Tierretter aus Südpfalz helfen Opfern der Flutkatastrophe

Durch die Flut haben etliche Menschen ihr Hab und Gut verloren, teilweise auch ihre Angehörigen und ihre Haustiere. Die Folgen der Flutkatastrophe sind weitreichend. Haustierbesitzer mussten ihre geliebten Vierbeiner zurücklassen, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Nutztiere oder Pferde wurden teilweise gerettet und befinden sich nun in Notunterkünften.

Engagement aus Contwig und Kindsbach

Die Tierretter und betreuenden Personen sind auf Hilfeleistungen verschiedener Art angewiesen um die vielen Tiere versorgen zu können. Nun kümmern sich zahlreiche Helfer in den Hochwassergebieten um die geretteten Tiere. Darunter auch Menschen aus dem südwestpfälzischen Contwig und Kindsbach im Kreis Kaiserlautern. Unter den Tieren sind nicht nur Haustiere wie Katzen oder Hunde, sondern auch Pferde oder Schafe, die durch die Fluten ihren Lebensraum verloren haben und nun versorgt werden müssen. Das Engagement ist groß und dennoch sind Spenden nötig, um die Tiere weiterhin versorgen zu können.

Wie auch Du helfen kannst, erfährst Du in unserem Artikel Hochwasser-Katastrophe – Spenden- und Hilfsmöglichkeiten für Flutopfer-Pferde.

„Bilder wie aus dem Krieg“

Der DRK Rettungssanitäter  Kai Harstick beschreibt die aktuelle Situation in den am schwersten betroffenen Gebieten so: „Es sind Bilder wie aus einem Kriegsgebiet, einfach schockierend“. Auch er ist teil der Tierrettung Contwig. In Ahrweiler und Schuld kümmerte er sich um Tiere, die aus dem Hochwasser gerettet werden mussten. Er sagt, dass überall Tiere seien, die versuchen würden aus dem Hochwasser zu entkommen. Menschen hätten keine Zeit sich darum zu kümmern. Die Tierretter übernehmen diese Aufgabe und versuchen was möglich ist.

Bereits mehrere Haustiere konnten von den Tierrettern zurück zu ihren Besitzern gebracht werden. Darunter einige Katzen und Hunde. Die Menschen seien sehr dankbar über die Hilfe und dass sich jemand um die Tier kümmere. Die Tierrettung Contwig entschied sich, für den Einsatz der Rettung von Tieren aus dem Hochwasser, keine jungen Leute einzusetzen. Bei der unübersichtlichen und dramatischen Lage in den schwer betroffenen Orten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch tote Menschen gefunden werden würden.

Futterspenden aus Kindsbach

Die Tierrettung Kindsbach aus dem Kreis Kaiserslautern ist ebenso in den Hochwassergebieten unterwegs. Sie retteten verschiedene Haustiere, darunter auch Hamster, Hausratten, Hühner und Papageien. Zahlreiche Sach-, und Futterspenden wurden in die Katastrophengebiete gefahren um die Haustiere der betroffenen Menschen zu versorgen. Insgesamt seien es am Sonntag bereits etwa fünf Tonnen Futter und Zubehör für Tiere gewesen, die nach Düren in NRW gebracht wurden.

Am Montagabend soll es für die Tierretter aus Kindsbach wieder ins Hochwassergebiet gehen. Wohin genau, wisse man noch nicht. Das entscheide die Einsatzleitung vor Ort, je nachdem, wo Hilfe gebraucht werde und Tiere gerettet werden müssten.

Tierrettung Contwig sammelt Spenden

Die Tierrettung aus Contwig fährt erneut mehrfach in die Hochwassergebiete und sammelt nun Spenden für die betroffenen Tiere. Einige Tiere sind leider auch verletzt und auf medizinische Versorgung angewiesen. Auch dies organisiert die Tierrettung um Kai Harstick.

Das Engagement und die Hilfbereitschaft der Tierretter aus Contwig und Kindsbach ist enorm. Jeder der Spenden möchte, kann sich an die Tierretter wenden.

Quelle: SWR

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