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Können Pferde unsere Wälder retten?

von Marlen Fischer
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Unsere geliebten Vierbeiner können beim Klimaschutz helfen! Holzrückarbeiten wurden früher mit Pferden durchgeführt und diese Methode könnte in Anbetracht des Klimawandels eine Renaissance erleben.

Pferderücken als Waldrettung?

Der Klimaschutz geht uns alle an und wenn man mal unsere Wälder anschaut, sieht man oft zerfahrene Waldwege, festgefahrenen Boden und große Maschinen. Die Harvester sind ohne Frage die schnellste und sicherste Variante, um Wälder nach dem Befall des Borkenkäfers wieder aufzuforsten oder Holz für den Verkauf zu schlagen. Doch der Waldboden leidet darunter. Der Boden des Waldes ist eine wichtige CO² Senke und in ihm ist die Biovielfalt so groß wie fast nirgendwo anders. Die schweren Maschinen verdichten jedoch den Waldboden, sodass die Mikroorganismen dort nicht überleben können, CO² nicht aufgenommen werden kann und auch Wasser nicht mehr versickert. Bestimmte Bodenorganismen werden sogar für das Färben von Jeans oder die Organtransplantationen genutzt! Somit wird klar, dass wir unsere Waldböden schützen müssen, wenn wir weiterhin gut leben und langfristig weiter gewinnorientiert wirtschaften wollen.

Vorteile und Grenzen des Pferderückens

In jedem Fall muss „sanfte Waldtechnik“ her und die Pferde können uns dabei helfen. Pferderücken verursacht kaum Waldschäden, ist leise und sorgt für ein gutes Arbeitsklima, da sich der Mensch bewegt und mit dem Partner Pferd auch mental gefordert wird. Verglichen mit anderen bodenschonenden Verfahren schneidet das Pferd sehr gut ab. Es ist schnell wendig und man kann meist den kürzesten Weg einschlagen. Natürlich brauchen Pferde auch keine fossilen Brennstoffe, sodass der ökologische Fußabdruck außerordentlich gut ist. Durch die leise Arbeit der Pferde wird außerdem die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber Waldarbeit gestärkt. Die neuen Herausforderungen des Klimaschutzes werden mit dem Einsatz von Pferden jedenfalls sagenhaft gut gemeistert.

Der Tierschutz steht dabei natürlich im Vordergrund und somit würde ein Pferd niemals einen ganzen Tag arbeiten, sondern nur für einen Vormittag oder Nachmittag, sozusagen halbtags. Deshalb wären auch immer mindestens zwei Pferde dabei.

Ist die Methode „veraltet“ und „zu teuer“?

Die Pferdearbeit wird dennoch nur selten eingesetzt. Der Ruf dieser Methode besagt, dass dies zu teuer und veraltet ist. Außerdem müssten die Bäume trotzdem noch mit Maschinen gefällt werden und ein Pferderücker bietet meistens nur das Holzrücken an, was aber eben nur eine Teilleistung ist.  Dadurch ergibt sich großer organisatorischer Aufwand und Kosten. Weiterhin muss ein Pferd erst aufgezogen und ausgebildet werden und nicht jeder Mensch ist geeignet, um diese Arbeit mit dem Pferd zu erlernen. So gibt es also Grenzen dieser Methode, doch Lösungsansätze sind in Arbeit und werden bald vorgestellt werden.

Wir halten Dich in jedem Fall auf dem Laufenden!

Quelle: ww-kurier.de

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