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Lecksteine für Pferde

von Pia Mross
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„Braucht mein Pferd einen Leckstein?” – diese Frage stellen sich Pferdebesitzer immer wieder. Die richtige Pferdefütterung ist ein komplexes Thema. Salzleckstein, Himalaya-Salzleckstein, Leckschale oder Mineralleckstein: die Auswahl heutzutage ist riesig. Was Du über Lecksteine wissen solltest und warum (k)ein Leckstein für Dein Pferd sogar gefährlich werden könnte, erfährst Du in diesem Artikel. 

Warum brauchen Pferde Lecksteine?

Pferde können ihren Salzhaushalt nicht ausschließlich über Rau- und Kraftfutter decken.

Zweck von Lecksteinen fürs Pferd

Pferde können ihren Nährstoffhaushalt nicht ausschließlich über Rau– und Kraftfutter decken. Ein 600 kg schwerer Vierbeiner benötigt bei normaler Arbeit 12 Gramm Salz pro Tag in seinem Pferdefutter. Bei Sportpferden steigt der Salzbedarf im Pferdefutter um bis zu 20 % an. Durch vermehrtes Schwitzen gehen vor allem Natrium und Chlorid verloren. Damit die ausgespülten Salze wieder aufgenommen werden können, sollte jedem Pferd ein Salzleckstein zur Verfügung stehen. 

Wildlebendende Pferde nutzen Rinden, Wurzeln und salzhaltiges Bodensubstrat als Nährstoffquelle. Denn wenn zu wenige Elektrolyte im Körper verfügbar sind, können auch die Muskeln nicht mehr vernünftig arbeiten. Natrium und Chlor sind wesentlich für den Wasserhaushalt, das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts sowie die Verteilung der Körperflüssigkeiten zwischen Blut und Gewebe verantwortlich.

Was enthält ein Leckstein?

Salzlecksteine enthalten Natrium- und Magnesiumchlorid.Minerallecksteine enthalten je nach Hersteller z.B. Magnesium, Zink, Selen, Kalium, Mangan und Natrium, aber auch Vitamine, ätherische Öle und Melasse. 

Symptome von Salzmangel und Salzüberschuss beim Pferd

Du vermutest, dass Dein Pferd unter einem Salzmangel oder -überschuss leidet? Wir haben einige Symptome davon für Dich zusammengefasst:

Salzmangel

  • Verdauungsprobleme
  • Lustlosigkeit
  • Leistungsdefizite

Salzüberschuss

Achtung: Nicht jedes Pferd, dass den Salzleckstein nutzt, hat einen Salzmangel. Manchen Pferden schmecken die Lecksteine einfach gut oder sie schlecken nur aus Langeweile. 

Zwei Pferde lecken an einem Leckstein.

Wenn zu wenige Elektrolyte im Körper verfügbar sind, können auch die Muskeln nicht mehr vernünftig arbeiten.

Sind Salzlecksteine gut für Pferde?

Ja, jedes Pferd sollte Zugang zu einem Salzleckstein haben - im Stall oder auf der Weide.

Unterschied zwischen Salz- und Minerallecksteinen für Pferde 

In den Pferdeställen findet man am häufigsten diese Salzlecksteine: 

Viehsalzleckstein

Dieser Leckstein besteht aus Natrium- und Magnesiumchlorid. Der Viehsalzleckstein wird industriell hergestellt, in Form gepresst und ist auch für Kühe und Schafe geeignet. 

Himalaya-Salzleckstein

Das naturbelassene Kristallsalz enthält keine chemischen Zusatzstoffe. Vorteilhaft ist die härtere Beschaffenheit: Pferde können im Gegensatz zum gepressten Salz, nicht einfach abbeißen, sondern müssen das Salz langsam ablecken. 

Was Du beachten solltest: 

  • Salzsteine sind kein Fohlenfutter! Die Kleinen können davon schnell Durchfall bekommen!
  • Wenn Dein Pferd ständig am Leckstein zu finden ist, solltest Du den Stein lieber entfernen, um einen Salzüberschuss zu vermeiden. Du kannst die benötigte Menge auch direkt über das Futter geben. 
  • Der Leckstein sollte sauber bleiben. Hierfür kannst du einen Lecksteinhalter im Stall oder auf der Wiese anbringen, bzw. den Stein mit einer Kordel aufhängen. 

Mineralleckstein

Würfel, Zylinder oder Leckschalen: es gibt sie in unterschiedlichsten Formen und Farben. Minerallecksteine bestehen je nach Hersteller z.B. aus Magnesium, Zink, Selen, Kalium, Mangan und Natrium. Manch ein Mineralleckstein ist zusätzlich noch mit Vitaminen, Melasse und ätherische Ölen versetzt. Neben der Fütterung von Mineralfutter kann der Leckstein das Pferd zusätzlich mit wichtigen Spurenelementen und Nährstoffen versorgen. Vor allem in den Wintermonaten enthält das Gras weniger Mineralien, bei Pferden in Weidehaltung kann also ein Mineralleckstein hilfreich sein. 

ACHTUNG: Es kann zu einer Überversorgung kommen. Am besten noch einmal mit dem/der Tierarzt/-ärztin absprechen. 

Pferd leckt an einem Leckstein.

Das naturbelassene Kristallsalz enthält keine chemischen Zusatzstoffe..

Sind Minerallecksteine gut für Pferde?

Es kommt darauf an, ob der Vierbeiner den Mineralhaushalt bereits mit normalem Pferdefutter decken kann, ansonsten kann es zur Überversorgung kommen.

Was ist beim Kauf eines Lecksteins für Pferde zu beachten?

Nicht jeder Leckstein ist für jedes Pferd geeignet, diese Kriterien solltest Du beim Kauf eines Lecksteins beachten.

1. Die richtige Größe

Lecksteine gibt es in unterschiedlichsten Größen. Achte darauf, dass die Größe des Steins auch zum Pferd passt. Ein Pony kommt mit einem kleineren Leckstein deutlich länger aus, als ein Großpferd. 

2. Auf den Hersteller achten 

Ein bekannter Hersteller bedeutet nicht immer gute Qualität. Dennoch haben sich einige Hersteller immer wieder bewährt.

3. Kundenbewertungen und Testberichte

Kundenbewertungen können Dir bei der Entscheidung helfen, sie geben Ausschluss über die Qualität und die Zufriedenheit mit dem jeweiligen Produkt. Fachzeitschriften oder Verbraucher führen manchmal Produkttests durch, die ebenfalls hilfreich sein können. Hier ist es sinnvoll vorher zu recherchieren und unterschiedliche Lecksteine zu vergleichen. 

Wie viel Salz braucht ein Pferd?

Ein 600 kg schweres Pferd benötigt bei normaler Arbeit 12 g/Tag.

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