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Das Ende einer Ära: Isabell Werth kündigt Rücktritt an

von Regina Schweizek
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Mit ihr geht eine Ära zu Ende. Isabell Werth kündigt ihren Rücktritt aus dem Sport an. Nachdem die 52-jährige in diesem Jahr ihr Herzenspferd Bella Rose in den Ruhestand verabschieden wollte, kündigt die hocherfolgreiche Reiterin nun ihr eigenes Karriereende an. 

Isabell Werths Karriere

Ihre internationale Karriere startete 1989 in Mondorf, einem kleinen Ort in Luxemburg. Dort ritt sie im Sattel von Weingart erstmals mit dem deutschen Team zur Goldmedaille. Bereits zwei Jahre später dann der Durchbruch mit Gigolo. Mit ihm nahm sie drei Mal an den Olympischen Spielen teil. Aber auch nach der Verabschiedung Gigolos in den Ruhestand riss ihre Erfolgssträhne nicht ab. 

Entgegen aller Erwartungen konnte sie den eher als Wackelkandidaten dotierten Satchmo ebenfalls zum Erfolgspferd machen. Später folgten dann die Erfolgsstuten Weihegold und Bella Rose. Diese vier Pferde haben ihre Karriere wohl mit am meisten geprägt. Momentan ist Werth  siebenfache Olympiasiegerin mit insgesamt zwölf olympischen Medaillen (7 × Gold; 5 × Silber), neunfache Weltmeisterin, zwanzigfache Europameisterin und vierzehnfache Deutsche Meisterin. Mit diesen Titeln ist sie die erfolgreichste Reiterin und Dressurreiterin weltweit. 

Große Pläne vor dem Karriereende

Ihr Karriereende plant Isabell Werth nach den Olympischen Spielen in Paris 2024. Noch einmal wolle sie in ihrer aktiven Karriere bei diesem großen Sportereignis angreifen. Trotzdem sagt sie: ,,Paris ist eine Zäsur. Dann ist auch irgendwann Schluss mit der aktiven Karriere“ stellt die erfolgreiche Reiterin klar. Ob sie  sich dann tatsächlich 2024 oder erst 2025 zurückziehe sei noch offen.

Nach Bella Rose nun Weihegold

Nachdem bekannt wurde, dass Herzenspferd Bella Rose aus dem Sport verabschiedet werden soll, werden sich nun auch die Wege von Werth und Weihegold trennen. Denn die 16-jährige Don-Schufro Tochter geht Ende des Jahres zurück zu ihrer Besitzerin Christine Arns-Krogmann. Dann laufe nämlich der Leasingvertrag über die Stute aus.

Für Olympia 2024 habe Werth allerdings schon ein Ass im Ärmel. Große Hoffnungen setzt sie auf die momentan neunjährige Stute Superb (V: Surprice MV: Donautanz). Die Hannoveraner Rappstute ist wie viele Pferde, die Werth reitet, im Besitz ihrer von Madeleine Winter-Schulze. 2024 sei das Pferd dann im besten Alter und könne nach Werth ,,in die Fußstapfen von Bella Rose treten“.

Und nach Paris?

Paris könnte für Isabell Werth der perfekte Abschluss werden. Denn mit einer weiteren Goldmedaille wäre sie die erfolgreichste Olympia-Teilnehmerin Deutschlands. Momentan hält diesen Titel noch die deutsche Kanutin Birgit Fischer inne. Seit ihren ersten Spielen 1992 in Barcelona nahm Werth bereits sechs Mal teil. Bei den nächsten Spielen in Paris wäre sie 55 Jahre alt. Das sei ein guter Zeitpunkt aufzuhören, denn sie wolle ,,mit 60 Jahren sicher nicht mehr reiten.“

Nach ihrer aktiven Sportkarriere wolle sie sich vor allem auf die Ausbildung konzentrieren. Das habe sie schon immer fasziniert. Auch das gesamte Team in Rheinberg soll die nächsten Jahre daraufhin arbeiten sich dort zu etablieren, so Werth.

Quelle: focus

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