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Palloubet d’Halong – Das teuerste Pferd der Welt

von Rica Kenning
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Das teuerste Pferd der Welt „Palloubet d’Halong“ machte sich als erfolgreiches Springpferd einen Namen. Die Abstammung des Ausnahmetalents ist zweifellos erfolgversprechend und blieb nicht hinter den Erwartungen zurück. Abgelöst hat das teuerste Pferd der Welt den vormals teuersten schwarzen Hengst namens „Totilas“, der jahrelang aufgrund seines enorm hohen Wertes in aller Munde war. Mehr zu dem Thema erfährst Du in diesem Artikel.

Das teuerste Pferd der Welt Palloubet d’Halong befindet sich mittlerweile allmählich im wohlverdienten Ruhestand. Aufgrund seines enorm hohen Verkaufswert erregte der Verkauf seinerzeit ein hohes Medieninteresse und so stieg die Aufmerksamkeit gegenüber Palloubet d’Halong stetig an. Mittlerweile ist es ruhiger um den Rentner geworden, aber dennoch bleibt er als teuerstes Pferd der Welt im Gedächtnis vieler Anhänger des Pferdesports.

Ein anderes Pferd, das sehr teuer war, hieß Totilas und war vor allem aufgrund seiner sportlichen Leistung sehr bekannt.

Wo lebt Totilas jetzt?

Totilas ist 2020 an den Folgen einer Kolik verstorben. Seinen Ruhestand durfte er im Taunus in Deutschland auf dem berühmten Gestüt Linsenhoff genießen. Er wurde zuletzt täglich leicht geritten und im Zuchtbetrieb eingesetzt.

Palloubet d’Halong – das teuerste Pferd der Welt

Ein Pferd namens Palloubet d‘Halong ist das teuerste Springpferd der Welt. Es handelt sich dabei um einen Wallach der französischen Sportpferderasse „Selle Francais“. Das Warmblut zeichnet sich durch Vielseitigkeit und Leistungsstärke aus und wurde bereits mehrfach in Springreitdisziplinen vorgeführt. Der Nachkomme des berühmten Hengstes „Baloubet du Rouet“ und der Stute „Indra Love“ trägt fuchsfarbenes Fell. Die Mähne und der Schweif sind gleichermaßen fuchsfarben und durchaus üppig. Eine breite Blesse ziert den charakteristischen Kopf des muskulösen Ausnahmetalents. Der schöne Wallach hat eine starke Hinterhand und kräftige Beine. Ein ausdrucksstarker Blick rundet das kraftvolle Gesamtbild ab. Geboren wurde das teuerste Pferd der Welt am 19.05.2003 und erzielte 10 Jahre später einen unglaublichen Verkaufspreis von 13,5 Millionen EUR.

Georg Kähny verkaufte den von Jannika Sprunger gerittenen Wallach 2013 an den neuen Besitzer Jan Tops. Geritten wurde er fortan überwiegend von Bassem Mohammed, einem sehr angesehenen Springreiter aus Katar, der das französische Warmblut erfolgreich auf diversen Springturnieren platzierte. 2017 verabschiedete sich das Erfolgspferd aufgrund von Verletzungen von der Sportkarriere.

Überraschenderweise wurde Palloubet d‘Halong 2019 nochmals international präsentiert. Eine Platzierung blieb trotz des fehlerfrei gelaufenen Parcours jedoch aus, da die Hindernisstrecke für eine Auszeichnung zu langsam absolviert wurde. Der Rentner bewies dennoch Souveränität und begeisterte mit seiner Leistung nicht nur seinen Reiter, sondern auch das Publikum

Rassemerkmale des Selle Francais

Das französische Sportpferd ist in Frankreich eine besonders beliebte Rasse. Eingesetzt wird es hauptsächlich im Springreiten, da diese Rasse eine besondere Eignung dafür aufweist. Aber auch in der Dressur ist gelegentlich ein Selle Francais gemeldet. Palloubet d’Halong bestätigte das angeborene Sprungtalent mit zahlreichen Platzierungen auf internationalen Turnieren. Mit einem Stockmaß von 165 cm liegt Palloubet d’Halong im Optimalmaß der rassetypischen Größe, die zwischen 160 cm und 170 cm liegt. Selbst bei der Fellfarbe erfüllt er die typischen Merkmale des Selle Francais, die überwiegend fuchsfarben vorkommen. Gelegentlich sind sie mit braunem Fell zu sehen. Nur selten sein Selle Francais mit weißem Fell geboren.

Charakterlich zeichnet sich diese Rasse als kraftvoll, leistungsstark und zuverlässig aus. Palloubet d’Halong wurde aufgrund seiner angeborenen Fähigkeiten speziell auf das Springreiten trainiert, wobei ihm seine schnellen kräftigen Bewegungsabläufe zu Spitzenleistungen verholfen haben. Die präzise Ausbildung und kontinuierliches Training durch die Elite des Reitsports wurde Palloubet d’Halong in höchsten Maße gefördert.

Das vormals teuerste Pferd ist nicht im Springen gelaufen, sondern im Dressursport. Totilas, der Vorgänger des Titels des teuersten Pferdes der Welt, ist ein schwarzes niederländisches Warmblut.

Die teuersten Pferde der Welt

Snaafi Dancer

1983 erzielte der Verkauf des englischen Vollbluts „Snaafi Dancer“ einen unglaublichen Verkaufspreis von 10,2 Millionen Dollar. Das vielversprechende Rennpferd erschien jedoch nie auf den internationalen Turnieren des Rennsports.

Seattle Dancer

Zu den teuersten Pferden der Welt gehört zweifelsohne das irische Rassepferd Seattle Dancer. Der Hengst wurde 1985 für 1,5 Millionen Dollar verkauft und für den Rennsport trainiert. 2007 verstarb das englische Vollblut nach einer erfolgreichen Karriere. Seine Gene vererbte das talentierte Rennpferd international vielfach bis in die heute bestehenden Zuchtlinien.

Lord Sinclair

1997 erzielte der bayerische Warmblut-Hengst bei einer spannenden Auktion 1,4 Millionen Euro. Bereits 15 gekörte Hengste entstanden aus seiner erfolgreichen Nachzucht und bewies damit eine sichere Vererbungsqualität seines Bewegungsapparats. Der zweifache Bundeschampion wurde in Bayern gezüchtet.

Poetin

Die Stute erzielte 2003 bei einer Versteigerung 2,5 Millionen Euro. Ihre Karriere startete erfolgversprechend in der Dressur. Beim Bundeschampionat der Dressurpferde siegte die deutsche Hannoveranerstute mit Bestnoten. Bereits zwei Jahre später erkrankte das Ausnahmetalent allerdings überraschenderweise an einer schweren Hufrehe. Der Verlauf der Krankheit zeigte sich derart hart, dass die Erfolgsstute eingeschläfert werden musste.

The Green Monkey

„The Green Monkey“ wechselte 2006 für 16 Millionen Doller den Besitzer und gilt seitdem als teuerstes Pferd einer Auktion. Das englische Vollblut Rennpferd wurde bereits als Zweijähriger als Ausnahmetalent für die Rennbahn ersteigert. Leider konnte The Green Monkey nicht alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen. Enttäuscht sind die Besitzer dennoch nicht über seine erbrachte Leistung. Wesentlich erfolgreicher zeigte sich der Hengst sodann in der Zucht.

Totilas

Der in Deutschland wohl bekannteste Hengst des Dressursports wurde 2010 für geschätzte 10 Millionen Euro verkauft. Lange galt der Ausnahmehengst als teuerstes Pferd der Welt, bis ihm der Rang von Palloubet d’Halong abgenommen wurde. Totilas ist 2020 an den Folgen einer Kolik verstorben. Sein Talent vererbte der Rappe jedoch fleißig an zahlreiche Nachkommen. 2020 ist der Hengst überraschend verstorben.

Was für eine Rasse ist Totilas?

Totilas ist ein Hengst der Rasse des niederländischen Warmblüters, auch KWPN genannt. Seine herausragenden Erfolge erzielte der im Jahr 2000 geborene Rappe im Dressursport.

Diese Faktoren bestimmen den Wert

Grundsätzlich wird der Wert eines Pferdes über den gehandelten Geldwert definiert. Ein Hauptfaktor der Preisbestimmung ist die Pferderasse. Vollblutaraber, englische Vollblüter und American Quarter Horse führen durchschnittlich die Liste der teuersten Pferderassen an. Palloubet d’Halong und Totilas brechen aus dieser Durchschnittsstatistik aus. Die Zuchtabstammung trägt außerdem einen großen Teil zur Wertfindung eines Pferdes bei. Sind die Eltern des Pferdes bereits prämierte erfolgreiche Turnierteilnehmer, so erhöhen sich die Chancen auf einen talentierten Nachkömmling. Hat sich das Pferd im Verlauf der Turnierteilnahmen bewährt, so steigt der Wert des Pferdes weiter an.

Neben dem Erfolg spielt außerdem das Alter des Tieres eine wichtige Rolle. Junge Sportpferde bis zu neun Jahren werden am teuersten gehandelt und mit etwa 17 Jahren in Rente geschickt. Die Preise für Pferde in den Lebensjahren zwischen neun und 17 sinken somit. Eine gute Ausbildung und eine gewisse Professionalität durch errungene Erfahrung steigert den Wert. Ein optimaler Mix zwischen den Faktoren, die den Preis bestimmen, ist also entscheidend für den Verkaufspreis. Emotionaler Wert spielt im Profisport eine untergeordnete Rolle und beeinflusst den Verkaufspreis nur selten, wohingegen im Freizeitbereich gerne mal für einen guten Charakter tiefer in die Tasche gegriffen wird. Dass aber für manche Pferde tatsächlich Summen über mehrere Millionen Euro gezahlt werden, kommt selbst im Profisport nicht allzu häufig vor.

Die gehandelten Preise am Pferdemarkt variieren aufgrund der oben genannten Bedingung sehr stark. Durchaus ist es möglich ein solides talentiertes Turnierpferd im Bereich um 10000 EUR zu erwerben. Unter anderem muss dann allerdings auf die ein oder andere Eigenschaft verzichtet werden. Die Preise pendeln bis in die Millionenhöhe wie beispielsweise im Falle des teuersten Pferdes Palloubet d’Halong.

Welches ist das beste Pferd der Welt?

Cornet Obolensk gilt als eines der wertvollsten Pferde im Profisport. Es handelt sich dabei um einen Schimmelhengst der Rasse des belgischen Warmblutes.

Wissenswertes abseits der Millionen-Pferde – Weitere Rekorde

Die Hannoveraner-Stute „Poetin“ ist eines der wenigen Ausnahmetalente der Dressur, das bereits zwei Mal erfolgreich geklont wurde. Selbst die Klone vervielfältigen bereits die Begabungen an weitere Nachkommen.

Den Weltrekord im Hochsprung der Reiterei liegt übrigens in Chile. Das englische Vollblut namens „Huaso“ sprang unfassbare 2,47 Meter hoch. Der Hengst hält seit 1949 den längsten ungebrochenen Weltrekord im Sport.

Der Rekord des höchsten Preisgeldes im Bereich des Springreitens liegt hingegen seit 2019 in Prag. Das Finale der Global Champions Tour wurde mit einem Preisgeld von 11.4 Millionen Euro belohnt.

Wie hoch ist das größte Pferd der Welt?

Der Shire-Hengst „Noddy“ ist mit einem Stockmaß von 205 cm das größte Pferd der Welt. Sein vollständiger Name lautet „Luscombe Nodram“. Der sanfte Riesenschimmel bringt 1,5 Tonnen auf die Waage und lebt in Australien.

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