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Erneute Angriffe von Wölfen: Etliche Pferde tot – Reiter in Angst

von Lea Hahnemann
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Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten wurde vermehrt von Wolfsangriffen berichtet. Nun kam es erneut zu Angriffen, bei denen Pferde getötet worden sind. 

Pferde von Wölfen gerissen

Das 28-jährige Shetlandpony Topolino war das erste Pony seit langem, welches von einem Wolf gerissen worden ist. Das Pony wurde im Oktober 2020 in Kirchhellen durch einen Kehlbiss getötet und anschließend acht Meter über die Wiese gezogen.  Im Januar 2021 folgte der nächste Angriff . Hier hatte es ein Wolf auf das Shetlandpony Ella abgesehen. Das siebenjährige Pony stand auf einer Wiese in Hünxe, als es ebenfalls durch einen Kehlbiss getötet und über die Wiese gezogen worden ist. Nach dem Tod von Pony Ella folgten einige Monate ohne weitere Vorfälle – bis zum Oktober diesen Jahres.

In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2021 wurde ein Kleinpferd auf einer Wiese gerissen, ebenfalls in Hünxe. Der 20-jährige Wallach, kam wie die anderen Ponys auch, durch einen Kehlbiss zu Tode.

Nun wurden am Samstag, den 23. Oktober 2021, erneut Ponys auf einer Weide in Wehdel angegriffen. Zwei wurden getötet, eins wurde schwer verletzt. Der Wolfsberater im Kreis Cuxhaven, Hermann Kück, geht davon aus, dass es sich bei dem Rudel um Altwölfe handelt. Kück vermutet, dass diese mit ihren Welpen/Jährlingen im Revier Schiffdorf /Donnern unterwegs sind und sich in den Raum Sellstedt ausbreiten.

Wolfsangriffe bereiten Sorge

Da den Wölfe nicht nur Schafe, sondern nun auch vermehrt Pferde zum Opfer fallen, kündigte die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser an, künftig auch die Pferdehalter:innnen zu fördern und mit Leistungen zu unterstützen, die zum Schutz vor Wölfen dienen sollen. Aktuell wird noch daran gearbeitet, wie genau man die betroffenen Gebiete bestmöglich vor den Angriffen der Wölfe beschützen kann. Heinen-Esser weist daran hin, dass man bereits erste Maßnahmen treffen kann, indem man die Pferde nachts von der Wiese holt.

Es wird darauf hingewiesen, sich bei einem Haus- und Nutztierschaden an das LANUV zu wenden. Findet man ein getötetes Tier, ist es wichtig, innerhalb der ersten 24 Stunden eine Probe zu entnehmen, damit man diese genetisch auswerten kann.

Telefonnummer des LANUV: 0201-714488

Quellen: schermbeck-online.de, wochenblatt.com, cnv-medien.de

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