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Fragwürdige Trainingsmethoden auf dem Landgestüt Warendorf beobachtet – Stallmeisterin äußert sich

von Marlen Fischer
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„Nicht pferdegerechtes Reiten“ wurde im April im Landgestüt Warendorf beobachtet. Videoaufnahmen zeigen, wie Landstallmeisterin Kristina Ankerhold eine Bereiterin anleitet. Zu sehen sind fragwürdige Trainingsmethoden in der Arbeit mit Junghengsten und die FN bezieht Stellunng.

Fragwürdige Methoden beim Meisterlehrgang

Bei einem Meisterlehrgang auf dem Landgestüt Warendorf war eine Gruppe Lehrlinge mit ihrer Ausbilderin bei einer Trainingseinheit zu Gast. Kristina Ankerhold trainierte eine ihrer Bereiterinnen auf zwei Junghengsten und beide wurden in zu enger Halshaltung geritten, einer davon mit Schlaufzügeln in dieser Haltung. Die jungen Leute erkannten die fragwürdigen Trainingsmethoden und fragten zunächst die Leiterin des Lehrgangs, wie das Gezeigte einzuschätzen sei. Letztendlich filmten einige die Szenen und gaben die Aufnahmen an die Leiterin des Lehrgangs weiter. Sie gab das Videomaterial an ihren Vorgesetzten Thies Kaspareit, welcher das Reiten auf den Videos als „nicht pferdegerecht“ einschätzte.

Er kontaktierte daraufhin die Landstallmeisterin persönlich und berichtet ihr in einem Telefonat davon, dass er die Aufnahmen gesehen habe und dass die Pferde eindeutig nicht pferdegerecht geritten wurden. Gegenüber St. Georg berichtet er, dass er sich verhalten habe, wie es ein Richter tun würde, wenn auf dem Abreiteplatz eines Turniers solche Szenen beobachtet worden wären. Ankerhold habe sich die Einwände angehört und zugegeben, dass die Pferde zu eng gewesen seien, aber das es aufgrund der Umstände einfach nicht anders ginge. Die Landstallmeisterin war und ist von ihrer Position nicht abzubringen und so verschriftlichte der Ausbildungsleiter der FN das Gespräch in einem Brief und vereinbarte außerdem einen Termin auf dem Landgestüt. Dieser Termin fand jedoch bisher noch nicht statt.

Die Reaktion auf dem Landesgestüt war eindeutig. Es wurde ein Schild aufgehängt, welches darauf hinweist, dass Filmen und Fotografieren ab sofort verboten sei und Zuwiderhandlungen Anzeige gebracht werden. Außerdem ist nun Hans Heinrich Meyer zu Strohen als Dressurausbilder eingestellt. Man solle den Termin nun mit dem zuständigen Dressurausbilder vereinbaren. Kaspareit sieht dies als falschen Ansatz.

In der Pressemitteilung der FN wurden die Geschehnisse noch einmal geschildert und darauf hingewiesen, dass man die Situation am 6. Mai der zuständigen Landeskommission Westfalen schilderte und diese nun prüft, ob ein Ordnungsverfahren einzuleiten ist.

Quelle: pferd-aktuell.de

Bildquelle: Wikipedia

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