tage.“ – mit diesen Worten blickt Peter Hofmann positiv der Durchführung des Mannheimer Maimarkts entgegen. Jedes Pferd benötigt nach wie vor einen negativen PCR-Test. Auch auf die Abstandsregeln wird weiterhin Wert gelegt. In den Stallzelten werden nicht so viele Pferde untergebracht wie vor Ausbruch des Equinen Herpesvirus.

Zusätzlich finden nun die Prüfungen der einzelnen Disziplinen getrennt voneinander statt, um so wenig Pferde wie möglich gleichzeitig vor Ort haben zu können.

Impfpflicht – Richtig oder Falsch?

Bezüglich der Impfpflicht sind sich die Vertreter des Reitsports nach wie vor nicht einig. Die Diskussion zeigt, dass der Impfstoff nicht hundertprozentig zuverlässig zu sein scheint. Hinzukommt, dass die Pferde möglicherweise alle drei Monate geimpft werden müssen. Durch den möglichen Ausfall und die generelle Schonzeit nach einer Impfung, gestaltet sich dies für Profisport-Pferde relativ schwierig.

Laut Peter Hofmann ist diese Thematik besonders für Züchter von großer Bedeutung, weil das Risiko einer Virus-Abort besteht. Doch bezüglich der Sportpferde ist er zuversichtlich – „Wenn wir ein bisschen aufpassen, haben wir das Thema durch.“

Reiter sprechen sich für Impfpflicht aus

Die Reiter Michael Jung und Dorothee Schneider lassen bereits jetzt schon all ihre Pferde gegen das Herpesvirus impfen. Grund ist vor allem der milde Verlauf der Krankheit durch die Impfung. Denn auch wenn sie nicht komplett vor einer Infektion geschützt sind, ist die Krankheit mit Impfung weniger schwerwiegend als ohne Impfung. So kann die Impfung zur weiteren Eindämmung und zum Schutz der Pferde beitragen.

Inwiefern sich diese Debatte weiterentwickelt und ob die Impfung gegen das Equine Herpesvirus bald für alle Pferde zur Pflicht wird, bleibt weiter spannend.

Quelle: SWR Sport

Welche Impfungen für Dein Pferd verpflichtend sind, findest Du in unserem Artikel „Impfung beim Pferd – was musst Du beachten

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