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Großer Erfolg für Tierschutzorganisation: Elektroauto statt Pferdekutsche in Jordanien

von Lea Hahnemann
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Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN setzte sich jahrelang dafür ein, dass die Pferdekutschen in der jordanischen Wüstenstadt Petra abgeschafft werden. Das Durchhaltevermögen der Organisation zeigt sich nun als erfolgreich.

Pferdekutschen als Transportmittel für Touristen

Die jordanische Stadt Petra gehört seit dem Jahr 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jährlich besuchen unzählige Touristen die Wüstenmetropole, die von den Pferden und Eseln mithilfe einer Kutsche oder auf deren Rücken durch die Örtlichkeiten transportiert werden. Seit 2015 sind der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Umstände, in denen die Tier leben und arbeiten müssen, ein Dorn im Auge.

Gemeinsam mit der Organisation Princess Alia Foundation (PAF) und der Tourismusbehörde von Petra (PDTRA) hat VIER PFOTEN ein Projekt gestartet. Dieses sollte zur Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsbedingungen der Esel und Pferde in Petra dienen.

Projekt zeigt Erfolge

Das Projekt von VIER PFOTEN und den lokalen Partnern erzielte nun einen großen Erfolg: Die Pferdekutschen werden von elektronischen Auto abgelöst. Die sogenannten „Club Cars“ sind umweltfreundlich und bereits täglich im Einsatz. In einem Auto finden bis zu sechs Personen Platz. Diese Autos ermöglichen es, die tierschutzwidrigen Bedingungen, denen die Pferde und Esel ausgesetzt waren, einzudämmen.

In den letzten Jahren konnte Vier Pfoten für einen positiven Umschwung in der Wüstenstadt sorgen. Es wurden neue Stallungen errichtet, ein Wasserableitsystem installiert und mehrere hundert Pferde konnten Gesundheitsüberprüfungen, Therapien und Behandlungen durchlaufen. Viele Pferde benötigten solch eine medizinische Betreuung. Das Ziehen von schwerer Last über unebene Straßen und Wege für mehrere Stunden am Tag hat enorme Spuren hinterlassen, vor allem an den Hufen und Knien der Pferde.

Pferde werden in Petra bleiben

Wer befürchtet, dass durch das Ablösen der Pferdekutschen die Pferde komplett von der Bildfläche verschwinden werden, kann beruhigt werden. Die Pferde werden weiterhin zur Atmosphäre der Wüstenstadt beitragen. Man plane ausschließlich, die enorme Belastung für die Tiere zu minimieren und eine artgerechte Haltung weiterhin zu fördern.

Das Einführen von Elektroautos soll aber keineswegs die Einkommensquelle mancher jordanischer Bürger einschränken. Einzelne Tourist*innen können weiterhin auf dem Rücken der Tiere Platz nehmen. Zudem bieten die neuen Busse und Autos die Möglichkeit auf neue Arbeitsplätze, da dafür ebenso Personal benötigt wird.

Quelle: VIER PFOTEN

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