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Nach Olympia-Eklat: Verfahren gegen Fünfkämpferin Annika Schleu & Trainerin eingestellt

von Michelle Holtmeyer
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Nach dem Drama bei den olympischen Spielen um Annika Schleu hatte die Staatsanwaltschaft gegen die Fünfkämpferin ermittelt. Gegen eine Spende wurde das Verfahren nun fallen gelassen.

Gegen Fünfkämpferin Annika Schleu und ihre Trainerin Kim Raisner wurde wegen angeblicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Angeklagten werden einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Organisation spenden. Damit sei das Ermittlungsverfahren abgeschlossen, so die Anwälte. Diese betonten zudem, dass die Einstellung „weder eine Schuldanerkenntnis“ darstelle noch die Schuld bzw. ein hinreichender Tatverdacht bestätigt worden sei. Demnach habe Annika Schleu sich „in Übereinstimmung mit der Staatanwaltschaft aus rein verfahrensökonomischen Gründen“ dafür entschieden.

„Keine Wiederholungsgefahr“

Weiter hieß es auf der Internetseite der Behörde, dass die Beschuldigten bei den olympischen Spielen in Tokio auf das Pferd nur kurzfristig eingewirkt hätten und sich in einer physischen und psychischen Ausnahmesituation des olympischen Wettkampfs befunden.

„Angesichts der geringen Auswirkungen der Tat und vor dem Hintergrund der fortgesetzten medialen Berichterstattung ist von einer ausreichenden Einwirkung auf die strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getretenen Beschuldigten durch das Ermittlungsverfahren auszugehen“, hieß es darüber hinaus. „Deshalb und auch wegen der vorgesehenen künftigen Austragung des Modernen Fünfkampfs ohne Reitsport besteht keine Wiederholungsgefahr.

Fünfkampf-Eklat bei Olympia 2021 – Was war passiert?

Auslöser für die Anzeige des Tierschutzbundes waren die Ereignisse, die sich bei den Olympischen Spielen in Tokio abgespielt haben. Für den Wettbewerb wurde der Modernen Fünfkämpferin das Pferd „Saint Boy“ zugelost, welches im Parcours verweigerte. Während Schleu verzweifelt versucht, das Pferd voran zu bekommen, forderte Bundestrainerin Raisner die Reiterin auf, das Pferd mit der Gerte zu schlagen. Aus diesen Vorkommnissen resultiert der Vorwurf des Tierschutzbundes, dass Annika Schleu Tierquälerei betrieben und Raisner Beihilfe zur Tierquälerei geleistet habe.

Quelle: Spiegel, Welt

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