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Arthrose beim Pferd – Symptome, Ursachen & Behandlung

von Felix Ortmann
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Arthrose beim Pferd ist eine der häufigsten Krankheiten, mit denen Pferdehalter bei ihren geliebten Reitpartnern konfrontiert werden. Viele verbinden die Arthrose beim Pferd mit einer altersbedingten Abnutzungserscheinung. Jedoch gibt es noch weitere Ursachen, die zu einer solchen Erkrankung führen. Was ist eine Arthrose beim Pferd genau bedeutet, wie Du die Erkrankung erkennst und welche Behandlungsmethoden besonders effektiv sind, erfährst Du hier.

Was versteht man unter Arthrose beim Pferd?

Arthrose beim Pferd ist eine Schreckensnachricht für jeden Pferdehalter, denn so gut die Krankheit inzwischen auch erforscht ist – heilbar ist sie noch immer nicht. Zum einen kann der chronischen Gelenkerkrankung beim Pferd ein Trauma des Bewegungsapparates zugrunde liegen, wie etwa eine Gelenkverletzung, gerissene Bänder oder verletzte Menisken. Wenn eine daraus resultierende Gelenkentzündung nicht richtig ausheilt, kann diese in ein chronisches Stadium übergehen und zu einer Arthrose beim Pferd führen. Um einen solchen Krankheitsverlauf zu verhindern, solltest Du deshalb Traumata wie Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, ernst nehmen und Deinen Tierarzt konsultieren.

Oft verbindet man mit einer Arthrose eine altersbedingte Abnutzungserscheinung. Allerdings kann sie auch in jüngeren Jahren, z.B. durch vorangegangene, nicht richtig ausgeheilte Verletzungen des Bewegungsapparates entstehen. Da die Zerstörung des Gelenkknorpels unwiderruflich ist, ist eine möglichst frühe Diagnose umso wichtiger – eine entsprechende Therapie der Arthrose beim Pferd kann das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten oder zumindest verzögern und damit die Lebensqualität Deines Pferdes möglichst lange erhalten.

Frau spaziert mit ihrem Pferd aus dem Pferdestall heraus

Oft verbindet man mit einer Arthrose eine altersbedingte Abnutzungserscheinung. Allerdings kann sie auch in jüngeren Jahren, z.B. durch vorangegangene, nicht richtig ausgeheilte Verletzungen des Bewegungsapparates entstehen.

Die Arthrose beim Pferd ist eine der häufigsten Krankheiten, mit denen Pferdehalter bei ihren geliebten Reitpartnern konfrontiert werden. Viele Pferde leiden mit zunehmendem Alter unter Gelenkverschleiß, der nicht geheilt, sondern allenfalls therapiert und in seinem Fortschritt verlangsamt werden kann. Als degenerative Gelenkerkrankung schreitet die Arthrose zunächst langsam voran, zeigt nur wenig auffällige Symptome und äußert sich im Anfangsstadium lediglich durch eine Steifheit im Gang.

Diese nimmt jedoch in der Bewegung ab, wenn das Pferd wieder „in Tritt“ gekommen ist. Somit ist das „Einlaufen“ ein typisches Symptom für den Beginn der Gelenkerkrankung, das jedoch nicht immer als solches erkannt wird. Deutlichere Anzeichen für eine Arthrose beim Pferd sind hingegen vermehrtes Stolpern sowie Lahmheit, die vor allem bei nasskalten Wetterbedingungen auftritt. Da sich die Abnutzungen und Schäden an den Gelenken nicht mehr zurückbilden, werden die Schmerzen und Beschwerden im Laufe der Zeit zunehmend intensiver.

Eine geeignete Behandlung einschließlich richtiger Fütterung, Haltung und Hufbearbeitung ist dann umso entscheidender, um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen. Was können Pferdehalter also tun, um ihrem Pferd zu helfen, und welche Formen der Arthrose gibt es überhaupt?

Was ist eine Arthrose beim Pferd?

Bei der Arthrose handelt es sich um die Zerstörung des Gelenkknorpels. Hierbei kann es sich um eine altersbedingte Abnutzungserscheinung handeln oder die Folge einer vorangegangenen, nicht richtig ausgeheilten Verletzung des Bewegungsapparates sein.

Von der Hufrollenentzündung bis zur Schale – die Arthrose beim Pferd im Überblick

Podotrochlose, Spat und Co – oftmals werden seitens des Tierarztes unterschiedliche Bezeichnungen für die Arthrose beim Pferd verwendet. Umso hilfreicher ist es für Besitzer, die verschiedenen Begriffe im Bereich der Erkrankungen des Bewegungsapparates zu kennen. Häufig benutzt wird zum einen der Begriff Spat, der als Sammelbezeichnung für Erkrankungen am Sprunggelenk des Pferdes dient. Hierunter können sowohl akute Entzündungen als auch Gelenkverschleiß und chronische Schädigungen fallen. Davon zu unterscheiden ist die Hufrollenentzündung, auch Podotrochlose genannt, bei der degenerative, entzündliche Schädigungen an der Hufrolle auftreten, die insbesondere das Strahlbein in Mitleidenschaft ziehen.

Ist hingegen die Knochenhaut gereizt und es treten Knochenzubildungen auf, muss von einer Schale gesprochen werden. Bei dieser Erkrankung wird neues Knochengewebe produziert, sodass Knochenwucherungen (sogenannte Schalen) am Huf-, Fessel- oder Kronbein und dies vor allem an den Vorderbeinen zu beobachten sind. Hierbei reagiert der Knochen quasi auf den zunehmenden Gelenkverschleiß, indem er das Gelenk mit neuen Knochenspitzen „verstärkt“. Diese führen jedoch zu einer zunehmenden Steifheit des Gelenkes. Ungeachtet der jeweiligen Ausprägung der Arthrose beim Pferd ist der Vorgang des Gelenkverschleißes immer ähnlich. Das Gelenk verfügt im Inneren über Gelenkschmiere für die Beweglichkeit, an den Knochenenden über Knorpel und ist von einer Gelenkkapsel umschlossen. Bei einer Arthrose wird der Knorpel zunehmend weich und porös, wodurch ein zunehmender Knorpelschwund mit löchrigen Stellen und infolgedessen ein verstärkter Gelenkverschleiß auftreten. Ein solches Gelenk verliert an Beweglichkeit und ruft Entzündungen sowie Schmerzen hervor.

Wie erkennt man Arthrose beim Pferd?

Gesundes Gelenk vs. Geschädigtes Gelenk beim Pferd

Auch wenn die Arthrose beim Pferd am Gelenkknorpel beginnt, zieht sie in ihrem Verlauf das gesamte „Organ Gelenk“ in Mitleidenschaft: Nicht nur der Gelenkknorpel wird durch die entzündlichen Veränderungen unwiderruflich zerstört – auch der darunterliegende Knochen, die Gelenkkapsel sowie Bänder, Sehnen und Muskeln sind dann davon betroffen.

Dies geht mit zunehmenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einher, die sich in eine chronische Lahmheit auswachsen und damit die Lebensqualität Deines Vierbeiners drastisch einschränken können. Umso wichtiger ist es, dass Du und der Tierarzt die Erkrankung in einem frühen Stadium erkennt. Denn eine frühzeitige und geeignete Therapie kann den Krankheitsverlauf aufhalten oder zumindest verzögern. Die Krux: Der Beginn der Erkrankung wird aufgrund des schleichenden Prozesses oftmals übersehen. Du solltest daher – gerade bei betagteren Pferden – genau auf erste Anzeichen einer Arthrose achten. Dazu gehören:

  • Lahmheit
  • Stumpfer und unfreier Gang
  • Bewegungsstörungen
  • Das für Arthrose typische „Einlaufen“: Zu Beginn der Bewegung lahmt das Pferd stark, nach einer gewissen Bewegungsphase bessert sich die Lahmheit

Wenn Du eines dieser Anzeichen bei Deinem Pferd feststellst, solltest Du möglichst rasch einen Tierarzt hinzuziehen. Mit einer umfassenden Untersuchung des Bewegungsapparates kann er eine Arthrose eindeutig diagnostizieren. Hierzu gehört eine optische Begutachtung, gründliches Abtasten sowie eine eingehende Lahmheitsuntersuchung. Auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall können dem Tierarzt bei der genauen Diagnosestellung einer Arthrose beim Pferd helfen.

Was tun bei Arthrose beim Pferd? Die richtige Behandlung

Grundsätzlich sind die Möglichkeiten einer Therapie von dem Gesundheitszustand des Pferdes und dem Fortschreiten des Gelenkverschleißes abhängig. Häufig werden dem erkrankten Pferd Medikamente verabreicht, die schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, um die Symptome zu verringern und eine schmerzfreiere Bewegung zu ermöglichen. Ebenso haben sich physiotherapeutische Behandlungen sowie die Verabreichung von Teufelskralle als natürliches Arzneimittel bewährt.

Einige Faktoren können jedoch auch die Pferdehalter selbst beeinflussen, insbesondere mit Blick auf die pferdegerechte Haltung sowie die Bewegung und Fütterung. Ideal sind hinsichtlich der Arthrose beim Pferd eine Offenstallhaltung, reichlich Bewegung ohne zu starke Belastung oder übermäßiges Training sowie eine korrekte Hufbearbeitung, um Fehlstellungen zu vermeiden.

Was tun bei Arthrose beim Pferd?

Häufig werden dem erkrankten Pferd Medikamente verabreicht, die schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, um die Symptome zu verringern und eine schmerzfreiere Bewegung zu ermöglichen. Ebenso haben sich physiotherapeutische Behandlungen sowie die Verabreichung von Teufelskralle als natürliches Arzneimittel bewährt.

Hohe Ansprüche an die Arthrose-Therapie beim Pferd

Stellt der Tierarzt eine Arthrose in einem oder mehreren Gelenken fest, sollte unverzüglich eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Da die Behandlung in der Regel für den Rest des Lebens notwendig ist, muss diese hohen Anforderungen gerecht werden: Sie soll Schmerzen zuverlässig lindern, den Krankheitsverlauf möglichst verlangsamen sowie gut verträglich und einfach anzuwenden sein. Gleichzeitig sollte die Arthrose-Therapie beim Pferd ein gutes Nebenwirkungsprofil und möglichst keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufweisen.

Biologische Tierarzneimittel

Das biologische Tierarzneimittel Zeel ad us. vet. kann hier gute Dienste leisten. Je nach Bedarf kann es als Einzeltherapie oder in Kombination mit einer anderen Behandlungsform, etwa klassischer Schulmedizin, eingesetzt werden. In Zeel ad us. vet. sind verschiedene Inhaltsstoffe für die Gesundheit Deines Pferdes kombiniert, es enthält unter anderem:

Beinwell

Die Wurzel der aus Westasien stammenden Pflanze wird vor allem bei der Behandlung von Arthrose und Verstauchungen der Gelenke eingesetzt. Bewährt hat sich ihre Wirkung außerdem bei Knochen- und Knochenhautverletzungen.

Arthrose Arnica

Arnica

Die Heilpflanze, die in den Gebirgen Europas wächst, findet häufig – auch bei uns Menschen – Gebrauch, wenn es um stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Blutergüsse oder Verstauchungen geht. Ihre durchblutungsfördernde Wirkung kommt auch bei Muskelschmerz (Myalgien) zum Tragen.

Arthrose Schwefel

Schwefel

Das chemische Element Schwefel wird bei rheumatischen Beschwerden sowie zur Behandlung von verschiedenen, vor allem chronischen Hautkrankheiten, juckenden Ekzemen und Hauteiterungen eingesetzt. Bewährt hat es sich außerdem bei der Behandlung akuter und chronischer Entzündungen der Atemorgane, des Magen-Darm-Kanals sowie der Harn- und Geschlechtsorgane. Auch bei Leber- und Verdauungsschwächen kommt Schwefel zum Einsatz und fördert darüber hinaus die Sekretion.

Bei akuten Arthrose-Schüben, also in Phasen, in denen die Arthrose beim Pferd besonders ausgeprägt ist, kann zusätzlich mit Traumeel ad us. vet. unterstützt werden. Das Tierarzneimittel, das klassisch bei akuten Traumata verabreicht wird, besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen, die entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd wirken.

Wie erkennt man Arthrose beim Pferd?

Zu den ersten Anzeichen von Arthrose zählen: Lahmheit, stumpfer und unfreier Gang, Bewegungsstörungen sowie das für Arthrose typische „Einlaufen“: Zu Beginn der Bewegung lahmt das Pferd stark, nach einer gewissen Bewegungsphase bessert sich die Lahmheit.

Gut zu wissen

Regelmäßige Bewegung ist wichtig – auch und gerade bei Arthrose beim Pferd! Die Bewegung sollte an den Krankheitszustand Deines Pferdes angepasst werden. Im Zweifel lieber moderat, aber regelmäßig. Nur so bekommt der Gelenkknorpel eine ausreichende Menge an Nährstoffen, was einem fortschreitenden Verschleiß entgegenwirkt. Lass Dich am besten von Deinem Tierarzt beraten, wie viel und welche Art von Bewegung Deinem Pferd gut tut.

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