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Vogel oder Faultier – welchen Charakter hat Dein Pferd?

von Johanna Wilke
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Schon in der Schule gab es immer Charaktere, die in jeder Klasse vertreten waren: Der Pausenclown, der Frauenheld, die Zicke und der stille Streber. Auch im Pferdestall treffen viele verschiedene Typen mit ihren Eigenheiten und Macken aufeinander. Viele weisen eine verblüffende Ähnlichkeit zu anderen Arten des Tierreiches auf. Zehn davon haben wir hier aufgelistet. Findest Du Dein Pferd wieder?

Vorausgehend sei gesagt, dass die Charaktere geschlechtsübergreifend anzutreffen sind. Auch wenn der Titel den weiblichen Artikel „die“ enthält, kann auch ein Wallach eine Hyäne sein. Denn wie auch bei uns Menschen, haben die Herren sogar ab und zu einen größeren Hang zur Dramatik als wir Frauen 😉 .

1. Der Vogel

Dieser Typ Pferd ist ebenso flatterhaft wie sein Namensgeber. „Oh Gott, ein Blatt! Nein, ein Stein! Guck mal, eine Karotte!“, würden zu den Aussprüchen des Vogels gehören. Wenn er denn sprechen könnte. Er ist überall und nirgends, hat eine sehr niedrige Konzentrationsspanne und ist mitunter sehr schreckhaft.
Wer im Besitz eines Vogels ist, sollte schnelle Reflexe haben: Sich im Bruchteil einer Sekunde in Sicherheit zu bringen, wenn der Vogel abhebt, ist überlebenswichtig.

2. Die Ameise

Die Ameise gehört zu den fleißigsten Arten des Tierreichs. Immer voller Tatendrang fällt es ihr äußerst schwer, auch nur eine Sekunde stehen zu bleiben oder gar still zu halten. „Der Weg ist das Ziel“ könnte das Motto der Ameise sein: Hauptsache los, das Warum und Wohin sind erstmal egal.
Besitzer einer Ameise müssen mit einem starken Nervenkostüm ausgestattet sein.

3. Das Faultier

Wer es mit einem Faultier zu tun hat, sollte geduldig und rücksichtsvoll sein. Ein Rufen auf der Koppel? Hört das Faultier nicht! Die Stufe zur Box? Sieht das Faultier nicht! So wie sein Namensgeber, gehört dieser Charakter zu den wenig aufmerksamen, eher trotteligen Pferdetypen. Es braucht lange, um Neues zu verstehen. Oder überhaupt irgendwas zu bemerken.

4. Die Hyäne

Hauptsächlich vom weiblichen Geschlecht vertreten (Ausnahmen bestätigen die Regel) ist die Hyäne nicht gerade der Typ, den Pferd sich als Weidekumpel wünscht. Es wird gebissen, getreten und gekeift.
Der Besitzer der Hyäne muss damit leben, mit angelegten Ohren und gebleckten Zähnen begrüßt zu werden. Am Bauch putzen? Blöd! Aufsatteln? Noch blöder!

Der Vogel: „Oh Gott, da ist ein Monster, warum siehst du das denn nicht?!“

5. Der Löwe

Dieses Pferd macht seinem Namen alle Ehre. Als König des Hofes steht er über den Dingen. Er schreitet gelassen über die Koppel, dreht erhaben seine Runden in der Halle und ist unangefochtener Chef. Er hat einfach die Ruhe weg.
Wer im Besitz eines Löwen ist, kann über die Probleme anderer Pferdebesitzer nur schmunzeln.

6. Die Antilope

Dieser Pferdetyp ist elegant und sieht immer aus, wie aus dem Ei gepellt. Und er ist ganz besonders selten. Seine natürlichen Feinde sind Matsch und Pfützen – diese zu berühren gilt es in jeder Lebenslage zu vermeiden.
Wenigstens über schlammverkrustetes Fell muss sich der Reiter dann keine Sorgen machen. Aber leider schon darüber, wie man es auf dem Turnier durch eine Pfütze schaffen soll.

7. Der Delfin

Dieser Charakter ist bei allen (sowohl Pferd als auch Reiter) überaus beliebt. Er ist hübsch, freundlich und talentiert. Jedes Pferd wiehert ihm zu, alle Menschen bleiben vor seiner Box stehen, weil er so liebenswert dreinschaut.
Beim Reiten versteht er alles Neue sofort. Genau wie beim echten Delfin scheinen ihm auch die größten Sprünge leicht zu fallen. Er fliegt durch die Bahn wie sein Namensvetter durch das Wasser.

8. Der Geier

Der Geier hat immer Hunger. Da er ja niiiie etwas Fressbares bekommt, muss er lautstark auf sich aufmerksam machen: Scharren, gegen die Boxentür treten, wiehern, die Zähne an den Gitterstäben schleifen – der Erfindungsreichtum des Geiers ist grenzenlos. Man will ja schließlich nicht verhungern!
Besitzer eines Geiers haben daher zwei Möglichkeiten: Ihr Pferd so lange vollstopfen, bis es endlich Ruhe gibt und vom Geier zum Nilpferd wird. Oder sich eine große Packung Ohropax zu besorgen.

Egal welcher Charakter – wir lieben sie sowieso!

9. Der Hund

Besitzer dieses Pferdes bekommen zwei Dinge immer genug: Liebe und Kuscheleinheiten! Der Hund ist treu, anhänglich und verschmust. Beim Reiten will er alles richtig machen und seinem Reiter gefallen. Manch einer geht dabei aber so weit, dass man zu nichts mehr kommt: Das Auftrensen klappt nicht mehr, weil man erst mal den Kopf an seinem Menschen reiben muss. Decke zumachen auch nicht, da man die Hände seines Besitzers verfolgen muss – nicht, dass die jemand anderen streicheln.

10. Die Giraffe

Besonders beim Reiten merkt man ganz deutlich, wenn man eine Giraffe unter dem Sattel hat. Hals lang, Kopf hoch und nach den Sternen gucken.
Zur Art der Giraffe gehören aber auch diejenigen Pferde, die sich durch ihren Körperbau immer selbst im Weg stehen. Die Beine oder der Hals sind einfach zu lang und wollen partout nicht mitspielen.
Wer im Besitz einer Giraffe ist, muss sehr erfinderisch werden: Von Longieren mit Kappzaum über Equikinetic hat man schon alles ausprobiert, um den Gaul endlich locker zu kriegen.

Diese Liste ließe sich problemlos noch erweitern. Manche Pferde vereinen auch mehrere Charaktere in sich. Elli gehört auf jeden Fall zur Kategorie Hyäne, an manchen Tagen auch zu der des Vogels. Und Dein Pferd?

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