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Fünfkampf-Drama: Anzeige wegen Tierquälerei und ein überraschendes Angebot

von Marie Arensmann
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Reiten soll weiterhin Bestandteil des Wettkampfes bleiben. Allerdings reagierte der Weltverband für den Modernen Fünfkampf mit neuen Maßnahmen für das Tierwohl auf das Olympia-Drama um die deutsche Athletin Annika Schleu. 

Die dramatischen Bilder von Annika Schleu, wie sie verzweifelt das ihr zugeloste Pferd Saint Boy schlug, lösten weltweit eine Welle der Kritik aus. Angetrieben von ihrer Trainerin, Kim Raisner, die ebenfalls ihre Hand gegen das Pferd erhob, versuchte sie den verängstigten Wallach dazu zu bekommen, in den Parcours zu gehen.

Als Reaktion darauf, hat der Deutsche Tierschutzbund nun Strafanzeige wegen Tierquälerei sowohl gegen Schleu, als auch gegen Raisner gestellt. Der Reiterin wird aufgrund der Ereignisse bei den Olympischen Spielen Tierquälerei vorgeworfen und ihrer Trainerin Beihilfe zur Tierquälerei unterstellt. Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder erklärt, dass Tiere ,,in einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen” nichts zu suchen hätten. Des weiteren kritisiert er Annika Schleus Verhalten nach dem Vorfall und sagt, sie habe in Interviews keine Einsicht gezeigt.

Neue Maßnahmen für mehr Tierwohl

Der Weltverband für den Modernen Fünfkampf kündigt als Reaktion auf die Vorfälle an, dass neue Maßnahmen ergriffen werden, um solche Vorfälle zukünftig zu vermeiden. Ab 2022 sollen demnach weniger Sprünge, sowie niedrigere und weniger anspruchsvolle Hindernisse den Parcours ausmachen. Des weiteren werden Schulungen zum Tierwohl und Fallstudien zur besseren Einschätzung von Situationen Teil des Trainings werden.

Am 24. und 25. November sollen die Maßnahmen in einer Exekutive-Sitzung diskutiert und erste Anträge bei dem im Anschluss stattfindenden UIPM-Kongress verabschiedet werden. Fest stehe jedoch, dass das Reiten als Wettkampfdisziplin weiterhin Bestandteil des Modernen Fünfkampfes bleibt.

US-Schauspielerin will Saint Boy nach Olympia-Drama kaufen

Die US-amerikanische Schauspielerin Kaley Cuoco meldet sich nach dem Vorfall zu Wort und bietet an, den Wallach zu kaufen. Bekannt ist die Schauspielerin den meisten durch ihre Rolle als Penny, in der preisgekrönten Sitcom “The Big Bang Theory”. Sie selbst ist eine passionierte Reiterin und besitzt eigene Pferde. In den sozialen Medien schreibt sie letzte Woche: „Ich würde dieses Pferd sofort kaufen und ihm ein Leben bieten, das es haben soll. Nennt euren Preis“. Schleu und Raisner bezeichnete sie als “Schande für den Reitsport”.

Quelle: faz

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