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Nach Doping- & Missbrauchsvorwürfen: CAS hebt Rekordsperre der FEI gegen Distanzreiter auf

von Maren Kleymann
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Der internationale Sportgerichtshof CAS hebt die 20-jährige-Sperre aus dem Jahr 2016 für den Distanzreiter Abdul Aziz bin Faisal Al Qasimi auf. Sein Pferd brach aufgrund einer Fraktur zusammen. Der FEI verhängte ihm eine Sperre für 20 Jahre, die längste Sperre, die je verhängt wurde. Es habe nicht genügend hinreichende Beweise für eine Tierquälerei an seinem Pferd gegeben.

Der Vorfall

Der Reiter Abdul Aziz bin Faisal Al Qasimi trat am 15.10.2016 mit seinem Pferd Castlebar Contraband in Fontainebleau, Frankreich an. Bei einem Rennen brach das Pferd plötzlich unter dem Reiter zusammen. Grund dafür ist ein offener Bruch am rechten Vorderbein. Für ihn konnte leider nichts mehr getan werden. Der Wallach wurde eingeschläfert.

Obduktion – War das Pferd gedopt?

Eine anschließende Obduktion beim Pferd zeigte, dass es Xylazin im Blut hatte. Diese Substanz dient als Beruhigungsmittel, Analgetikum und Muskelrelaxans. Sie ist im Wettbewerb verboten. Außerdem senkt Xylazin die Herzfrequenz, wodurch Pferde im Distanzreiten leichter durch die Verfassungsprüfungen gelangen.

FEI-Veterinärdirektor Dr. Göran Åkerström erklärte , dass Xylazin die Nervenblockaden aufhebt. Diese hätten eine „grundlegende Schutzfunktion“. Sind sie ausgeschaltet, erhöht sich das Risiko einer katastrophalen Verletzung deutlich. Unter dem Einfluss von Xylazin würden Pferde keine Anzeichen von Schmerz oder Lahmheit zeigen, was Frakturen, die sich auf Knochenermüdung zurückführen lassen, also sogenannte Stressfrakturen, begünstigt.

Die Anwälte des Angeklagten behaupteten, die Substanz sei dem Pferd beim Einschläfern gegeben worden. Die zuständige Veterinärin entgegnete allerdings, sie habe das Protokoll eingehalten, in welchem das Verabreichen von Xylazin nicht vorgesehen ist.

CAS – Das Urteil

Der internationale Sportgerichtshof CAS hörte sich beide Seiten des Falls gründlich an. Das Pferd bestand alle tierärztlichen Untersuchungen und wurde nicht als „nicht wettbewerbsfähig“ eingestuft. Außerdem habe die FEI nicht nachweisen können, dass der Reiter eine vorherige Verletzung des Pferdes ignorierte und dennoch antritt.

So kam der CAS zu dem Entschluss, die Beweise für eine Tierquälerei seien nicht hinreichend. Die 20-jährige Sperre für den Scheich Abdul Aziz bin Faisal Al Qasimi wurde aufgehoben.

Quelle: RTL

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