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Pferdekauf – Darauf musst Du achten

von Frederieke Wenning
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Der Kauf des eigenen Pferdes ist der Traum vieler Menschen. Doch es gibt viele Aspekte, die es bei einem Pferdekauf zu berücksichtigen gilt. So ist es nicht nur das schöne Aussehen und der liebe Charakter, sondern auch der gesundheitliche Zustand, der Ausbildungsgrad und vor allem die monatlichen Kosten und vertraglichen Regelungen, die man vor dem Pferdekauf nicht aus den Augen verlieren darf. Gute Vorbereitung ist also der Schlüssel zum erfolgreichen Pferdekauf.

Vor dem Pferdekauf

Vor dem Pferdekauf muss man sich darüber bewusst sein, dass ein Pferdebesitzer viele Verpflichtungen hat. Dabei spielen einige Faktoren eine Rolle, von den monatlichen Rechnungen bis hin zum korrekten Training und der Versorgung des Pferdes. Es empfiehlt sich deshalb, eine erfahrene Person wie den eigenen Trainer, den Stallbesitzer, erfahrenere Reiter, Züchter oder Tierärzte zurate zu ziehen. Am besten ist es, wenn die Person Dich gut kennt und weiß, wie es um Deine reiterlichen Fähigkeiten, Ambitionen, zeitlichen Einschränkungen und finanziellen Mittel steht.

Im Gespräch mit einer zweiten Person und auch zu Dir selbst musst du dabei immer gnadenlos ehrlich sein. Gibt es vielleicht Probleme mit der Finanzierung? Bist Du zeitlich sehr eingeschränkt oder sind Deine reiterlichen Fähigkeiten noch nicht da, wo Du sie gerne hättest? All das muss kein Ausschlusskriterium für den Pferdekauf sein, es muss allerdings eine gute und nachhaltige Lösung gefunden werden können.

Hier ist eine Checkliste, worauf man vor der Anschaffung eines Pferdes alles achten muss:

  • Unterbringung: In welchen Stall stelle ich mein Pferd?
  • Erfahrung: Weiß ich, worauf es in der Pferdehaltung ankommt und kann ich mein Pferd gesunderhaltend trainieren?
  • Zeit: Habe ich genügend Zeit, um meinem Pferd gerecht zu werden? Was passiert, wenn ich in den Urlaub fahre?
  • Finanzierung: Die Haltung eines Pferdes ist enorm kostspielig. Weiß ich, was damit einhergeht und kann alle Kosten inklusive Puffer selbstständig und dauerhaft decken?
  • Kosten: Ausrüstung, Stallmiete, Reitunterricht, Fahrtkosten zum Stall, Hufschmied, Tierarzt, Zahnarzt, Versicherungen, ggf. Pferdehänger, ggf. Beritt usw.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Aspekte, die ich mir vor dem Pferdekauf durch den Kopf gehen lassen muss. So zum Beispiel, welche Disziplin ich reiten möchte und ob ich Turnierambitionen habe oder nicht. Außerdem muss ich mich fragen, wie der Ausbildungsstand meines Pferdes sein soll, ob ich einen Bereiter brauche und wer mein Trainer, Tierarzt und Hufschmied sein soll.

Natürlich sind die Faktoren, die man vor der Anschaffung beachten muss, sehr vielfältig individuell und wir können in diesem Artikel nur die Wichtigsten abdecken.

Worauf muss ich beim Pferdekauf achten?

Du musst sicher sein, dass Du selbst genügend Erfahrung hast, die nötige Unterstützung bekommst und die Kosten decken kannst. Dann kann es an die Suche nach dem passenden Pferd gehen.

Pferdekauf worauf achten: Rappe von vorne

Beim Pferdekauf spielen einige Faktoren eine Rolle, von den monatlichen Rechnungen bis hin zum korrekten Training und der Versorgung des Pferdes.

Welche Kosten erwarten mich? (Anschaffungskosten für Pferd & Zubehör, Unterbringungskosten, etc.)

Die Anschaffung eines Pferdes ist kostspielig. Die Anschaffung des Equipments auch. Allerdings hört es nach dem Pferdekauf nicht auf. Laufende Kosten wie Stallmiete, Hufschmied und Tierarzt sollten beachtet werden. Zudem kommt der regelmäßige Besuch von Sattler und Zahnarzt hinzu. Die monatlichen Kosten also nicht unterschätzt werden.

Kosten, die hier regelmäßig anfallen können:

  • Stallmiete – monatlich: von 100€ Offenstallplatz im Nachbarort bis 800€ Luxusstall in der Großstadt ist alles dabei
  • Hufschmied – alle 6 bis 8 Wochen: Für Barhufpferde fallen in der Regel 30 – 50€ pro Termin an. Beschlagene Pferde Kosten 70 – 200€ pro Termin
  • Tierarzt (impfen): Die wichtigsten Impfungen: Tetanus (ca. 35€) alle 1 bis 2 Jahre und Influenza (ca. 40€) alle 6 Monate. Ebenso kann Herpes – alle 6 Monate und Tollwut – einmal im Jahr geimpft werden
  • Sattler – mind. einmal im Jahr: Hier unterscheiden sich die Preise für die Kontrolle. Von 0€ bis 100€. Hinzu kommen Kosten für etwaige Änderungen. Alle paar Jahre sollte man das Füllmaterial erneuern lassen: Kostenpunkt ca. 150 – 200€
  • Zahnarzt – alle ein bis zwei Jahre: Ich empfehle, einen Fachmann kommen zu lassen. Ich gehe schließlich auch nicht zum Hausarzt, wenn ich Zahnschmerzen habe. Die Kosten betragen hier um die 200€.

Zu all diesen Kosten kommen noch Futter, Pflegemittel und ggf. Termine für Osteopathie, Physiotherapie, Tierheilpraktiker und Sonstiges.

Man erkennt schnell, dass die monatlichen Ausgaben die 800 € gut und gern übersteigen können. Man sollte die laufenden Kosten nicht auf die leichte Schulter nehmen und lieber mit mehr rechnen. Wenn am Ende von Monat noch Geld über ist, freut man sich umso mehr.

Ich empfehle für größere Anschaffungskosten und Tierarztrechnungen ein eigenes Sparkonto anzulegen. Was man hat, hat man!

Was muss ich beim Probereiten beachten?

Beim Probereiten ist zu beachten, dass das Pferd in einer guten gesundheitlichen Verfassung ist, der Besitzer einen seriösen Eindruck macht und das Pferd der Beschreibung in der Verkaufsanzeige entspricht. Eine Begleitperson ist empfehlenswert.

Pferdekauf: Worauf achten bei der Wahl des Pferdes?

Nachdem ich weiß, dass ich mir ein eigenes Pferd leisten kann, muss ich mir darüber klar werden, welches Pferd zu mir passt.

Während der Reitausbildung wird man meistens eine Disziplin für sich entdecken. Ob Springen, Dressur, Distanzreiten oder eine Disziplin des Westernreitens für jede Art des Reitens gibt es spezielle Pferdetypen und Pferderassen. So wird ein Westernreiter wohl kaum ein Dressurpferd kaufen und ein Springreiter kein Kutschpferd.

Ist die Disziplin geklärt, stellt sich die Frage, wie gut man selbst reitet. Hierbei gilt der Leitsatz: „Unerfahrener Reiter auf erfahrenem Pferd und erfahrener Reiter auf unerfahrenem Pferd“. So haben Profireiter gerne junge Pferde, die sie selbst ausbilden und später im Sport erfolgreich sein können. Reiter, die hingegen noch Erfahrungen sammeln wollen, werden Freude an einem erfahrenen Pferd haben. Auf diesem werden sie sich sicher fühlen und können noch etwas lernen, sodass das Reiten Spaß macht. Der Ausbildungsstand in der jeweiligen Disziplin und das Alter sollten demnach vom Niveau des Reiters abhängig gemacht werden. Außerdem muss geklärt werden, ob man Turniere reiten möchte oder nicht.

Als Reiter, der keine spezifische Disziplin favorisiert und stattdessen lange Ausritte und viel Zeit mit den Pferden genießt, muss keine spezifische Rasse ausgewählt werden. Trotzdem muss das Pferd oder Pony zum Reiter passen. Es muss eine angemessene Größe haben und für unerfahrene Reiter sollte es bereits gut geritten sein und etwas Lebenserfahrung mitbringen.

Es ist immer eine gute Idee, seine Vorstellungen dem Reitlehrer oder einer anderen erfahrenen Person mitzuteilen. So kann man sich beraten lassen und bekommt mit Sicherheit gute Tipps. Vielleicht kennen die Bekannten und Freunde sogar jemanden, der ein Pferd verkaufen möchte, dass den eigenen Vorstellungen entspricht.

Pferdekauf worauf achten: Pferd fuchs von vorne

Das eigene Pferd wird meist in dem Stall untergebracht, wo man schon vorher geritten ist oder wo der eigene Verein ansässig ist.

Wo bringe ich das Pferd unter?

Das eigene Pferd wird meist in dem Stall untergebracht, wo man schon vorher geritten ist oder wo der eigene Verein ansässig ist. Oft werden die Pferde auch in dem Stall, der am nächsten gelegen ist oder wo die Stallmiete am günstigsten ist, eingestellt. Hier muss man jedoch Vernunft walten lassen. Es sollte immer im Sinne des Pferdes entschieden werden, in welchem Stall es untergebracht wird. Dabei sollte auf die Fütterung und die Organisation des Weidegangs geachtet werden. Auch die Helligkeit und Belüftung der geräumigen Box muss überprüft werden und letztendlich auch, ob sich das Pferd mit den anderen Pferden auf der Weide oder in der Nachbarbox versteht. Sollte das nicht der Fall sein, müssen Ausweichmöglichkeiten gegeben sein, da das Pferd sonst unter großem Stress stehen kann, der sich letztendlich negativ auf die Psyche und Leistungsbereitschaft auswirkt. Doch auch im besten Stall muss die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen gegeben sein sowie die Verlässlichkeit des Stallbesitzers und Erfahrung des Trainers. Sonst kann auch der teuerste Stall zum Albtraum für Pferd und Reiter werden.

Was kostet ein Pferd im Monat?

Die Pferdehaltung kann Kosten von 500 bis 800 Euro monatlich verursachen. Nach oben gibt es keine Grenzen.

Kauf des Pferdes – Wichtige Tipps

Welche Voraussetzungen muss das Pferd erfüllen?

Willst Du ein Pferd kaufen, darauf zu achten, den Gesundheitszustand des Pferdes genau zu kennen. Natürlich wünscht sich jeder ein kerngesundes Pferd, doch auch Pferde mit gesundheitlichen Einschränkungen müssen von einem Kauf nicht ausgeschlossen werden. So gibt es Ekzemer oder Pferde mit einem Ton, die trotzdem tolle Freizeitpartner sind. Das Wichtigste ist, dass man genau weiß, womit man es zu tun hat und einschätzen kann, worauf man sich einlässt.

Dafür werden immer Ankaufsuntersuchungen (AKU) durchgeführt. Es gibt die kleine und große AKU. Bei der kleinen AKU werden die Pferde nach einfachen klinischen Richtlinien untersucht. Es werden beispielsweise das Herz und die Lunge untersucht, das Fell sowie die Zähne kontrolliert und es werden die Beine und der Rücken abgetastet. Bei der großen AKU kann zusätzlich das Blut untersucht werden, das Pferd wird geröntgt und in eine Röntgenklasse eingeteilt. Es gibt die Röntgenklassen 1-4, wobei 1 „lehrbuchgerecht“ bedeutet und bei 4 Einschränkungen zu erwarten sind. Eine kleine Ankaufsuntersuchung kostet um die 200 Euro, eine Große kann bis zu 1500 Euro kosten. Die Befunde der Ankaufsuntersuchung müssen in den Pferdekaufvertrag als Beschaffenheitsgrundlage des Pferdes aufgenommen werden.

Frau hält Pferd am Kopf und lächelt zufrieden

Du bist bereit für ein eigenes Pferd, sobald du das nötige Wissen, die nötige Unterstützung und die finanziellen Mittel dazu hast.

Ab wann bin ich bereit für ein eigenes Pferd?

Du bist bereit für ein eigenes Pferd, sobald du das nötige Wissen, die nötige Unterstützung und die finanziellen Mittel dazu hast.

Was bedeutet es, das nötige Wissen zu haben? Du solltest bereits eine Reitbeteiligung oder ein Pflegepferd über längere Zeit gehabt haben. Dadurch weißt du, wie der Stallalltag aussieht und hast bereits verschiedene Situationen miterlebt, in denen es schwieriger wurde. Durch eine Reitbeteiligung lernst Du außerdem, Verantwortung zu übernehmen und weißt, dass zu einem eigenen Pferd mehr gehört als nur das Reiten.

Du brauchst die nötige Unterstützung. Jeder Reiter sollte sich von einem Trainer unterstützen und auf Fehler hinweisen lassen. Es geht unglaublich schnell, dass sich Sitzfehler einschleichen und man ungerecht zum Vierbeiner wird. Hat man dann Niemanden, der mit Rat und Tat zur Seite steht, wird man selbst schnell frustriert werden, was sich wiederum auf unsere Pferde auswirkt. Letztendlich kannst Du Deinem Pferd bei falschem Training sogar so sehr schaden, dass es früher oder später nicht mehr reitbar sein wird. Zur richtigen Unterstützung zählen auch Bezugspersonen, an die Du Dich wenden kannst, wenn es Dir mal nicht gut geht oder Du in den Urlaub fahren willst. Du solltest also wissen, dass Dein Pferd immer gut versorgt ist, egal was passiert. Ein Pferd ist eine langfristige Verpflichtung und man muss sich dessen bewusst sein.

Die finanziellen Mittel bereiten vielen Reitern und Pferdebesitzern Kopfschmerzen. Der Pferdesport ist eines der teuersten Hobbys, die es gibt. Monatliche Kosten der Pferdehaltung können von 400 bis 1000 Euro reichen, wobei es nach oben keine Grenze gibt. Will man Turniere reiten, muss man zu den Haltungskosten noch den Pferdehänger, die Fahrtkosten, die Lehrgangskosten und das Startgeld dazurechnen. Zusätzlich kommt die Turnierausrüstung für Reiter und Pferde. Auch der Krankheitsfall muss einberechnet werden, sodass man bestenfalls jeden Monat noch etwas Geld zurücklegt, um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein. So bleibt es nicht beim Kaufpreis des Pferdes, welcher allein schon sehr hoch sein kann. Die monatlich anfallenden fixen Kosten sind ebenfalls nicht zu unterschätzen und könne bis ins Unermessliche steigen.

Wo kauft man am besten ein Pferd?

Du kannst ein Pferd beim Züchter oder von einer Privatperson kaufen. Du findest viele Pferde auf Online-Pferdemärkten wie ehorses.

Wo kaufe ich ein Pferd?

Züchter und Reiter in Deiner Gegend verkaufen mit Sicherheit immer wieder Pferde. Viele Verkäufer inserieren auf einem Online Pferdemarkt wie ehorses ihre Verkaufspferde. Hier kannst Du Deine Vorstellungen durch die Filterfunktionen angeben und den Ort auswählen, an dem Du Dich befindest. So kannst Du herausfinden, wer in deiner Nähe, ganz Deutschland oder in einem anderen Land Pferde zum Verkauf anbietet. Der Pferdemarkt bietet Pferde aller Rassen und Disziplinen. Vom gut gezogenen Fohlen bis hin zu braven Freizeitpartner ist alles dabei. ehorses ist Europas führender Pferdemarkt im Internet und der erste Ansprechpartner rund um das Thema Pferde kaufen und verkaufen.

Zusätzlich kannst du Freunde und Bekannte, Deinen Trainer, verschiedene Stallbesitzer und Züchter ansprechen und ihnen Deine Vorstellungen schildern. Sie werden Dir sicher gerne mit Tipps bei Deiner Suche behilflich sein.

Zwei Pferde im Lauf

Du kannst ein Pferd beim Züchter oder von einer Privatperson kaufen. Du findest viele Pferde auf Online-Pferdemärkten wie ehorses.

Pferdekauf: Worauf achten bei der Wahl des Züchters? Welche Fragen sollte ich dem Züchter stellen?

Hast Du verschiedene Züchter kennengelernt und überlegst, bei ihnen ein Pferd zu kaufen, solltest du auf folgende Dinge achten. Wie werden die Pferde gehalten? Haben sie geräumige Boxen, genügend Auslauf sowie Heu und Wasser zur Verfügung? Wie sehen die Pferde aus?

Wenn die Pferde gepflegtes und glänzendes Fell haben und nicht abgemagert oder eingefallen sind, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Du solltest Dir auch anschauen, wie sie trainiert werden und wie sie sich im Umgang verhalten. Ein guter Züchter wird seine Pferde altersgemäß trainieren und so erziehen, dass es beim Hufe geben, Satteln und Verladen keine Probleme gibt. Du kannst außerdem nachfragen, wie die Pferde aufwachsen und wahrscheinlich wirst Du sogar einen Blick auf die Mutterstute und die Haltung der Fohlen und Jungpferde werfen dürfen.

Der Züchter sollte Dir alles zeigen und offen zu Dir sein. Hast Du das Gefühl, er oder sie verheimlicht etwas auf seinem Hof oder bezüglich des Pferdes, solltest Du höflich nachfragen oder gegebenenfalls direkt vom Kaufen ablassen. Ein guter Pferdebesitzer wird Dir das Pferd außerdem vorreiten oder vorreiten lassen und Dir dann die Chance geben, das Pferd oder die Pferde selbst zu testen. Manche Züchter geben sogar einen Probezeitraum von einigen Wochen, in denen man das Pferd kennenlernen kann.

Wie alt sollte ein Pferd für einen Anfänger sein?

Ein genaues Alter kann man nicht bestimmen. Man kann sich jedoch nach einem Alter von über 10 Jahren orientieren.

Pferdekauf: Worauf achten beim Probereiten?

Beim Probereiten lernst Du den Besitzer und das Pferd oder Pony kennen. Hier kannst du alles fragen, was Dich interessiert. Am besten, Du schreibst Dir deine Fragen vorher auf, damit Du nichts vergisst. Ein Probereiten beginnt meist mit der Vorstellung des Pferdes durch den Besitzer. Hier kannst Du zum Beispiel fragen, weshalb das Pferd verkauft wird, wie lange der Verkäufer das Pferd schon besitzt oder wie sich das Pferd im täglichen Umgang und auf der Koppel verhält. Auch die Betrachtung des Gesundheitszustands ist äußerst wichtig, also welche Krankheiten bekannt sind, ob es jemals Unfälle gab und wie der Trainings- und Allgemeinzustand des Pferdes ist. Du musst hierfür kein Tierarzt sein, aber solltest einen wachsamen Blick haben und genaue Fragen stellen. Die Ankaufsuntersuchung und der TÜV werden Dir genaue Befunde liefern, solltest Du einen Kauf ernsthaft in Erwägung ziehen.

Achte auch darauf, wie sich der Verkäufer Dir gegenüber verhält. Ist er angespannt oder nervös? Sobald der Verkäufer auf Dich unseriös wirkt, solltest Du vom Kauf Abstand nehmen. Dein Bauchgefühl ist dabei ein wichtiger Indikator für Deine Entscheidungen, denn wenn man zu verkopft an die Sache herangeht, ist es genauso schlimm, wie sein Herz an das schönste Pferd im Stall zu verlieren und letztendlich ein völlig unpassendes Pferd zu nehmen.

Tipp: Eine Begleitperson ist immer eine gute Idee beim Probereiten. Es gilt vier Augen sehen mehr als zwei und Du kannst Deine Eindrücke direkt besprechen. Ein erfahrener Begleiter sieht außerdem noch viel mehr und achtet vielleicht auf ganz andere Dinge als Du. So kann auch ein gescheitertes Probereiten als Lernerfahrung dienen.

Welche rechtlichen Aspekte muss ich berücksichtigen?

Hat man sich auf die Odyssee gewagt und ein passendes Pferd gefunden, gilt es einen sicheren Kaufvertrag aufzusetzen. Sowohl der Käufer als auch der Verkäufer wollen sich absichern. Ein Handschlag ist dafür keine gute Option, obwohl auch dieser zu einer rechtmäßigen Kaufvereinbarung führen würde. In einem schriftlichen Kaufvertrag werden zunächst Käufer und Verkäufer festgelegt, außerdem der Preis sowie die Zahlungsart. In einem privaten Vertrag darf der Verkäufer die Gewährleistungsansprüche des Käufers ausschließen, bei einem gewerblichen ist das nicht möglich. Der Käufer sollte sich über seine Rechte also bewusst sein.

Zusätzlich sollte es eine Schriftformklausel geben. Auch die Beschaffenheit des Pferdes muss definiert werden. Als Grundlage dafür eignet sich die Ankaufsuntersuchung. Letztendlich müssen alle wichtigen Dokumente übergeben werden. Dazu zählt, der Equidenpass und die Eigentumsurkunde. Mehr Infos über den Kaufvertrag und ein kostenloses Muster zum Download bekommst Du in unserem Artikel zum Pferdekaufvertrag.

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2 Kommentare

Anita Wyss 12. März 2021 - 23:47

Hallo Frederieke – ich finde den Artikel wirklich sehr gut. Ich habe meinen Haflinger–Trakehner Mix bald 20 Jahre, er wird im Sommer 27 und ist immer noch fit und reitbar. Bezogen auf euren Artikel hab ich damals alles falsch gemacht. Gesehen, verliebt, gekauft. .. 🙂
Es war die ersten 2 Jahre nicht witzig mit ihm, er hat gebissen, getreten, mich am Führstrick hinterher geschliffen und hunderte male abgesetzt. Kein professioneller Trainer wollte damals mit ihm arbeiten, weil zu gefährlich. Also hab ich mich belesen, Vertrauen aufgebaut und ganz von vorne angefangen. Nach 2 Jahren Arbeit ging es aufwärts und er hat sich zu einem Traumpferdchen entwickelt. Wir konnten dann auch einige Schleifchen auf EWU Turnieren sammeln. Bis heute akzeptiert er keine fremden Reiter.
Er ist mein größter Lehrmeister und bester Freund. Wenn ich zu ihm an den Stall komme und pfeife kommt er wir wiehernd entgegen gelaufen <3
LG Alina

Antworten
Michelle Holtmeyer 15. März 2021 - 13:46

Hallo Alina,

vielen Dank für die tolle Nachricht. Wir freuen uns sehr, dass Dir unser Artikel gefällt und dass Du so toll mit Deinem Pferd zusammen gefunden hast. Manchmal dauert es halt etwas länger, aber dafür ist die gemeinsame Zeit dann umso schöner.

Ganz liebe Grüße
Dein Team von ehorses

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