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Wie läuft eigentlich eine Pferdeauktion ab?

von Michelle Holtmeyer
3 Kommentare

Eine Pferdeauktion bietet Interessenten die Möglichkeit, ein Pferd zu ersteigern. Wie so etwas genau abläuft und was es zu beachten gilt, erklären wir Dir in diesem Artikel. 

Ein typischer Pferdekauf läuft normalerweise immer gleich ab: Man entdeckt im Internet, in einer Zeitung oder vielleicht sogar bei Facebook ein interessantes Pferd und kontaktiert den Verkäufer; das kann der Züchter selbst sein, ein Pferdehändler oder auch einfach eine Privatperson. Dann wird ein Termin zur Besichtigung und zum eventuellen Probereiten vereinbart und man kann sich in aller Ruhe „beschnuppern“. Ganz anders läuft hingegen eine Auktion ab, hier kann man als potentieller Käufer z.B. auch gleich mehrere Pferde an einem Ort begutachten.

Darauf sollte im Vorfeld einer Pferdeauktion geachtet werden

Eine Pferdeauktion hat nicht nur den Vorteil, dass die Auswahl an verschiedenen Pferden sehr groß ist, sondern auch, dass alle Tiere vor der Auktion klinisch und röntgenologisch untersucht werden müssen. Ein entsprechendes Gutachten steht dann allen Interessenten zur Verfügung.

Beachte aber: So viele Pferde auf einmal können einen auch erschlagen. Deswegen sollte man sich auf jeden Fall bereits im Vorfeld mit der Auswahl der Auktionspferde genauer auseinandersetzen. Außerdem empfiehlt es sich, sich bereits eine Woche vor der Auktion die Zeit zu nehmen, seine vierbeinigen Favoriten bei der täglichen Arbeit und den Präsentationsterminen des Auktionslots unter dem Sattel oder beim Freispringen anzuschauen. Dafür gibt es extra Auktionsreiter. Oder man nutzt die Möglichkeit, die ausgewählten Pferde selbst auszuprobieren – viele Auktionen bieten dies inzwischen im Vorfeld an. Und meist sind auch bereits einige Wochen vor der Auktion schon Videos online eingestellt.

Wie sieht der Ablauf einer Auktion aus?

Am Auktionstag selbst werden die Pferde nacheinander unter dem Sattel präsentiert, während der Auktionsleiter versucht, den Preis möglichst hochzutreiben und das Pferd versteigert. Wie sich der Preis bei den einzelnen Pferden entwickelt, ist allerdings nicht vorhersehbar. Es kann also durchaus passieren, dass Dein Favorit leider unerschwinglich wird.

Und wie bezahle ich ein Auktionspferd?

Mit etwas Glück erhälst du den Zuschlag für Dein Lieblingspferd! In diesem Fall musst Du das Pferd direkt vor Ort im Auktionsbüro in bar oder mit einem bankbestätigten Scheck zu bezahlen.

Wichtig! Zusätzlich zum Zuschlagspreis werden dann auch die Auktionsgebühren fällig. Die genaue Abwicklung inklusive Übersicht der anfallenden Gebühren kannst du aber vorher dem Auktionskatalog des jeweiligen Verbandes entnehmen.

Wenn Du das Pferd bezahlt hast, erhälst du in der Regel direkt den Pferdepass und die Eigentumsurkunde – und Dein Pferd natürlich, das Du zeitnah mit seinen neuen Stall bringen kannst. Viele Auktionshäuser bieten aber auch an, dass sie den Transport des Pferdes in den neuen Stall übernehmen. Allerdings musst du die Transportkosten übernehmen.

Den genauen Ablauf davon solltest Du aber bei jedem Verband einzeln nach

Wo finden Auktionen statt?

Viele deutsche Pferdezuchtverbände veranstalten jährlich mindestens eine Auktion. Bekannt sind beispielsweise die Auktionen des Oldenburger Pferdeverbands in Vechta, die Hannoveraner Auktion, die Auktion der westfälisch gebrannten Pferde in Münster-Handorf oder die Holsteiner Auktion. Daneben werden Privatauktionen von Ausbildungsställen und Hengsthaltern ebenfalls durchgeführt. Auch im Ausland gibt es immer mehr Auktionen, gerade in den Niederlanden gibt es viele Fohlenauktionen.

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3 Kommentare

Anne-Kathrin Keinath 1. Oktober 2016 - 8:18

Am 6. November gibt es in Marbach eine große Auktion mit fast 50 Dressur-, Spring- und doppeltveranlagten Pferden!

Inga von ehorses 6. Oktober 2016 - 8:43

Das hört sich super an! Wenn du Interesse hast, könnten wir Werbung für eure Auktion machen. Meld dich dann gern nochmal!

Barbara Kuhn 27. Februar 2018 - 8:47

Wunderbare Englische Vollblüter sind auch 3 x jährlich in Iffezheim bei Baden-Baden zu ersteigern.
(Anfang Juni Mixed Sale, Ende August Jährlinge, Ende Oktober Sales & Racing-Festival, siehe http://www.bbag-sales.de).
Ausser den „Top-Rennsemmeln“ gibt es dort auch Jährlinge, Zuchtstuten und auch Pferde, die für die Rennbahn nicht so vielversprechend sind – oft für kleines Geld.
Ich habe dort vor 8 Jahren meine supergescheite, nervenstarke und liebenswerte Stute als 3-Jährige gekauft und bin sehr glücklich mit ihr.

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