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Welsh-B

von Frederieke Wenning
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Das Welsh-Pony stammt aus Großbritannien und deckt mit den verschiedenen Sektionen eine große Bandbreite ab – vom Kinderpony bis zum unkomplizierten Reit- und Fahrpony für Erwachsene. Eine ausgesprochen bemerkenswerte Sektion stellt das Welsh-B dar. Dieses Pony besticht mit seiner edlen Ausstrahlung und seinem liebenswerten Wesen. Das Welsh B Pony ist vielseitig einsetzbar. Neben seiner Eignung als Kinderreitpony bietet es sich auch für den Fahrsport geradezu an. Dabei sind die Welsh B Ponys nicht nur im Freizeitbereich, sondern durchaus auch auf den entsprechenden Turnieren anzutreffen.

Was bedeutet Welsh B?

Welsh-B ist eine Rassebezeichnung. Der Oberbegriff Welsh-Pony umfasst mehrere Sektionen. Man unterscheidet das ursprüngliche Welsh-Mountain-Pony, bekannt als Welsh-A, das durch Einkreuzungen veredelte Welsh-B, das stämmige Welsh-C und in der Sektion D den Welsh Cob, der mit maximal 150 cm größer als ein Endmaßpony sein kann. Darüber hinaus gibt es noch das Welsh-Partbred, was allerdings keine eigenständige Sektion darstellt, sondern anzeigt, dass das Pony mindestens 12,5 % Welsh-Pony-Blutanteil aufweist.

Wichtige Daten im Überblick

  • Ursprung: Bei dem Welsh-B handelt es sich um ein aus dem ursprünglichen Welsh-Mountain-Pony durch gezielte Einkreuzungen veredeltes Pony, vor allem der Vollblutanteil ist nicht zu übersehen.
  • Hauptzuchtgebiet: Großbritannien.
  • Verbreitung: Weltweit, vor allem in der gemäßigten Klimazone.
  • Stockmaß: Mit einem Stockmaß von bis zu 137 cm weist das Pony eine handliche Größe auf.
  • Gewicht: Je nach Größe etwa 350 Kilogramm.
  • Erscheinungsbild: Edles Pony mit eleganten Gängen
  • Farben: Außer Schecken sind alle Farben erlaubt.
  • Haupteinsatzgebiet: Reit- und Fahrsport auf Freizeit- und Turnierebene, wobei hauptsächlich die Bereiche Dressur, Springen und Fahren abgedeckt werden. Aufgrund der Größe kommt das Welsh-B als Reitpferd eher für Kinder und Jugendliche in Betracht.

Herkunft und Ursprung der Welsh-B-Ponys

Die Zuchtgeschichte des Welsh-Ponys beginnt genau genommen schon in grauer Vorzeit, als die Kelten mit ihren kleinen, robusten und widerstandsfähigen Pferden kreuz und quer durch Europa zogen. Aus diesen Anfängen entwickelte sich in Wales im Südwesten Englands das Welsh-Mountain-Pony. Im 17. Jahrhundert erfuhr es eine Veredlung durch die Einkreuzung arabischer Vollblüter. Die Züchter legten Wert auf ein größeres, leichteres Pony, das sich durch die Eleganz seiner Bewegung auszeichnete. 1960 wurde das Stutbuch geschlossen, es können keine fremden Blutlinien mehr eingekreuzt werden.

Wie groß ist ein Welsh-B?

Es darf laut Rassebeschreibung bis zu 137cm groß sein. Die Durchschnittsgröße liegt bei etwa 130 bis 135 cm.

Welsh-B Ponys bei ehorses

Beschreibung des Exterieurs

Das typische Welsh-B besitzt einen edlen, trockenen Kopf, nicht zu lang, mit breiter Stirn und großen, lebhaften Augen. Die zierlichen Ohren sind gut angesetzt, Ganaschenfreiheit ist vorhanden. Der Hals ist genügend lang und gut angesetzt, eher fein bei den Stuten, der Hengsthals soll guten Aufsatz zeigen. Der Rücken ist mittellang und leicht geschwungen mit guter Sattellage bei nicht zu stark ausgeprägtem Widerist. Die Schulter ist schräg und gut gelagert. Bezeichnend ist die längliche Kruppe und die insgesamt muskulöse Hinterhand. Es ist gute Rippenwölbung und ebensolche Gurtentiefe vorhanden. Der Schweif ist hoch angesetzt und wird schön getragen.

Beschreibung des Interieurs des Welsh-B

Die Welsh-B-Ponys sind ausgesprochen freundlich und menschenbezogen. Sie verfügen über ein gutartiges Temperament und gelten als eifrig, lernwillig und leistungsbereit. Neben dem ansprechenden Äußeren zählen die Charaktereigenschaften der Welsh-B zu den besonderen Merkmalen. Sie sind ausgesprochen folgsam, was sie zu idealen Familienpferden macht. Die vielen Ponyrassen oft nachgesagte Sturheit liegt dem Welsh-Pony offenbar nicht in den Genen.

Wie viel kostet ein Welsh-B Pony?

Die Preise sind abhängig von Alter und Ausbildungsstand, auch die Abstammung spielt eine Rolle. Fohlen werden um die 1.600 € gehandelt, Jungpferde zwischen 2.000 und 4.000 €. Ein gut ausgebildetes Turnierpony kostet ab 5.000 € aufwärts.

Welsh-B im Video

Wie viel kann ein Welsh-B Pony tragen?

Eine Faustregel besagt, dass das Reitergewicht etwa 15 % des Eigengewichts des Ponys nicht übersteigen sollte. Bei einem Welsh-B mit 350 Kilogramm sind das 52,5 Kilogramm. Doch es hängt auch vom Körperbau des Ponys ab, vor allem die Röhrbeinstärke gibt deutliche Hinweise. Insgesamt sind Welsh-B-Ponys eher für Leichtgewichte geeignet und keine ausgesprochenen Gewichtsträger

Einsatzgebiete und Erbkrankheiten der Welsh-B Ponys

Als Kinderreitpony sind die Welsh-B auf den Turnierplätzen in den Disziplinen Springen und Dressur, auch in den Führzügelklassen, anzutreffen. Sehr häufig sieht man schmucke Gespanne, das Welsh-B hat seinen festen Platz im Fahrsport. Doch das Einsatzgebiet beschränkt sich nicht nur auf den Turnierplatz, die Ponys sind auch als geliebte Familienponys heiß begehrt und wunderbare Freizeitpartner.

Als Kinderreitpony sind die Welsh-B auf den Turnierplätzen in den Disziplinen Springen und Dressur, auch in den Führzügelklassen, anzutreffen.

Rassetypische Erbkrankheiten sind beim Welsh-B nicht bekannt, jedoch sind auch diese Ponys, auch wenn sie als robust und wenig anfällig gelten, nicht gegen Krankheiten gefeit. Artgerechte Haltung, angemessene Fütterung und planvoller Einsatz in Sport- oder Freizeitbereich sorgen dafür, dass das Pony gesund bleibt und ein recht hohes Alter erreichen kann.

Bekannte Pferde der Rasse

Als Ende des 17. Jahrhunderts die Rasse noch in ihren Anfängen steckte, machte vor allem ein Hengst von sich reden: Merlin, ein relativ kleiner Vollblüter. Er wurde als Veredler eingesetzt und gilt als Stammvater eines bestimmten Ponytyps, der nach ihm „Merlins“ genannt wurde. Auch heute machen besonders typvolle Hengste von sich reden, beispielsweise Mexico-S, der nicht nur von der Vaterlinie her ausgezeichnete Anlagen mitbringt, sondern auch auf der Mutterseite ein hochkarätiges Pedigree aufweist. Mexico-S gewann die Hengstleistungsprüfung mit der Gesamtnote 8,1 und überzeugt mit seiner Nachzucht.

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