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Tierschutzskandal in der Pfalz: Veterinäramt schließt Schlachthof

von Lea Hahnemann
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Kreis Kaiserslautern – Massive Vorwürfe sorgen dafür, dass bei einem Schlachthof in der Pfalz die Schlachtungen durch das Veterinäramt eingestellt wurden. Aufnahmen einer Tierrechtsgruppe sollen zeigen, wie Pferde, Schweine und Rinder nicht richtig betäubt und anschließend bei Bewusstsein geschlachtet wurden.

Aufnahmen dokumentieren schreckliche Szenen

Die aufgetauchten Aufnahmen zeigen, wie die Tiere vor der Schlachtung nicht gerecht betäubt worden sind. Dadurch sind die Tiere bei Bewusstsein, wenn sie getötet werden. So kriegen die Pferde, Schweine und Rinder mit, wie ihnen durch einen Messerstich die Hauptschlagader durchtrennt wird. Dieser tierschutzwidrige Tötungsvorgang fügt den Tieren große Leiden und Schmerzen zu.

Auf den Aufnahmen ist ebenfalls zu sehen, dass der Schlachthof Elektrotreiber einsetzt. Die Stromstöße dienen dazu, die Tiere in die Betäubungsboxen zu bringen. Der Elektrotreiber wird von dem Schlachter jedoch nicht korrekt gehandhabt. Er soll die Stromstöße im Gesichtsbereich der Tiere eingesetzt haben.

Experte fordert Schließung des Schlachthofs

Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft, Fleischhygiene und Tierschutz erkennt bei den Aufnahmen eindeutige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, welche zweifellos strafbar sind. Er und weitere Tierrechtler forderten die sofortige Schließung des Betriebs und somit das Einstellen der Schlachtung. Dieser Forderung kam das zuständige Veterinäramt nach. Der Schlachthof wird vorübergehend geschlossen bleiben, bis die Umstände vollständig geklärt werden konnten. Die Staatsanwaltschaft wurde hinzugezogen und geht den Vorwürfen nun nach.

 

Quelle: swr.de, wochenblatt-reporter.de

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