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Frau erkrankte an Corona und nahm Pferde-Wurmkur ein: Jetzt ist sie tot.

von Lea Hahnemann
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Wir berichteten vor einigen Tagen darüber, dass das Anti-Wurmmittel Ivermectin ständig ausverkauft sei. Warum die Nachfrage nach dem Medikament seit dem letzten Jahr enorm gestiegen ist, soll an den Impfgegnern liegen. Sie glauben daran, dass Ivermectin im Kampf gegen Covid-19 hilft. Doch noch ist eine Frau aufgrund der Einnahme einer Pferde-Wurmkur gestorben.

Wurmkur soll Frau von Covid-19 befreien

Nicht nur in Oberösterreich ist Ivermectin im Trend. Auch in den USA genießt das Medikament einen gewissen Hype. Doch dort gibt es bereits einen Todesfall. Tamara Drock (47) ist zweifache Mutter und Lehrerin gewesen. Die Frau aus Loxahatchee im Bundesstaat Florida war ebenfalls der Annahme, dass Ivermectin sie von Covid-19 befreien könnte.

Als Tamara aufgrund ihrer schweren Corona-Erkrankung an die Beatmungsgeräte angeschlossen werden musste, verklagte ihr Mann das Palm Beach Gardens Medical Center. Grund der Anklage: Das Krankenhaus sollte ihr Ivermectin verabreichen. Nicht unerwartet verlor der Mann den Prozess. Die Richter baten darum, außerhalb des Gerichts eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, die beide Parteien zufrieden stimmen lässt. Und tatsächlich wurde ihr eine Dosis des Anti-Wurmmittel verabreicht. Doch kurz darauf verstarb Tamara. Der Ehemann und der Anwalt der Familie sind sich sicher: Es war viel zu wenig. Laut des Ehemannes würde Tamara heute noch leben, hätte sie mehr Ivermectin verabreicht bekommen.

Einnahme von Ivermectin mit tödlichen Folgen

Fest steht aber, dass Tamara nach knapp vier Monaten den Kampf gegen das Corona-Virus verloren hat. Sie verstarb am vergangenen Freitag. Nicht nur der Ehemann hat seine Frau verloren, sondern auch der 12-jährige Sohn und die14-jährige Tochter ihre Mutter.

Ivermectin – das Wundermittel gegen Corona?

Das Medikament Ivermectin wird in der Regel Pferden verabreicht, die unter Wurm-Befall leiden. Es handelt sich also lediglich um eine Wurmkur für Tiere. Doch seit einiger Zeit glauben die Menschen, die gegenüber der Coronaschutz-Impfung immer noch skeptisch sind, dass dieses besagte Wurmmittel gegen Corona helfen soll. Anlässlich der Empfehlung des FPÖ-Chefs Herbert Kickl (53) stieg die Nachfrage nach Ivermectin rasant. So sehr, dass das Mittel neuerdings aus dem Ausland nachbestellt werden müsse. Nicht nur Ärzte, auch das Robert-Koch-Institut warnen vor der Einnahme der Wurmkur. Diese sei in einer falschen Dosierung nämlich giftig und somit lebensgefährlich.

Quelle: bz-berlin.de

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